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HANDBALL: Kriens zeigt Zähne – ein grosser Sieg

Der HC Kriens-Luzern schlägt in einem hochdramatischen Spiel Schaffhausen mit 29:25 (16:11), rückt damit auf Rang drei vor – und ist für die Playoffs bereit.
Roland Bucher
Der Krienser Albin Alili wirft eines seiner sechs Tore. (Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 5. April 2017))

Der Krienser Albin Alili wirft eines seiner sechs Tore. (Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 5. April 2017))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Es war ein eindrückliches, es war das beste Spiel, das Kriens in dieser Finalrunde ablieferte. Es waren Kämpferherzen, die sich durch die enorme Absenzenliste (Portmann, Hofstetter, Nyffen­egger, Ramseier, Vögtli, Mühlebach, Spengler) nicht irritieren – dafür eben ihre Kämpferherzen sprechen liessen. Es war ein Handballabend, der in den Herzen der Fans haften bleibt: Sie standen am Schluss auf den Bänken, dankten für den enormen Kraftakt mit stürmischem Applaus. Heiko Grimm, der Trainer, war gerührt: «Für solche Momente lebst du als Sportler. Wir haben heute etwas wahrgemacht, das unmöglich schien.»

Ein bärenstarker Bar im Tor

Ankermann eines Sieges, der sich in der ersten Halbzeit schon andeutete, der indes wenige Minuten vor Schluss nochmals in Gefahr geriet (26:25), war einmal mehr Paul Bar: der polnisch-stämmige Goalie zog den überheblich wirkenden Schaffhauser Torschützen den Zahn, und wer ein bisschen zum Träumen neigt, der wagt sogar zu behaupten: Mit diesem Schlussmann der Sonderklasse kann Kriens noch viel mehr erreichen. Sogar den Playoff-Final. Sogar … nun, lassen wir das vorerst bleiben. Indes wollte Bar aber doch betont haben: «Für das Selbstvertrauen war dieser Prestigesieg enorm wichtig. Wir wissen jetzt, dass wir die Kraft und die Klasse besitzen, jedes Team zu schlagen.» Erst recht, wenn er hält, was er verspricht: «Danke für die Komplimente», schmunzelte der Keeper, der sogar ein Tor warf, «aber heute war ich nur Durchschnitt.» Wie stark ist denn dieser Bar im Überdurchschnitt?

Es war ein Sieg eines unerhört motivierten Kollektivs, aus welchen wie immer schon in den letzten Partien Radovanovic, Schramm und vor allem Blättler herausragten. Einer reihte sich gestern in den Bund der Spielträger ein, dem in dieser Finalrunde noch nicht viel gelungen war: Albin Alili, ausgerechnet er, die Schaffhauser Leihgabe, warf am Schluss die entscheidenden Tore. Gut zu wissen, dass er für die Endausmarchung rechtzeitig in Form kommt – als Spielgestalter im Rückraum, aber auch als Torewerfer. Siegt der HC Kriens-Luzern am Samstag in Bern, ist ihm Rang 3 in der Finalrunden-Endabrechnung nicht mehr zu nehmen. Damit würde er in den Playoffs-Halbfinals Serienmeister Schaffhausen ausweichen und auf Winterthur treffen.

Nach dem gestrigen Abend drängt sich indes durchaus die Frage auf: Ist es überhaupt erstrebenswert, diesem in den Grundfesten arg erschütterten Schaffhausen aus dem Weg zu weichen? Oder anders rum: Heiko Grimms Truppe hat gestern bewiesen, dass sie sich vor keinem Gegner zu fürchten braucht.

Kriens-Luzern – Schaffhausen 29:25 (16:11)

700 Zuschauer. – SR Brunner/Salah.

Strafen: 6-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Stankovic/60.) gegen Kriens-Luzern, 5-mal 2 Minuten plus rote Karte (Graubner/47.) gegen Kadetten Schaffhausen.

Kriens-Luzern: Bar (1)/Wenger (für 1 Penalty); Fellmann, Wipf (3), Blättler (6), Alili (6), Delchiappo, Stankovic (2), Radovanovic (7), Schramm (4).

Kadetten Schaffhausen: Marinovic/Kindle (ab 31.); Meister (4), Delhees (1), Liniger (2), Küttel (6/2), Richwien (2), Graubner (1), Pendic, Brännberger (2), Csaszar (4/1), Markovic (3), Maros.

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Hofstetter, Ramseier, Nyffenegger, Vögtli, Spengler, Portmann und Mühlebach. Kadetten ohne Szyba und Tominec (alle verletzt). Verschossene Penaltys: 1:2.

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