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HANDBALL: Krienser Handballer deklassieren den Meister

Die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern nutzen die Gunst der Stunde und deklassieren in der eigenen Halle einen offenbar matten Meister und Champions League-Teilnehmer Wacker Thun mit 28:20 (15:10).
Der Krienser Ron Delhess setzt sich gegen die Thune Stefan Huwyler (links) und Georgis Chalkidis durch. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Der Krienser Ron Delhess setzt sich gegen die Thune Stefan Huwyler (links) und Georgis Chalkidis durch. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Es sei einmal gesagt - und dann ist genug: Dieses Wacker Thun lief auf dem Zahnfleisch durch die Krauerhalle. Der Punktgewinn in Skopje am späten Sonntagabend hatte beim Team von Trainer Martin Rubin physisch und psychisch deutliche Spuren hinterlassen. Dazu war die Liste der Abwesenden bald schon länger als jene der aktiven. Aber die Berner Oberländer hatten in Skopje auch ohne Caspar, Isajlovic und Franic gegen Metalurg geglänzt.

Die beiden Topskorer im Direktduell: Boris Stankovic vom HC Kriens-Luzern (links) gegen Lukas Von Deschwanden. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Der Krienser Thomas Hofstetter spielt einen Pass auf den Kreisläufer. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Andreas Portmann vom HCK mit einer Parade (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Krienser Thomas Hofstetter überloppt mit einem Pass den Thuner Stefan Huwyler, rechts wartet Daniel Fellmann auf den Pass. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Der Krienser Daniel Fellmann wird von den Thunern Stefan Huwyler (links) und Georgis Chalkidis zu Fall gebracht. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Krienser Ron Delhess kann von den Thunern Stefan Huwyler und Georgis Chalkidis nicht gestoppt werden. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Adrian Blättler vom HCK beim Abschlussversuch. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Der Krienser Nicolas Raemy beim Abschluss. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
Boris Stankovic mit einem Abschlussversuch. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
9 Bilder

HC Kriens-Luzern - Wacker Thun 28:20

Umso wertvoller ist für den HC Kriens-Luzern dieser Erfolg. Von einem schwachen Start der Innerschweizer profitierte vorerst der Gast, den der Urner und ex-Krienser Lukas von Deschwanden (die ersten vier Tore der Thuner gingen auf seine Kappe) im Spiel hielt. Nach den ersten 10 Minuten aber hatte sich der HCK insbesondere in der Defensive langsam aufgestellt. 4:7 lagen die Hausherren hinten, als in der Defensive mit dem Eintritt von Daniel Fellmann ein Aggressivleader und Ordner das Diktakt übernahm. Der räumte zusammen mit Peter Schramm im Zentrum tüchtig auf, der Rest des Teams fing Feuer und «brannte» in der Folge. Mit sichtbarer Freude wurde in der Abwehr gerackert und gefightet, jeder gewonnene Ball bejubelt, als wärs gerade der siegbringende Treffer. Diese Leidenschaft, diese Begeisterung und dieser Glaube daran, gegen den Meister etwas reissen zu können nach neun Niederlagen, beseelte das Team.

Und das führte zur aus Thuner Sicht desaströsen Bilanz: von der 13. bis zur 30. Minute schafften sie gerade mal 2 Tore!! Vom 5:8 (12.26) kippte das Spiel zum 15:10 - und das Berner Debakel nahm seinen Lauf.

Denn hinter der starken Deckung stand beim HCK ein brillant aufgelegter HCK-Goalie Roman Schelbert. Der Muotathaler bewies einmal mehr, warum er zu den besten seines Fachs in der Schweiz gehört. Und das nicht in einzelnen Spielen, sondern auf konstant hohem Niveau über lange Zeit. Ein gutes Dutzend Paraden liess er sich gutschreiben, die mitunter auch auf gute Deckungsarbeit und gute Absprachen mit den Vorderleuten zurückzuführen war.

An diesem Vorsprung arbeitete das Team konsequent weiter. Und bei den Thunern nützte nicht einmal der Dress-Wechsel in der Pause etwas (sie hatten versehentlich ebenfalls ein grünes Dress angezogen, das aber mit den HCK-Farben zu viel Verwechslungsgefahr barg, weshalb der Gast die Pause zum Tenuewechsel nutzte). Also ob Thuns Trainer Rubin das Debakel ahnte, verlängerte er die Teepause für sein Team gleich um 5 Minuten. Genützt hat es allerdings nichts. Denn der HC Kriens Luzern machte dort weiter, wo er mit der Demontage des Meisters vor dem Seitenwechsel aufgehört hatte.

Ganze 4 Tore erzielten die Thuner im dritten Drittel der Spielzeit - was natürlich in keinem Handballspiel auch nur minimste Chancen auf einen Erfolg gewährt. Der HCK setzte derweil zum Schaulaufen an und pushte sich und die 900 Fans in der Krauerhalle zum erhofften Handball-Fest.

Am Schluss siegten die Zentralschweizer hochverdient mit 28:20 und setzten sich damit in der Spitzengruppe der NLA definitiv fest. Denn inzwischen hat man auf den viertplatzierten Verfolger schon vier Punkte Vorsprung. Und Wacker Thun liegt bereits fünf Punkte zurück - ein gutes Gefühl für die kommenden Spiele. Denn wenn das Team auch die nun folgenden Partien mit der gleichen Einstellung angeht wie jenes gegen Thun, braucht es sich eigentlich vor keinem Team dieser Liga zu verstecken. Und dann kann die «Mission Playoffs» demnächst gestartet werden, weil die Finalrunde auch rein rechnerisch und in der Theorie nicht mehr zu verfehlen ist.

HC Kriens-Luzern - Wacker Thun 28:20 (15:10)
Krauerhalle Krienms, 900 Zuschauer. SR Baumann/Cristallo
Spielverlauf: 0:2, 1:4, 2:5, 4:7, 5:8 (15.), 11:8 (23.), 12:10, 15:10; 17:10, 18:12, 20:12, 21:13, 22:14, 23:15, 25:16, 26:18, 27:19, 28:20.
Strafen: HCK 5, Wacker Thun 4x2 Minuten

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Portmann (1 Penalty und ab 51.); Fellmann (1), Mühlebach (1), Raemy (2), Blättler (5), Spengler, Delhees (4), Baviera, Hess (1), Stankovic (5/5), Baumgartner (4), Schramm, Hofstetter (5).

Wacker Thun:Merz/Winkler (ab 31.); Linder (3), Dähler (2), Lanz, Friedli (1), von Deschwanden (6), Bhend, Chalkidis, Rathgeb (2), Huwyler (1), Hüsser (2), Studer (1), Dokic (2).

Bemerkungen: Kriens ohne Stojanovic; Wacker ohne Caspar, Franic, Isailovic. Penalties: 42. Schelbert hält Penalty von von Deschwanden (20:12). 58. Portmann hält Penalty von Linder (28:16).
J.P. Chenet Best Player Award: Roman Schelbert (HC Kriens-Luzern) und Lukas von Deschwanden (Wacker Thun)

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

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