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HANDBALL: Hoffen auf perfekten Abschied

Nottwil glaubt trotz dem Fehlstart im Playoff-Final gegen Zug an die Wende. Steffi Kottmann (28) will zum Karriereende nochmals Meisterin werden.
Die 28-jährige Steffi Kottmann heute... (Bild Pius Amrein)

Die 28-jährige Steffi Kottmann heute... (Bild Pius Amrein)

Stephan Santschi

Den Mut hat man bei Spono Nottwil nicht verloren. Trotz der bitteren Niederlage im ersten Spiel des Playoff-Finals, der am letzten Sonntag erst nach Penaltyschiessen verloren ging. «Das wäre ganz schlecht, wenn wir jetzt schon aufgeben würden. Nein, der Wille, die Serie auszugleichen, ist vorhanden», betont Sponos Flügelspielerin Steffi Kottmann. 80 Minuten hatten sich die Luzernerinnen und der LK Zug einen Abnützungskampf geliefert, am Ende entschied das Lotterieduell vom Siebenmeterpunkt über Sieg oder Niederlage. Etwas, das im Handball grossen Seltenheitswert besitzt. «Es war schön, so etwas zu erleben, dieses Spiel spricht für die Attraktivität unseres Sports», sagt Kottmann. Klar hätte man lieber gewonnen. «Wir hätten aber schon in der regulären Spielzeit alles klarmachen sollen.» Angesprochen ist die 11:5-Führung nach 23 Minuten, welche Spono in der zweiten Halbzeit preisgab. «Weil wir vorübergehend nicht mehr so aggressiv zur Sache gegangen waren.»

Kottmann gehört zum Inventar

Spezielle Nachwehen habe der Handballkrimi nicht ausgelöst, vor der zweiten Partie morgen Samstag in Zug habe man trainiert wie immer. «Wir haben uns mit Zug auf Augenhöhe befunden. Nun streben wir nach einem weiteren Finalspiel vor unserer Kulisse.» Dazu bedarf es in Zug eines Sieges. Gelingt dies nicht, gewinnt der LKZ den vierten Meistertitel der Vereinsgeschichte und macht das Karriereende von Kottmann amtlich. Die Nottwilerin wird nämlich im Alter von 28 Jahren zurücktreten. «Mich mit einem Titel zu verabschieden, wäre natürlich perfekt», sagt die 1,65 Meter grosse und schnelle Gegenstossspezialistin.

Im Jahr 2006, beim letztmaligen Nottwiler Gewinn der Meisterschaft, war Kottmann Ergänzungsspielerin. In den letzten Jahren ist sie am linken Flügel zur Stammspielerin gereift. Sie holte 2011 und 2013 mit Nottwil den Cup. Bereits im Alter von sieben Jahren hatte sie ihr erstes Training in Nottwil bestritten. Sie gehört sozusagen zum Inventar des Vereins. Weshalb ist nun Schluss? «Ich mache diesen Sport sehr gerne. Von September bis Mai ordnet man ihm alles unter. Nun macht der Körper allmählich aber nicht mehr so mit», erzählt Kottmann, die nach grossen Belastungen merkt, dass sie als Teenager zwei Kreuzbandoperationen machen lassen musste.

Seit kurzem zweifaches Gotti

Was an die Stelle des Handballs treten wird, weiss die ausgebildete Marketingfachfrau, die für den Getränkehersteller Ramseier in Sursee arbeitet, noch nicht. Eine siebenwöchige USA-Reise mit der ehemaligen Teamkollegin Tamara Metzler beginnt am 6. Juni. Danach hat sie Kreatives im Sinn, auf welche Weise lässt sie noch offen. Mehr Zeit wird sie auch mit ihrer Familie verbringen die fünffache Tante ist zum ersten Mal Gotti geworden. Und das gleich doppelt. Ihre Schwester Gaby – die ehemalige Nationalspielerin verliess Spono Nottwil 2011 – brachte Anfang Mai die Zwillinge Shaira und Jamila auf die Welt.

Zunächst geht es für Kottmann und Nottwil nun aber darum, das sportliche Glück auf die eigene Seite zu zwingen. Mit der Revanche am Samstag für die historisch-dramatische Niederlage im Penaltyschiessen.

Hinweis

Frauen, SPL 1. Playoff-Final (Best of 3). 2. Spiel. Samstag: LK Zug - Spono Nottwil (18.00, Sporthalle). Stand 1:0.

Steffi Kottmann im Jahr 2011 gegen den LC Brühl. (Bild Pius Amrein)

Steffi Kottmann im Jahr 2011 gegen den LC Brühl. (Bild Pius Amrein)

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