HANDBALL: Klarer Sieg der Krienser Handballer im Cup

Pflichtaufgabe erfüllt, nächste Cuprunde erreicht: Der HC Kriens-Luzern wird seiner Favoritenrolle in der Cuprunde gerecht und gewinnt in Solothurn deutlich mit 38:29.

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Mit neun Treffern in Solothurn der beste Krienser: Peter Schramm. (Bild: Archiv Philipp Schmidli)

Mit neun Treffern in Solothurn der beste Krienser: Peter Schramm. (Bild: Archiv Philipp Schmidli)

Die Hoffnung für den TV Solothurn währte kaum 10 Minuten. Solange blieb der Unterklassige dran. Und so lange dauerte es, bis der HC Kriens-Luzern einigermassen im Spiel angekommen war. Dann war es vorbei mit der Gutmütigkeit der Zentralschweizer. Der Gast aus der Innerschweiz zog unwiderstehlich davon. Dabei zeigten die Zentralschweizer eine gute Leistung. Dass sogar ein noch deutlich höherer Sieg möglich gewesen wäre, wird bald mal nur noch intern ein Thema sein, vergab doch der HCK trotz vielen Toren zahlreiche Chancen.

Insbesondere in Halbzeit 2, als beim aktuellen Leader der 1. Liga die Kräfte zu schwinden begannen und der HCK zu einigen Gegenstossmöglichkeiten kam, haperte es mit der Chancenauswertung. Solothurn nutzte dies zu etwas Resultatkosmetik für die Moral. Nur interessiert das im Cup halt spätestens nach dem Schlusspfiff nicht mehr sonderlich.

Aus Sicht des HCK gab es in der Defensivarbeit noch die eine oder andere Unstimmigkeit. 29 Gegentore bei sehr vernünftigen Torhüterleistungen sind da doch etwas viel. Da wird man in den verbleibenden Tagen bis zur Partie in Winterthur noch den Hebel ansetzen.

Offensiv zeigte der HCK eine gute Leistung, aus der mit Peter Schramm der Rückkehrer herausragte. Mit 9 Toren war er nach seiner Schulterverletzung in sehr guter Spiellaune und nutzte die Partie, um sich wieder an den Wettkampfrhythmus heranzutasten. Wohlwissend, dass ihm am Samstag eine andere Deckung gegenüberstehen wird. Stark zeigte sich auch Nik Tominec, der mit 6 Treffern zweitbester Skorer der Krienser war.

Damit hat der HC Kriens-Luzern erwartungsgemäss die Achtelsfinals erreicht. Gespielt wird am 20. Dezember kurz vor Weihnachten. Und die Chance steigt, dass dem HCK dann ein NLA-Club zugelost wird. Mit St.Otmar und Gossau sind allerdings zwei A-Clubs bereits ausgeschieden.

Für den HCK heisst es jetzt aber schnellstmöglich umschalten. Zuerst wartet jetzt die heisse Phase der NLA-Meisterschaft. Und die ist mit dem Strichkampf tatsächlich brandheiss. Und es würde nicht erstaunen, wenn da noch das eine oder andere überraschende Ergebnis in der eng zusammengerückten Liga für Schlagzeilen sorgen würde. Da wird der HCK um jeden einzelnen Punkt mit 110 Prozent Engagement fighten müssen. Ab besten gleich von der ersten Minute an. Und die steht bereits am frühen Samstag abend in der Eulachhalle auf dem Programm. Immerhin: Der Sieg im Cup war dazu ein guter Auftakt. Und ein erfolgreicher obendrein.

TV Solothurn (M1) - HC Kriens-Luzern 29:38 (13:19)

CIS-Halle Solothurn, Zuschauer.- SR Baumann/Cristallo

Spielverlauf: 5:6, 9:13, 13:19; 16:29, 22:34, 24:37, 29:38

HC Kriens-Luzern: Portmann/Schelbert (ab 31.); Baumgartner (4), Baviera, Blättler (1), Fellmann (2), Hofstetter (2), Mühlebach (5), Schramm (9), Stankovic (4), Stojanovic (4/1), Tominec (6/2).

Bemerkungen: Strafen: je 2x2 Minuten. HC Kriens-Luzern ohne Lima, Gwerder, Spengler, Vögtli und Weingartner.