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HANDBALL: Krienser Nationalspieler Adi Blättler: «Der Teamgeist ist phänomenal»

Die Schweiz kann heute (18.30 Uhr/SRF zwei) mit einem Heimsieg gegen Bosnien-Herzegowina die Playoff-Qualifikation für die WM besiegeln. Adi Blättler, der Krienser, strahlt höchste Zuversicht aus.
Sport@luzernerzeitung.ch
Die Handballer der Schweizer Nationalmannschaft feiern den Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Estland. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Winterthur, 7. Januar 2018))

Die Handballer der Schweizer Nationalmannschaft feiern den Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Estland. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Winterthur, 7. Januar 2018))

Das Schweizer Nationalteam glänzt wie seit vielen Jahren nicht mehr, die Handballfreunde sind begeistert. Spätestens seit dem eindrücklichen 39:21-Heimsieg am Sonntag gegen Estland schwappt die Euphorie über, und Adi Blättler (23), der Krienser im Dienste der Auswahl, staunt: «Die bauen in St. Gallen sogar eine Zusatztribüne auf für dieses Spiel. Es ist einfach unglaublich, was im Moment abläuft.»

Irgendwie ist Adi Blättler, der 1,73-Meter-Knirps im Kreise der 2-Meter-Handballrecken, so etwas wie ein Sinnbild für das, was in diesen Tagen im Kreise des seine Linie konsequent verfolgenden Nationalcoaches Michael Suter abläuft: «Klein» sein ist kein Handicap, Kleines macht Grosses noch grösser. «Der Teamgeist ist phänomenal», erzählt der Jungspund, «wir haben eine Mission im Auge, und jeder steckt seinen letzten Funken in dieses Ziel.»

Kleines macht Grosses noch grösser: Adi Blättler erzielte beim grossartigen Triumph gegen Estland seine beiden ersten Pflichtspiel-Tore für die Schweiz. «Im ersten Moment nach dem erfolgreichen Torwurf habe ich gar nicht gemerkt, dass mir etwas gelungen ist, wovon jeder junge Handballer nur träumen darf.» Spätestens nach der Rückkehr ins Mannschaftsdomizil wurde sich der Linksflügel und Gegenstossspezialist dessen bewusst, was er da kleines Historisches bewirkt hatte: in den verschiedensten sozialen Netzwerken hatten sich «weit über 50 Gratulanten» gemeldet.

Ein flotter Schieber mit Ron Delhees & Co.

Das war vorvorgestern, heute ist ein neuer Tag. Heute wollen die Schweizer Handballer ernten und sich mit einem Sieg gegen Bosnien-Herzegowina vorzeitig für die nächste Etappe empfehlen, in welcher der Bergpreis schliesslich nach unzähligen Jahren der Abstinenz endlich wieder einen Platz an einer WM-Endrunde verspricht. «Wir können das schaffen», ist Blättler überzeugt, «wir sind jung, wir sind ehrgeizig, wir machen von Spiel zu Spiel Fortschritte.» Heute sei der Gegner indes kein Leichtgewicht mehr wie Estland, heute müsse alles zusammenpassen. «Die Stimmung im Team ist spannend. Einerseits ist zu spüren, dass wir uns alle sehr auf dieses vorentscheidende Spiel freuen – andererseits sind wir alle auch angespannt, weil wir wissen, dass die Aufgabe sehr anspruchsvoll ist.»

So also bereitete sich das Team gestern mit zwei Trainingseinheiten auf den kapitalen Match vor, fanden die Akteure aber auch genügend Zeit, individuell Kopfarbeit zu verrichten. Zum Beispiel bei einem zünftigen Jass. «Lukas von Deschwanden, Ron Delhees, Nicolas Suter, Mark Winkler und ich lüften gerne bei einem Schieber durch», sagt Blättler, der – aus der regionalen Krienser Warte betrachtet – bedauert, dass Delhees, Schaffhausens Abtrünniger, Wacker Thun den Zuschlag gegeben hat: «So gut, wie er jasst, hätte er perfekt zum HCK gepasst.»

Die WM-Karten werden heute Abend gemischt, Blättler, der beim HC Kriens-Luzern noch bis im Sommer 2019 im vertraglichen Versprechen steht, wird sich vorerst hinter Marvin Lier, der Nummer 1 auf dieser Position, gedulden müssen. «Wenn der Coach befiehlt: ‹Geh auf den Platz und packe deine Chance!›», dann werde er parat sein, verspricht Adi Blättler. Für einen weiteren Schritt der Schweizer Handballer zurück in die internationale Elite.

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

WM-Qualifikation

Heute, 18.30 (SRF zwei): Schweiz – Bosnien-Herzegowina (in St. Gallen). – Samstag, 13. Januar, 20.00: Bosnien- Herzegowina – Schweiz (in Tuzla).

Gruppe 6.Rangliste: 1. Schweiz 2/4. 2. Bosnien-Herzegowina 2/2. 3. Estland 4/2.

Modus: Der Gruppensieger erreicht das Playoff im Juni.

«Wir sind jung, sind ehrgeizig, machen Fortschritte.» Adi Blättler, Krienser Nationalspieler

«Wir sind jung, sind ehrgeizig, machen Fortschritte.» Adi Blättler, Krienser Nationalspieler

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