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HANDBALL: KTV Altdorf verpasst Vorrücken knapp

Im letzten Spiel trennen sich Steffisburg und Altdorf nach dramatischem Verlauf 37:37. Damit beenden die Urner ihre durchzogene Saison auf dem doch noch ansprechenden 9. Platz.
Urs Hanhart
Mario Obad (Mitte) feiert diese Saison 183 Torerfolge und holt sich die Krone des Torschützenkönigs. (Bild: Roger Grütter (Stans, 4. November 2017))

Mario Obad (Mitte) feiert diese Saison 183 Torerfolge und holt sich die Krone des Torschützenkönigs. (Bild: Roger Grütter (Stans, 4. November 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Der Zufall wollte es, dass in der letzten Meisterschaftsrunde mit Steffisburg und Altdorf zwei Tabellennachbarn aus dem Mittelfeld die Klingen kreuzten. Mit einem Auswärtssieg hätten die Urner den Bernern den achten Platz noch wegschnappen können. Letztlich fehlte dazu nur ganz wenig. Eine Minute vor dem Abpfiff lautete der Spielstand 37:37 und die Gäste kamen in Ballbesitz. Doch die letzte Angriffsaktion der Saison war nicht von Erfolg gekrönt. Altdorfs Rückraumspezialist Edvinas Vo­robjovas scheiterte mit seinem Wurf an Steffisburg-Keeper Simon Hunziker, der damit für die Platzherren zum Mann des Spiels avancierte.

Immerhin dürfen die Altdorfer durchaus stolz darauf sein, ein Remis herausgeholt zu haben. Zwischenzeitlich lagen sie nämlich mit bis zu sieben Längen im Hintertreffen. Zehn Minuten vor Schluss betrug der Rückstand noch immer vier Tore. Mit ihrem fulminanten Endspurt schafften es die Gelb-Schwarzen um ein Haar, die Partie noch ganz auf ihre Seite zu drehen.

Obad holt Torschützenkrone

Der herausragende Akteur in den Reihen der Altdorfer war einmal mehr Mario Obad. In seinem letzten Spiel für die Urner liess der Ausnahmekönner seine Sonderklasse nochmals eindrücklich aufblitzen. Der Kroate warf nicht weniger als zehn Tore, wozu er nur elf Anläufe benötigte, und verteidigte mit dieser grandiosen Ausbeute souverän seine Spitzenposition in der NLB-Torschützenliste. Bei seinen 26 Einsätzen feierte Obad insgesamt 183 Torerfolge, was einen Schnitt von sieben Treffern pro Spiel ergibt.

Der beachtliche neunte Schlussrang täuscht etwas darüber hinweg, dass der KTV Altdorf eine durchzogene Saison hinter sich hat. Die Mannschaft tummelte sich lange in den hintersten Regionen der Tabelle, und der Verbleib in der zweithöchsten Liga stand bis kurz vor Schluss auf der Kippe. Das Mindest-Saisonziel «Ligaerhalt» wurde erst spät erreicht. Zu den Gründen für die über weite Strecken verkorksten Auftritte des Fanionteams sagt Beat Arnold, Präsident des HC KTV Altdorf: «Unser Problem war und ist das vergleichsweise schmale Kader. Bei verletzungsbedingten Ausfällen gab es kaum Spielraum. Immerhin konnten wir das Ganze mit der Reaktivierung von Ivan Fallegger und Sebastian Munzert ein Stück weit kompensieren. Schwer ins Gewicht fiel vor allem die Tatsache, dass unser Topskorer vom Dienst, Marko Koljanin, kaum eingesetzt werden konnte. Und nicht zuletzt fehlte diesmal auch ein wenig das nötige Wettkampfglück. Wir haben sehr viele Spiele nur ganz knapp verloren.»

Suche nach neuen Spielern läuft

Altdorf hat von den Teams in der zweiten Hälfte der Tabelle als einziges eine positive Torbilanz vorzuweisen. Ein Indiz dafür, dass punkte- und auch rangmässig mit dem entsprechenden Quäntchen Glück mehr möglich gewesen wäre. Auf die nächste Saison hin dürfte das Problem mit dem dünnen Kader wohl kaum geringer werden. Gleich fünf Spieler, darunter Leistungsträger wie Mario Obad und Abwehrrecke Kevin Ledermann, verlassen den Traditionsverein. Bisher ist einzig Florian Henrich neu verpflichtet worden. Er wechselt vom BSV Stans zum KTV Altdorf. Aber Arnold ist recht zuversichtlich, die Lücken zumindest einigermassen stopfen zu können. Er verrät: «Mehrere Kandidaten haben bei uns bereits Probetrainings absolviert. Spruchreif ist zwar noch nichts. In den nächsten Wochen werden wir aber sicherlich noch den einen oder anderen Neuzugang vermelden können.»

26. und letzte Runde: Basel – Stäfa 33:34. Horgen – Biel 28:32. Möhlin – Stans 27:27. Kadetten SH – Yellow/Pfadi Winterthur 29:23. Solothurn – Siggenthal/Vom Stein 32:18. Baden – Birsfelden 27:28. Steffisburg – Altdorf 37:37. – Schlussrangliste (alle 26 Spiele): 1. RTV Basel (Barrage) 47. 2. Baden (Barrage) 40. 3. Solothurn 33. 4. Möhlin 30. 5. Kadetten Espoirs SH 29. 6. Stäfa 27. 7. Biel 25. 8. Steffisburg 23. 9. Altdorf 22. 10. Stans 21. 11. Yellow/Pfadi Winterthur 20. 12. Birsfelden 17. 13. Horgen 17 (Absteiger). 14. Siggenthal/Vom Stein (Absteiger) 13.

Steffisburg – Altdorf 37:37 (23:17)

Musterplatz. – 235 Zuschauer. – SR Hitz, Lämmler. – Steffisburg: Hunziker, Wyss; Baumgartner (3), Stebler (8), Lindner, Schwab (2), Kiener (3), Lutz (2), Wyttenbach (8), Manse (6), Gruber, Drollinger (1), Felder (2), Zwahlen (2). – Altdorf: Amrein, Dittli; Kasmaukas (3), Szabo (5), Inderbitzin, Aschwanden (1), Wyss (2), Ledermann, Auf der Maur (4), Obad (10), Munzert (5), Vorobjovas (6), Betschart (1).

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