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HANDBALL: Kriens-Luzern verliert trotz viel Kampfgeist

Trotz grossem Verletzungspech gut gekämpft, den Favoriten ins Wanken gebracht, trotzdem verloren: Der HC Kriens-Luzern unterliegt im ersten Heimspiel der Saison gegen Pfadi Winterthur mit 27:31 (12:15).
Tobias Baumgartner vom HC Kriens-Luzern (links) wird von Marcel Hess von Pfadi Winterthur gestört. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Tobias Baumgartner vom HC Kriens-Luzern (links) wird von Marcel Hess von Pfadi Winterthur gestört. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Mit Blick auf die Verletztenliste aber muss man sagen: Der HC Kriens-Luzern verliert «nur» mit 4 Toren. Denn der Auftritt des Teams war über weite Strecken kämpferisch und gut. Letztlich fehlte es an Qualität, Alternativen und an Cleverness, um aus der Situation mehr zu machen.

Wer Pech hat, braucht sich um Unglück nicht zu bemühen! So in etwa hat der HC Kriens-Luzern seine Heimpremiere der eben angefangenen Saison hinter sich gebracht. Nachdem mit Schelbert und Vögtli schon in der Vorbereitung zwei Spieler fehlten, kam letzten Samstag Teamleader Dani Fellmann neu auf die Liste der Abwesenden. Nach einem heftigen Zusammenprall im Startspiel gegen den RTV Basel am letzten Samstag war er noch nicht wieder einsatzfähig. Und als ob das nicht schon genug wäre, zog sich Aufbauer Peter Schramm im Dienstagstraining bei einem Sturz eine Knieverletzung zu, die ihn an Stöcken gebunden zum Zuschauer verdammte.

Tobias Baumgartner vom HC Kriens-Luzern setzt sich gegen Pfadi-Spieler Marcel Hess durch. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Steigt höher als alle anderen: Tobias Baumgartner vom HC Kriens-Luzern gegen die Winterthurer Spieler Mila Corocic (links) und Marcel Hess. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Filip Gavranovic vom HC Kriens-Luzern beim Abschlussversuch. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
3 Bilder

HC Kriens-Luzern - Pfadi Winterthur 27:31


Wer diese Absenz einer halben Mannschaft sieht und dann den Auftritt gegen Pfadi Winterthur verfolgte, der müsste eigentlich zufrieden sein: «Nur» 27:31 verloren, über weitere Strecken gut gekämpft, das Mögliche versucht, alles gegeben. Aber halt eben letztlich an fehlenden Alternativen, an dünner Personaldecke, mitunter auch an einer zu hohen Fehlerquote gescheitert. Da nützt die gute Leistung zwar fürs Selbstvertrauen, nicht aber für die Punktebilanz.

Wenn da nur nicht diese Chance gewesen wäre, aus der Partie trotz allem mehr herauszuholen als nur eine ehrenvolle Niederlage. Und diese Chance war da. Aber um sie zu nutzen, fehlte beim HCK letztlich die Cleverness. Es fehlte die absolute wilde Entschlossenheit, ja die Verbissenheit, allem Unbill zum Trotz «etwas zu reissen» an diesem Abend. Und es fehlte auch etwas das Schlachtenglück, das es für einen «Flow» eben auch braucht.

Der HC Kriens-Luzern kämpfte im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten solide - aber mit faktisch drei NLA-Neulingen auf dem Platz (Goalie Ineichen, Linkshänder Lehmann und Kreisläufer-Ersatz Riederer aus dem NLB-Team der SG Pilatus) darf man nicht jene Abgebrühtheit erwarten, wie sie ein Marcel Hess (übrigens ursprünglich in Hochdorf in sein Handballerleben gestartet...) nach 112 Länderspielen und fast 450 NLA-Einsätzen auf die Platte bringt. Dabei war es wohl dieser Marcel Hess, der an diesem Abend den Unterschied ausmachte.

Immerhin: Aufgegeben hat sich der HC Kriens-Luzern nie. Angetrieben von einem starken Tom Hofstetter im Rückraum wurde versucht, mit geschickt dosiertem Aufwand ans Ziel zu kommen. Doch in der Deckung war die Abstimmung mangelhaft. Bei fehlendem Rückhalt von den Keepern (sie hatten am Schluss ganze 5 Saves bei 31 Toren notieren lassen) gelang es Pfadi in heiklen Phasen immer relativ leicht, zu Torerfolgen zu kommen.

Dazu unterliefen den Zentralschweizern in der Offensive zu viele Fehler, und die Defensive fand nie zu jener Kompaktheit, die es auch gegen ein Pfadi-Ensemble, das noch weit von seiner Bestform entfernt zu sein scheint, brauchen würde. Wenn der Favorit in der Schlussphase doch noch einmal wankte, dann ist das ein Kompliment ans Krienser Kämpferherz. So begann es in der Halle zu brodeln, als Adrian Blättler nach 53 Minuten den Anschluss zum 25:26 erzielte. Lag da noch was drin? Doch Pfadi spielte seine Cleverness und Routine geschickt aus und liess nichts mehr anbrennen.

Klar ist: mit ehrenvollen Niederlagen kann sich der HCK nichts kaufen. Und dennoch zeigte die Partie, dass diese Mannschaft auf einem vernünftigen Weg ist. Zwar verfügen einige der Spieler noch über Luft nach oben. Doch wenn zumindest einige der Verletzten wieder zurück sind, darf man sich auf die Auftritte dieses Teams absolut freuen.

Benedikt Anderes

HC Kriens-Luzern - Pfadi Winterthur 27:31 (12:15)

Krauerhalle, 650 Zuschauer. SR Sager/Styger

Spielverlauf: 0:1, 1:1 2:2, 3:2, 4:3, 4:7, 6:8, 7:10, 8:12, 10:12, 10:14, 12:15; 14:16, 16:17 (34.), 18:19, 19:22, 20:23, 21:25, 23:26, 25:26 (53.), 25:28 (56.), 26:28, 26:30, 27:30, 27:31.

HC Kriens-Luzern: Portmann/Ineichen (24.-30.); Mühlebach, Blättler (3), Lehmann, Spengler (1), Riederer, Gwerder, Stojanovic (3), Baviera (2), Stankovic (7/2), Baumgartner (6), Hofstetter (5). Pfadi Winterthur: Vaskevicius/Bringolf (ab 57.); Ott, Maros (4), Corovic (2), Tynowski, Hess (10), Peccoraro, Celestin (2), Sidorowicz (5), Lier (5), Jud (1/1), Scheuner (2).

Bemerkungen: Kriens ohne Fellmann, Schramm, Vögtli und Schelbert. Pfadi ohne Freivogel und Svajlen. Strafen: Kriens 4, Pfadi 6x2 Minuten inkl. rote Karte gegen Sidorowicz (3x2, 56.). J.P. Chenet Best Player: Tom Hofstetter (HC Kriens) und Marcel Hess (Pfadi Winterthur).

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