HANDBALL: Krienser Handballer verlieren zum Auftakt

Der HC Kriens-Luzern verliert seine Auftaktpartie in die Meisterschaft gegen Titelanwärter Pfadi Winterthur mit 23:27. Mit viel Herz erkämpfte sich der HCK fast zurück, am Schluss mussten die Krienser anerkennen, dass der Gast aus Winterthur in den entscheidenden Punkten besser war.

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Der Krienser Tobias Baumgartner (mitte) wird von zwei Pfadi-Spielern zurückgehalten. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Der Krienser Tobias Baumgartner (mitte) wird von zwei Pfadi-Spielern zurückgehalten. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Gegenstoss-Auslösung, Überzahl-Spiel, Entschlossenheit und Kreativität im Abschluss: Das war es, das den HC Kriens-Luzern beim Saisonstart gegen Pfadi Winterthur am Siegen hinderte. Das war es aber auch, das Pfadi Winterthur  eben zum Sieg führte. Denn in exakt diesen Punkten war der Gast mit Titelambitionen an diesem Abend den berühmten Tick besser. Sodass der HC Kriens-Luzern am Schluss trotz toller Rahmenbedingungen, trotz viel Herzblut und Leidenschaft mit leeren Händen dastand. Und für eine aufopferungsvolle Leistung schlecht belohnt wurde.

Eigentlich müsste man fast sagen: Den Lohn für die Leistung selber und leichtsinnig aus der Hand gab. Denn die Art und Wiese, wie der HC Kriens-Luzern nach einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte wieder ins Spiel fand, machte Spass. Mit dynamischen Aktionen von Tom Hofstetter, und einer geschickten Umstellung der Defensive gelang es dem HCK, eine Baisse anfangs der zweiten Hälfte zu korrigieren. Bis auf 15:19 war der Gast enteilt. Binnen 6 Minuten aber gelang es dem HCK, auf 20:20 heranzukommen.

Thomas Hofstetter bleibt in der Abwehr von Pfadi Winterthur hängen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
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Vukasin Stojanovic vom HC Kriens-Luzern (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Luca Spengler wird zurückgehalten. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Tobias Baumgartner gegen zwei Pfadi-Spieler. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Thomas Hofstetter vom HCK (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Tobias Baumgartner vom HCK. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Thomas Hofstetter bleibt in der Abwehr von Pfadi Winterthur hängen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

In dieser Phase wähnte man den HC Kriens-Luzern auf gutem Weg. Der Funken schien zu springen, die Bank lebte mit, das Publikum auch. Doch Pfadi setzte behielt die Ruhe, setzte nach und profitiere davon dass mit dem nur in Halbzeit zwei eingesetzten Topskorer Julian Krieg zusätzliche Qualität auf dem Platz stand. Die auf dem Silbertablett servierte Grosschance nach zwei Fehlwürfen des HCK liess sich der Gast nicht nehmen, zog wieder auf 20:23 weg. Damit war 3 Minuten vor dem Ende die Suppe gegessen.

Umso mehr, als beim HCK die Bank diesmal eher dünn besetzt war. Denn bei Linkshänder Boris Stankovic war anzumerken, dass er die letzten Wochen nach seiner Schulterverletzung kaum vernünftig trainieren konnte. Auf seine Einfälle und seine Abschlüsse konnte der HCK zu Spielbeginn noch zählen. Er aber blieb in Halbzeit zwei auf der Bank - und musste mitleiden, wie seine Teamkollegen scheiterten. Denn aus dem Rückraum fehlte diesmal etwas der nötige Druck aufs Tor. Zudem war die Mannschaft insgesamt noch zu fehlerhaft, was sich in einigen Fehlwürfen und Missverständnissen ausdrückte.

Gescheitert ist der HC Kriens-Luzern in erster Linie an sich selber. Weil die schnellen Tore - im Gegensatz zum Gegner mit dem blitzschnellen Tynowski - weitgehend fehlten, musste der Gastgeber an diesem Abend einen enormen Aufwand betreiben, um sich gegen die massive Deckung des Gegners Chancen zu erarbeiten. Exakt dazu aber fehlte es dem HCK an diesem Abend an Kreativität, an Frechheit und an Cleverness - gerade auch im Überzahlspiel.

So konnte der HCK aus seiner an sich starken Deckung (auch das 5-1 in der zweiten Spielhälfte stand vernünftig) keinen Profit ziehen. Zwar gelang damit der späte Anschluss noch einmal. Weil sich in den entscheidenden Phasen vorne wie hinten aber Fehler oder Abstimmungsprobleme einschlichen, nahm Pfadi am Schluss die Punkte nicht unverdient mit nach Hause. Der HC Kriens-Luzern stand mit leeren Händen da.

Wenig Ertrag für eine über weite Strecken gute Leistung. Viel Potential aber, um für die kommenden Spiele zu lernen und an den Mankos weiterzuarbeiten. Denn der eingeschlagene Weg des Teams ist durchaus erfolgsversprechend. Mit Pfadi gastierte immerhin ein Titelanwärter in der Krauerhalle. Und gegen den hat der HCK lange auf Augenhöhe mitgespielt.

HC Kriens-Luzern - Pfadi Winterthur 23:27 (10:10)

Krauerhalle Kriens, 550 Zuschauer. SR Meyer/Buache.
Spielverlauf:0:1, 3:1, 3:3, 4:3, 4:5, 6:5, 6:6, 8:6, 9:7, 9:10, 10:10; 10:12, 13:12, 14:13, 14:16, 15:19 (47.), 20:20 (53.), 20:23 (57.), 22:26, 23:26, 23:27.
HC Kriens-Luzern: Schelbert/Portmann (ab 43.); Fellmann, Mühlebach, Blättler, Spengler (2), Vögtli, Stojanovic (3/1), Baviera, Stankovic (3), Baumgartner (3), Tominec (3), Schramm (2), Hofstetter (7).
Pfadi Winterthur: Vaskevicius/Murbach; Maros (4), Corovic, Tynowski (5), Hess (4), Krieg (4), Cvetkovic (1), Lier (1), Bajram, Jud (5/2), Freivogel, Svajlen (3).
Bemerkungen: Strafen: Kriens-Luzern 4x2 Minuten; Pfadi Winterthur 6x2 Minuten. Siebenmeter: 19. Stankovioc schiesst Penalty an den Pfosten (6:5); 60. Tominec schiesst Penaltyneben das Tor (23:27). J.P. Chenet Best Player Award: Tom Hofstetter (HC Kriens-Luzern), Luca Maros (Pfadi)

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

Das Kader des HC Kriens-Luzern in der Saison 2014/2015. (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
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Andreas Portmann (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Roman Schelbert (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Noah Ineichen (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Daniel Fellmann (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Yves Mühlebach (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Adrian Blättler (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Samuel Weingartner (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Luca Spengler (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Claudio Vögtli (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Jan Gwerder (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Vukas Stojanovic (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Fabio Baviera (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Boris Stankovic (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Tobias Baumgartner (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Peter Schramm (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Nik Tominec (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Tom Hofstetter (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Gian Luca Lima (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Trainer Heiko Grimm (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
CEO Nick Christen (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Goalietrainer Lubomir Svajlen (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Physiotherapeut Jolanda Ulrich (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Teamarzt Daniel Wegmann (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Teambetreuer Roland Primus (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Teambetreuer Marcel Achermann (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Teambetreuer Beat Hofstetter (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)
Teambetreuer René Bieri (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)

Das Kader des HC Kriens-Luzern in der Saison 2014/2015. (Bild: HC Kriens-Luzern / Fabienne Krummenacher)