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HANDBALL: In ungemütlicher Lage

Nach einer zweiwöchigen Besinnungspause will Kriens heute gegen GC Amicitia wieder angreifen. Dabei stehen ausgerechnet frühere Zürcher Akteure in der Pflicht.
Roland Bucher
Teamstütze Fabio Baviera (links) trat letzte Woche zurück – wegen Motivationsproblemen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 7. Oktober 2017))

Teamstütze Fabio Baviera (links) trat letzte Woche zurück – wegen Motivationsproblemen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 7. Oktober 2017))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Captain Tom Hofstetter, der sich seit Februar von einem Kreuzbandriss erholt, hat noch nicht die Reife erlangt, um seinem Team als Chefdenker auf der Mittelposition Hilfestellung zu leisten. «Es ist zu früh, basta. Ich habe ­einige Trainings mit dem Team absolviert, gemerkt, dass ich noch nicht so weit bin. Es wäre fahrlässig, das Comeback zum jetzigen Zeitpunkt zu erzwingen.»

Dabei könnten sie ihn, den Regisseur, so gut gebrauchen. Der HC Kriens-Luzern liegt nach zwei Dritteln der Qualifikation weit neben der selbst gezimmerten hohen Vorgabe – es droht sogar die Gefahr, die Finalrunde zu verpassen. «Die Lage ist absolut prekär», redet Hofstetter im Klartext, «wenn wir die nächsten beiden Spiele gegen Amicitia und Otmar nicht gewinnen, wird es ganz eng.» Denn: Im Dezember wartet die Elite, zu welcher Kriens eigentlich hätte aufschliessen wollen: Schaffhausen, Winterthur, Wacker Thun. «Die Mannschaft hat in den letzten zwei Wochen enorm intensiv trainiert – wir werden es schaffen, den Schalter zu kippen», verspricht Hofstetter.

Es ist ein spezielles Spiel gegen Amicitia heute Abend (18.00, Maihofhalle). Kein Geheimnis ist, dass sich der HCK und sein General, CEO Nick Christen, gerne bei GC Amicitia bedienen, wenn es im Kader ­Lücken zu stopfen – oder sagen wir mal anständiger: Talente ans Land zu holen gilt. Gleich fünf frühere Teamstützen der Zürcher kämpfen mittlerweile für Kriens-Luzern und stehen mit Aus­nahme von Severin Ramseier, der rekonvaleszent ist, heute absolut in der Pflicht:

  • Paul Bar, der Goalie: Er ist zusammen mit dem Neo-Internationalen Adrian Blättler der Einzige, der sich diese Saison keine Tolggen aufstempeln lassen musste. Hält er heute dicht wie gewohnt, ist das die Basis zum Sieg.
  • Daniel Fellmann, Abwehrstratege und Kreisläufer: Ist in die Jahre gekommen, nicht alles geht mehr so leicht von der Hand. Die Verantwortung ist nach Bavieras Rücktritt gestiegen. Wird der Malterser den zwei Sätteln als Defensivchef und Kreisspieler gerecht?
  • Luca Spengler: Gilt nach wie vor als eines der grössten Talente im Linksaufbau. Kann Spiele im Alleingang gewinnen – und im Schlendrian verlieren.
  • Lucas Engler: Rohdiamant im Rechtsaufbau. Wurde ins kalte Wasser geworden, weil Radovanovic grossmehrheitlich verletzt ist. Machte seine Sache bisher ordentlich.

Übrigens: Auch Fabio Baviera spielte als Jungspund mal für Amicitia. Motivationsprobleme drängten ihn letzte Woche zum Rücktritt: «Dieser Entscheid hat viel Mut gebraucht», sagt Captain Tom Hofstetter. Was er dabei nicht erwähnt: Kriens wird Fabio Bavieras Muskelmasse vermissen.

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