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HANDBALL: Leader Basel strauchelt in Stans

Der BSV Stans ist nicht zu bremsen, gegen das zuvor verlustpunktlose Basel resultiert ein 29:26-Sieg. Und: Der Verein hat einen neuen Sportchef, der bald auch auf dem Platz wieder angreifen will.
Stephan Santschi
Der Stanser David Riederer setzt sich mit Entschlossenheit durch. (Bild: Nadia Schärli (Stans, 3. Februar 2018))

Der Stanser David Riederer setzt sich mit Entschlossenheit durch. (Bild: Nadia Schärli (Stans, 3. Februar 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

14 Spiele oder 840 Minuten. So lange blieben die Handballer des RTV Basel makellos, mit dem Punktemaximum zierten sie die Tabellenspitze der NLB. Am letzten Samstag nun ging diese Serie zu Ende, in Stans unterlagen sie dem Abstiegskandidaten überraschend mit 26:29. «Wir hatten nichts zu verlieren und waren sehr gut vorbereitet. Das war eine richtig coole Teamleistung», resümiert Christian Arnosti den Paradeauftritt. Seit diesem Jahr ist der Goalie wieder im Aufgebot der Stanser, vorderhand noch als Staffmitglied, bald aber wieder als Spieler. «Ich freue mich, wie sich David Wenger und Stipan Maric während meiner Abwesenheit entfalten konnten. Nun möchte ich auch nochmals angreifen», sagt der langjährige Leistungsträger, der die erste Saisonhälfte wegen eines ausgedehnten Auslandaufenthalts verpasst hat. Doch dazu später mehr, zunächst sei der Blick nochmals auf den Coup gegen den letztjährigen NLA-Absteiger gerichtet.

Die hart geführte Partie war von Beginn weg auf des Messers Schneide. Die Stanser deckten stark und profitierten auch von der Tatsache, dass beim Gegner Liga-Topskorer Rares Jurca krankheitshalber fehlte. Meistens lag das Heimteam im Vorsprung, maximal mit drei Treffern, so auch zur Pause beim Stand von 15:12. Nach dem Seitenwechsel schienen die Gäste die Partie drehen zu können, nach 40 Minuten lagen sie erstmals in Front. «Wir haben uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen», freute sich Arnosti und nahm damit Bezug auf die Phase zwischen der 45. und der 50. Minute, als der BSV Stans den 20:21-Rückstand in eine 25:21-Führung verwandelte.

Zusage als Sportchef nach Rückkehr aus Fernost

Die Nidwaldner, welche die ersten acht Spiele nach dem Aufstieg alle verloren hatten, sind damit weiter im Aufwärtstrend. Die letzten vier Begegnungen haben sie allesamt gewonnen, und dies nicht etwa gegen direkte Konkurrenz im Abstiegskampf, sondern durchwegs gegen Mannschaften aus den aktuellen Top sechs der Liga. «Der Spirit im Team ist sehr gut», sagt Arnosti und führt präzisierend an: «Er war nie schlecht.» Auch wenn er die ersten Monate der Saison verpasst hat, ist er dank vieler Gespräche mit Spielern bestens über die Entwicklung informiert. Gespräche, die der 32-jährige Horwer in seiner neuen Funktion als Sportchef der Männer führt. «Ich konnte mir diese Aufgabe schon seit längerem vorstellen. Nun mache ich es, weil ich dem Verein etwas zurückgeben will. Und weil ich derzeit ohne Job bin und genug Zeit dafür habe», erklärt Arnosti, der mittlerweile in seiner neunten Saison beim BSV Stans steht.

Seine Anstellung als IT-Projektleiter und stellvertretender Geschäftsführer hat der Informatiker gekündigt, weil er mit seiner Freundin Tanja von Mitte September 2017 bis Anfang Januar 2018 auf Reisen ging. «Sie hatte ihr Studium beendet, deshalb war der Zeitpunkt günstig. Vor hatten wir das schon lange», erzählt Arnosti. Indonesien, Malaysia, Myanmar, Kambodscha, Viet­nam und Australien hiessen die Destinationen im Fernen Osten, wo ihn die völlig unterschiedliche Lebensweise faszinierte. «In Myanmar war spürbar, dass man sich öffnet und sich mit dem Rest der Welt auseinandersetzen will. Auf der Strasse entstanden spontane, interessante Gespräche.»

Arnostis letzte Saison als Goalie beim BSV Stans?

Am nächsten Samstag, wenn Stans in Biel gastiert, hofft Arnosti nach fünf Trainingswochen auf sein Comeback als Goalie. «Mit der Siegesserie haben wir uns eine gute Ausgangslage erarbeitet», sagt er – im Wissen, dass die Nidwaldner in Sachen Ligaerhalt noch längst nicht aus dem Schneider sind. Als Vorletzter belegen sie immer noch einen Relegationsplatz, haben in der Zwischenzeit aber den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle herstellen können.

Ob es seine letzte Saison als Spieler sein wird, weiss Arnosti noch nicht, das hänge auch von seiner beruflichen Zukunft ab. Als Sportchef wird er sich nach der Fasnacht weiter mit der Kaderplanung beschäftigen, dann will er auch mit den beiden Ausländern Fernando Skrebsky Dutra und Nikola Perovic ernsthaft über eine Verlängerung ihrer Engagements sprechen – die beiden haben seit ihrer Ankunft in Stans Ende November 2017 den Turnaround der Nidwaldner mitgeprägt. Zudem sucht Arnosti nach einem Assistenten für Cheftrainer Andy Gubler.

Männer, NLB

15. Runde: Stans – RTV Basel 29:26. Altdorf – Solothurn 32:32. Horgen – STV Baden 28:33. Steffisburg – Biel 31:27. Birsfelden – Kadetten Espoirs Schaffhausen 26:28. Siggenthal/Vom Stein – Möhlin 30:19.

Rangliste: 1. RTV Basel 15/28. 2. STV Baden 15/24. 3. Solothurn 15/19. 4. Möhlin 15/19. 5. Kadetten Espoirs Schaffhausen 15/17. 6. Lakers Stäfa 14/14. 7. SG Yellow/Pfadi Winterthur 14/13 (356:390). 8. Biel 15/13 (413:404). 9. Altdorf 15/11 (420:437). 10. Birsfelden 15/11 (400:418). 11. Siggenthal/Vom Stein 15/11 (351:373). 12. Horgen 15/10 (419:454). 13. Stans 15/10 (374:417). 14. Steffisburg 15/8.

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