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HANDBALL: Lehrstunde für Kriens-Luzern

Kriens bleibt beim Finalrundenstart gegen Titelfavorit Schaffhausen chancenlos und muss eine 19:32-Niederlage hinnehmen. Erfreulich: die erfolgreichen Comebacks von Hofstetter und Radovanovic.
Kriens-Spieler Peter Schramm kämpft gegen die Schaffhauser Defensive an. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

Kriens-Spieler Peter Schramm kämpft gegen die Schaffhauser Defensive an. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch
So viel vorweg, und das ist doch einigermassen schön zu wissen: Tom Hofstetter und Aleksandar Radovanovic, die beiden Rückkehrer, sind fit, parat für den weiteren Verlauf der Finalrunde, in welche Kriens doch einige Ansprüche und Hoffnungen gesetzt hat. Hofstetter, erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder im Wettkampf-Modus, fädelte gut für seine Nebenleute ein, warf nach elfmonatiger Abstinenz schon nach 100 Sekunden sein erstes Meisterschaftstor. Radovanovic gab zu erkennen, dass er ein Riesentalent ist, sorgte mit starken Distanzschüssen für die Highlights in der Startphase.

Doch das war viel, viel zu wenig, um Schaffhausen echt fordern zu können. Für den realitätsnahen Stand der Dinge sorgte nach 27 Minuten auf der Tribüne Kadetten-Manager David Graubner: Der hatte auf seinem Statistikblatt erkannt, dass zu diesem Zeitpunkt sein Superstar Gabor Csaszar bereits acht Treffer erzielt hatte – exakt so viele wie das Krienser Team insgesamt. «Wir haben heute einen miserablen Auftritt geboten», beschönigte HCK-Interimstrainer Nick Christen nichts.

Arno Ehrets Handschrift

Schaffhausen war in der Qualifikation deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben, der Verein reagierte. Der neue starke Mann ist Arno Ehret, früher einer der erfolgreichsten Schweizer Nationalcoaches, und dessen Handschrift war am Mittwoch unverkennbar: Die Kadetten spielen einen grundseriösen Handball, der in einer übergeordneten Defensive wurzelt. Dort heisst der Ankermann inzwischen Bojan Beljanski, und der hatte vor einigen Jahren auch mal eine Saison für Kriens in der Abwehr gespielt. An ihm kamen die Krienser nicht vorbei: «Wir sind auf die Welt gekommen», sagte Tom Hofstetter unverblümt, «auch ich». Das Knie schmerze wieder, nicht alles sei ihm so gelungen, wie er sich das erhofft habe: «Training, Testspiel und Ernstkampf sind halt grundverschiedene Ebenen.»

So steckt auch eine gewisse Ironie dahinter, dass mit Albin Alili ausgerechnet ein von Schaffhausen ausgeliehener junger Mann der Auffälligste im Team des HCK war. Ihn würden die Innerschweizer gerne behalten, als treffsicheren Rückraumschützen, aber auch als Back-up für Tom Hofstetter auf der Mittelposition. Kadetten-Manager Graubner hielt sich bedeckt: «Wir arbeiten an einer Lösung, die für alle stimmt.» Tendenz: Alili holt sich eine weitere Saison Spielpraxis bei Kriens.

Kriens war Kreisklasse, das gab Nick Christen unumwunden zu. Er habe sich mehr erhofft, doch nach zehn Minuten sei die Luft draussen gewesen. «Wenn wir Schaffhausen kitzeln wollen, dann führt das über Leidenschaft und Emotionen. So ähnliches war aber nicht zu erkennen.» Ein vernichtendes Urteil im Prinzip, doch Christen schaut voraus: «Wir haben heute enttäuscht. Doch das war nicht unser wahres Gesicht.» Das bleibt aber wirklich sehr schwer zu hoffen.

NLA

Finalrunde. 1. Runde. Mittwoch:BSV Bern Muri – Pfadi Winterthur 28:21. Kriens-Luzern – Kadetten Schaffhausen 19:32.
Rangliste: 1. Wacker Thun 0/23. 2. Kadetten Schaffhausen 1/23. 3. BSV Bern Muri 1/21. 4. Pfadi Winterthur 1/21. 5. Kriens-Luzern 1/16. 6. Suhr Aarau 0/12.

Kriens-Luzern – Schaffhausen 19:32 (8:14)
450 Zuschauer. – SR Boskoski/Stalder. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern, 7-mal 2 Minuten gegen die Kadetten Schaffhausen.
Kriens-Luzern:Bar/Willimann (18.–30.); Fellmann (1), Wipf (1), Blättler (1/1), Engler, Spengler (1), Vögtli, Oertli, Alili (6), Ramseier, Radovanovic (6/1), Schramm (2), Hofstetter (1).
Kadetten Schaffhausen: Kindle/Marinovic (ab 57.); Delhees (5), Csaszar (13/6), Pendic (3/1), Brännberger (2), Beljanski, Gerbl (2), Zehnder, Norouzinezhad (2), Szyba (4), Haas, Tominec (1).
Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Nyffenegger, Kadetten Schaffhausen ohne Meister, Maros, Liniger, Stefanovic, Markovic und Cvijetic (alle verletzt). Verhältnis verschossene Penaltys 1:1.

Christian Wipf schiesst aufs Tor. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

Christian Wipf schiesst aufs Tor. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

Wuchtig zum Abschluss: Peter Schramm vom HC Kriens-Luzern (links). (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

Wuchtig zum Abschluss: Peter Schramm vom HC Kriens-Luzern (links). (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

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