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HANDBALL: In die Champions League, da will er wieder hin

Keiner wirft in dieser Saison bei Kriens-Luzern so viele Tore wie Aleksandar Radovanovic (22): Im Spiel gegen Suhr waren es 13 Stück.
Aleksandar Radovanovic (22) im Heimspiel gegen Suhr Aarau. (Bild: Corinne Glanzmann (Kriens, 19. Februar 2017))

Aleksandar Radovanovic (22) im Heimspiel gegen Suhr Aarau. (Bild: Corinne Glanzmann (Kriens, 19. Februar 2017))

Es war Mihailo, sein nur ein Jahr älterer Bruder, der ihm, der zu Beginn dieser Saison neu verpflichteten Trouvaille des HCK, riet: «Aleks, vergiss Fussball, vergiss Basket- und Volleyball. Du bist für den Handball geboren.» Aleksandar nahm sich den Ratschlag zu Herzen; sein Bruder dürfte den Wink mit dem Zaunpfahl inzwischen bereut haben: Mihailo steht nämlich auch in der Schweiz im Sold, als Goalie bei Suhr – und kassierte letzten Sonntag eben genau diese 13 Stück. «Sorry», sagt Aleksandar Radovanovic artig, «ich habe nur meinen Job gemacht.»

Aleksandar, der Jüngere, der nicht zuletzt auf Anraten seines Stammesälteren aus der zweiten französischen Division (JS Cherbourg Manche HB) sportlich in die Innerschweiz zügelte, entstammt einer serbischen Handball-Hochburg. In Cacak, einer 180'000 Einwohner zählenden Stadt, rund 150 Kilometer südlich von Belgrad gelegen, schlenzte er als Zehnjähriger die ersten Distanzschüsse, stemmte sich mit viel Talent in die Nachwuchs-Landesauswahlen, spielte mit 17 Jahren mit Partizan bereits Champions League. «Wissen Sie was», erklärt er: «Wenn ich eine Auslegeordnung meiner Karriereziele mache, dann habe ich nur eines im Kopf: noch einmal die unglaubliche Atmosphäre der Champions League erleben.» Mit wem? «Klare Sache», fügt er schmunzelnd an: «Mit Kriens. Wir haben das Zeug dazu.»

Sportlich schwebt Aleksandar, der Wurfgewaltige, auf Wolke sieben, privat hat er «so herzlichen, lieben» Zugang zu Boris Stankovic, der HCK-Gallionsfigur gefunden. Jetzt, da ihm handballerisch der Knopf endgültig aufgegangen ist und er einmal mehr auch auf dem Radar grosser Vereine aus Topligen auftaucht, fehlt ihm zum perfekten Glück nur noch Kristina, seine Angetraute und grosse Liebe: «Sie lebt in Belgrad und ist schwanger», berichtet der 1,92 Meter grosse und 94 Kilogramm wiegende Goalgetter, «wir hatten die Absicht, dass sie bald zu mir nach Kriens kommt. Leider haben sich diese Pläne zerschlagen», bedauert er, «ich werde bis im Juni auf meine Liebsten warten müssen. Das macht mich traurig.» Boris Stankovic, der HCK-Doyen, ist sein Mentor, und der sagt: «Aleksandar ist mein legitimierter Nachfolger. Ich habe noch nie einen so guten jungen Typen kennen gelernt. Er weiss genau, was es braucht, um im Sport vorwärts zu kommen.» Der auch in der Juristerei und in der Wirtschaft Studierte retourniert die Komplimente: «Ich habe Boris so viel zu verdanken. Er hilft mir, wo er kann.» Also auf dem Weg zu einem überragenden Rechtsaufbauer: «Christian Zeitz von Kiel ist mein grosses Vorbild, der hat eine unerhörte Effizienz.» Und einmal für Serbiens Nationalteam auflaufen zu dürfen: «Das wäre das Grösste.»

Gegen Pfadi will er an die gute Leistung anknüpfen

Am Samstagabend (18.30, Maihofhalle) werden kleinere, hoffentlich indes trotzdem feine Brötchen gegessen: «Ich habe gegen Suhr ein gutes Spiel gezeigt», sagt Radovanovic, «meine Tore habe ich aber nicht für mich, sondern für das Team geworfen. Da will ich gegen Pfadi Winterthur anknüpfen. Weil ich Kriens so dankbar bin: Es ist wunderbar, hier Handball spielen und leben zu dürfen.» Bald auch als Familienvater. Bald auch als Champions-League-Akteur für den HCK?


Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

«Super Saturday» vereint Handball und Basketball

Zwei Sportarten, ein Highlight: Am Samstag veranstalten der HC Kriens-Luzern und Swiss Central Basketball in der Maihofhalle zum zweiten Mal ein gemeinsames Doppelspiel. Am «Super Saturday» soll der sportinteressierten Bevölkerung aus der Zentralschweiz gezeigt werden, was der Hallensport in der Region zu bieten hat. (red)

NLA-Basketball. Samstag, 16.00: Swiss Central - BC Winterthur.
NLA-Handball. 18.30: Kriens-Luzern - Winterthur.
1.-Liga-Handball. 20.30: SG Pilatus - BSV Stans.

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