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HANDBALL: Laura Innes' Rücktritt ist endgültig

Der LK Zug befindet sich in der Vorbereitung auf die SPL1-Saison. Nicht dabei ist Laura Innes (27), die aus gesundheitlichen Gründen ihre Karriere beendet hat. Die Engländerin bleibt dem Verein aber erhalten.
Michael Wyss
«Zug ist mein zweites Zuhause», sagt Laura Innes. (Bild: Michael Wyss (19. August 2017))

«Zug ist mein zweites Zuhause», sagt Laura Innes. (Bild: Michael Wyss (19. August 2017))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Es braucht einfach Zeit. Es ist ein Prozess. Nicht mehr mit dem Fanionteam zu trainieren und die Meisterschaft als Zuschauerin zu erleben, ist etwas Neues für mich», sagt Laura Innes. Ihre Stimme ist verständlicherweise bewegt: Die 27-jährige Engländerin, die während fünf Jahren eine Stütze im LKZ-Team war, musste aufgrund gesundheitlicher Probleme den Rücktritt vom Spitzensport erklären. Schon in der Endphase der vergangenen Saison, die die Zugerinnen als Zweite beendeten, konnte die Torhüterin nicht mehr mittun.

Rückenprobleme, bedingt durch drei Bandscheibenvorfälle, zwangen die aus Sutton Coldfield (bei Birmingham) stammende Innes zu diesem Entscheid. «Es war nicht einfach, aber ich musste die Vernunft walten lassen. Ich kann mich nicht immer fitspritzen, damit ich in der höchsten Liga spielen kann. Das wäre keine Lösung auf die Dauer», erklärt sie. Bedauert wurde der Abgang im SPL1-Staff. Der Co-Trainer Peter Stutz sagt: «Mit Laura verlieren wir einen herzlichen, zuverlässigen Menschen, der für jeden Spass zu haben war. Ich habe sie als Sportlerin sehr ehrgeizig, seriös und zielgerichtet erlebt. Sie war für viele Spielerinnen ein grosses Vorbild.»

Innes kam 2010 in die Schweiz. Seit der Saison 2012/13 spielt sie im LKZ, vermittelt von der damaligen Zuger Spielerin Ariane Geissmann. «Wir spielten in Dänemark zusammen und kamen auf den LKZ zu sprechen. Ich bin dankbar, dass ich diesen Weg wählte», erklärt Innes. Sie hat hier Freundschaften geschlossen und in der Person von Zugs SPL2-Trainer Christoph Sahli die grosse Liebe gefunden. «Zug ist mein zweites Zuhause, ich fühle mich sehr glücklich hier. Ich sage jeder jungen Spielerin, wenn du die Möglichkeit hast, ins Ausland zu gehen, pack diese Chance. Verlieren kannst du nichts. Ich habe viel gewonnen», sagt Innes, die in Zug wohnt und ihren Lebensunterhalt als Personal Assistent im Marketing/Sales verdient und in der Stadt Zug wohnt.

Eine Titelsammlerin mit dem LKZ

Was Innes aus sportlicher Sicht aus ihrer Zeit im LKZ-Fanionteam bleibt, sind drei Meistertitel und zwei Cupsiege. «Das sind Momente, die mich ein Leben lang begleiten werden und mir gerade in der jetzigen, nicht einfachen Zeit nach dem Rücktritt Kraft und Trost spenden», sagt sie offen. Auch die Olympiateilnahme in London 2012 ist ein Höhepunkt.

Erste Pflichtaufgabe für die Zugerinnen

Am kommenden Sonntag geht es für den LK Zug um den ersten Titel der Saison. Im Supercup trifft der Zweitplatzierte der vergangenen Spielzeit auf den Meister und Cupsieger Brühl. Anpfiff in der Zürcher Saalsporthalle ist um 14 Uhr, im Anschluss folgt der Männer-Supercup zwischen den Kadetten Schaffhausen und Wacker Thun. Mehr Informationen sind auf www.indoorsports.ch erhältlich. Im Anschluss an diese erste Pflichtaufgabe geht es für die Zugerinnen Schlag auf Schlag: Am Wochenende vom 9. und 10. September reisen sie nach Polen zu den Partien der ersten Runde im EHF-Cup gegen Lubin. Am Donnerstag, 14. September, beginnt die Meisterschaft der SPL1 mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger Herzogenbuchsee (20.15, Sporthalle). (bier)

Die 27-Jährige, die auch Torhütertrainerin des U20-Nationalteams ist, bleibt den Zugerinnen aber in anderer Funktion erhalten. Sie ist Co-Trainerin der U11-Mannschaft. «Das ist eine reizvolle Aufgabe für mich. So kann ich mit dem Handball verbunden bleiben und den Jüngsten die Freude an diesem faszinierenden Sport vermitteln.» Dieses Amt übernimmt sie an der Seite der ehemaligen SPL1-Spielerin Svenja Stutz (21), die ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen (Knieverletzungen) ihre Spielerinnenkarriere beendete.

Was traut Innes dem SPL1-Team in Zukunft zu? «Das Ziel muss es immer sein, die beiden Titel zu holen – jedes Jahr. Der LKZ wird sich in den nächsten Jahren mit Brühl und den Spono Eagles auf Augenhöhe messen.»

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