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HANDBALL: Kriens rechtzeitig erwacht – Auftaktsieg gegen GC Amicitia

Kriens-Luzern gewinnt sein Saison-Startspiel bei GC Amicitia 27:24 (11:14). Das Team von Trainer Heiko Grimm muss dabei einige Schrecksekunden verdauen.
Mit 9 Treffer der erfolgreichste Krienser Torschütze: Luca Spengler. (Archivbild Roger Grütter)

Mit 9 Treffer der erfolgreichste Krienser Torschütze: Luca Spengler. (Archivbild Roger Grütter)

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Nach 20 Minuten rieben sich die Fans verwundert die Augen: Kriens, diese hoch ambitionierte Mannschaft mit unverhohlenem Blick auf einen Pokalgewinn, lag gegen ein wesentlich tiefer eingeordnetes GC Amicitia nicht zwei oder drei Tore, sondern gleich 4:10 zurück. Da habe er sich schon seine Gedanken gemacht, gestand HCK-Manager Nick Christen, «aber mulmig ist mir nicht geworden. Ich habe gespürt, dass wir die Partie noch kehren werden.»

Beim HCK hatte bis zu diesem Zeitpunkt wenig zusammengepasst, Goalie-Verstärkung André Willimann, sträflich im Stich gelassen von seinen Vorderleuten, hatte zum Beispiel exakt einen von zehn Schüssen abgewehrt. Und vorne, im Angriff, wo man sich in gute Schusspositionen ellbögelt, traumtanzten die HCK-Offensivleute schon fast provokativ.

Nun, Kriens korrigierte den schrecklichen Fehlstart noch vor der Pause einigermassen, und Heiko Grimms mahnend-scharfe Wort zur Halbzeit verfehlten die Wirkung nicht. Zu den zweiten 30 Minuten kamen keine Krienser Schlafmützen mehr, sondern eine aufgeweckte Einheit aufs Feld. Nach 41 Minuten erzielte Linksflügel Adi Blättler den erstmaligen Führungstreffer zum 17:16, und spätestens acht Minuten vor Schluss, als Radovanovic zum 24:21 skorte, hatte Grimms Truppe die erwartete Ernte doch noch eingefahren.

Kleine Ironie des Amicitia-Schicksals: Ausgerechnet Luca Spengler, der seine handballerische Ausbildung bei den Zürchern erlebt hatte, lief zur Hochform auf und besiegelte mit neun Treffern das Verdikt.

HC Kriens-Luzern mit internationaler Tauglichkeit?

Gelegenheit, es ohne den gestern inszenierten, gefährlichen Fehlstart besser zu tun, erhält der HCK am Sonntag: dann steigt er in der Maihofhalle (17.00) ins Europacup-Abenteuer, welches ihm in der ersten Runde den ukrainischen Meisterschaftszweiten ZTR Zaporoshye bescherte. «Ein Widersacher, der in unserer Reichweite liegt», betont HCK-Chef Christen, der darauf hinweist, dass «internationale Einsätze für unsere Mannschaft einen enormen Reifeprozess darstellen». Christen geht davon aus, dass man das Heimspiel mit mindestens vier Toren, «besser aber mit fünf, sechs Treffern Differenz» gewinnen müsse, um im Rückspiel bestehen zu können. «Für dieses Vorhaben müssen wir uns aber tüchtig steigern.»

NLA. Qualifikation. 1. Runde: GC Amicitia Zürich - Kriens-Luzern 24:27 (14:11). St. Otmar St. Gallen - Kadetten Schaffhausen 29:33 (12:18). Wacker Thun - Fortitudo Gossau 34:20 (14:8). BSV Bern Muri - Endingen 33:25 (17:10). Suhr Aarau - Pfadi Winterthur 20:20 (8:).

GC Amicitia - Kriens-Luzern 24:27 (14:11)

150 Zuschauer. – SR Brunner/Salah.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia Zürich, 7-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.

GC Amicitia Zürich: Schelling/Ineichen; Frietsch (6/1), Pospisil (3), Leitner (3), Laszlo, Pocz-Nagy, Bakos (3/3), Heyme (4), Dannmeyer (4), Quni, Koller (1), Sartisson.

Kriens-Luzern: Willimann/Bar (1/ab 23.); Fellmann (1), Bucher, Wipf (2), Blättler (2), Engler (3), Spengler (9), Vögtli (2), Alili, Brücker, Radovanovic (3/1), Gnos, Delchiappo, Schram

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