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HANDBALL: Ihr Bruder ist stolz auf sie

Catherine Csebits (19) spielt seit dieser Saison im LK Zug im SPL1-Team und will mit den Zugerinnen den Playoff-Final erreichen. Die gebürtige Muttenzerin sieht ihre Zukunft aber im Ausland, wo sie bereits Erfahrungen gesammelt hat.
Michael Wyss
Catherine Csebits setzt sich auf höchstem Schweizer Niveau durch. (Bild: Christian Hildebrand (Zug, 18. März 2018))

Catherine Csebits setzt sich auf höchstem Schweizer Niveau durch. (Bild: Christian Hildebrand (Zug, 18. März 2018))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Ich träume von einer Karriere im Ausland, das ist doch klar und auch verständlich. Welche Spielerin meines Alters hegt diesen Wunsch nicht?», fragt Catherine Csebits rhetorisch. Die 19-jährige LKZ-Rückraumspielerin hat bereits erste Auslanderfahrungen gemacht und durfte beim dänischen Verein SK Aarhus im Nachwuchs schnuppern und mit der Profimannschaft mittrainieren. «Ich war letzte Saison in Dänemark in der Handballakademie. Das war eine grosse Bereicherung für mich. Dort wird der Handball richtig gelebt. Man spürt die Leidenschaft, die Begeisterung für diesen Sport. Es ist gut möglich, dass es mich in Zukunft wieder nach Dänemark zieht.»

Zurückgekehrt ist Csebits mit einer geballten Ladung an Erfahrung und einer Bronzemedaille, die sie mit dem U18-Team von Aarhus in der Meisterschaft gewann. «Das sind Eindrücke und Momente, die bleiben. Ich habe viel gelernt und mich als Mensch und Sportlerin weiterentwickelt.» Wie steht es um Vorbilder? «Es gibt einige Handballerinnen, die mich inspirieren. Generell sind es aber Menschen, die nach einer Verletzung oder einem Schicksalsschlag wieder aufstehen und sich ins Leben zurückkämpfen. Davor ziehe ich den Hut und habe grossen Respekt.»

Dank Bruder zum Handball

Aufgewachsen und wohnhaft ist die 1,65 Meter grosse Spielerin SPL1-Rückraumspielerin des LK Zug in Muttenz BL. Beim gleichnamigen Handballverein entdeckte sie auch die Freude an diesem Sport. «Mein Bruder Manuel, der heute in der NLB bei Möhlin spielt, hat mich damals zum Handball gebracht. Er motivierte mich dazu. Heute bin ich ihm dafür dankbar, denn ohne diesen Sport könnte ich mir ein Leben nicht vorstellen.» Blieb aus der Nachwuchszeit in Muttenz auch eine Erinnerung? Csebits: «Ja, die gibt es. Mein Bruder und ich erreichten mit dem U13-Team sogar einmal den dritten Rang an der Schweizer Meisterschaft. Das vergesse ich natürlich nie.» Und wie beschreibt Manuel Csebits (20) seine Schwester? «Sie ist ehrgeizig und verfolgt ihre Ziele akribisch. Was sie sich in den Kopf gesetzt hat, erreicht sie auch. Sie ist auch sensibel, nimmt die Kritik manchmal etwas zu persönlich und macht sich zu viele Gedanken darüber. Sie ist eine starke Persönlichkeit und für ihr Alter sehr reif. Sie blieb auch immer auf dem Boden und hob nie ab. Ich bin sehr stolz auf sie.»

Später wechselte die 19-Jährige, die im Sommer die Matura abschliesst, zu Basel Regio, dem heutigen ATV/KV Basel. Wie kam es auf diese Saison hin zum Wechsel nach Zug? «Ich suchte nach meinem Dänemark-Abstecher eine neue Herausforderung, da ich mich in Basel nicht mehr sportlich weiter entwickeln konnte. Mir fehlten die Perspektiven, weil in der Region um Basel nicht mehr auf SPL1-Niveau gespielt wurde.» Eine Anfrage des LKZ konnte Csebits, die ungarische Wurzeln hat, dann nicht ausschlagen: «Ich war natürlich erfreut, als ich vom Verein kontaktiert wurde. Der LKZ ist in der Schweiz eine Top­adresse und geniesst in Sachen Ausbildung einen hervorragenden Ruf. Mir war nach dem guten Gespräch klar, dass ich nach Zug wechseln würde nach meinem Auslandsjahr.»

Der Playoff-Final ist noch ein Thema

Wie zufrieden ist Csebits, die seit der Saison 2016/17 auch dem Frauen A-Nationalteam angehört, mit der bisherigen Saison in der SPL1? «Ich war ja lange Zeit verletzt (sie hatte einen Ermüdungsbruch im Fuss, Anm. d. Red.) und konnte erst im Januar dieses Jahres wieder mit dem Team mitspielen. Ich sehe der Entwicklung aber positiv entgegen. Den Schweizer Cup können wir nicht mehr holen, nun ruht unsere Hoffnung auf der Meisterschaft. Wir können den Final noch schaffen», ist Csebits überzeugt. Momentan hat Zug eine Hypothek von vier Zählern auf Brühl aufzuholen. «Das ist machbar, wenn wir in den letzten fünf Partien der Finalrunde eine Siegesserie starten. Dass wir es können, haben wir mehrmals bewiesen.»

Das wegweisende Spiel wird nach Ostern auf dem Programm stehen. Der LKZ trifft am Sonntag, 8. April, vor heimischer Kulisse auf Brühl (17.30, Sporthalle). «Es wäre natürlich schön, wenn wir um den Meistertitel mitspielen könnten. Unsere treuen Fans hätten das verdient», sagt Csebits. Für sie wäre die Finalteilnahme ein weiterer Mosaikstein in der noch jungen Karriere.

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