HANDBALL: LK Zug setzt mit dem Derby-Sieg ein Ausrufezeichen

Zug schlägt in einem spannenden Spiel die Spono Eagles. Der Kampf um Platz 2 ist lanciert.

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Zug mit Laura Masset (am Ball) zeigt Spono Eagles mit Ivana Ljubas (links) den Meister. (Bild Werner Schelbert)

Zug mit Laura Masset (am Ball) zeigt Spono Eagles mit Ivana Ljubas (links) den Meister. (Bild Werner Schelbert)

«Wir müssen dieses Spiel unbedingt gewinnen. Eine Niederlage wäre zwar noch nicht das Ende unserer Playoff-Finalhoffnungen, doch sicher nicht förderlich für den weiteren Verlauf der Meisterschaft», sagte Zug-Spielerin Ria Estermann vor dem Kräftemessen zwischen Zug und Spono Eagles. Ein Blick auf die Tabelle untermauerte die Aussage der 22-jährigen Aargauerin. Vor diesem Duell lag der amtierende Meister Zug mit 24 Punkten auf Rang 3 und fünf Zähler hinter den Eagles (Rang 2). «Wir sind uns um die Wichtigkeit dieser Partie bewusst. Es muss ein Sieg her», zeigte sich Zugs Trainerduo Damian Gwerder und Peter Stutz kämpferisch.

Shanice Kägi vom LZ Zug wird zurückgehalten. (Bild: Werner Schelbert)
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Ria Estermann vom LK Zug (rechts) wird von Patrizia Ramseier (Spono Eagles) geblockt. (Bild: Werner Schelbert)
Zug mit Laura Masset (am Ball) zeigt Spono Eagles mit Ivana Ljubas (links) den Meister. (Bild: Werner Schelbert)
Lynn Schwander vom LK Zug springt höher als die Abwehr um Noëlle Frey (rechts) von den Spono Eagles. (Bild: Werner Schelbert)
Ria Estermann vom LK Zug (rechts) versucht den Ball aufs Tor zu bringen. (Bild: Werner Schelbert)
Ria Estermann vom LK Zu (rechts) setzt sich durch. (Bild: Werner Schelbert)
Kommt ungedeckt zum Schuss: Ariane Geissmann vom LK Zug. (Bild: Werner Schelbert)
Ria Estermann vom LK Zug spielt einen Pass. (Bild: Werner Schelbert)
Setzt sich mit letzter Kraft in Szene: Ariane Geissmann vom LK Zug. (Bild: Werner Schelbert)
Ria Estermann vom LK Zug (rechts) beim Abschluss. (Bild: Werner Schelbert)

Shanice Kägi vom LZ Zug wird zurückgehalten. (Bild: Werner Schelbert)

Diese Worte blieben nicht ungehört. Der LKZ feierte in der Sporthalle vor 400 Zuschauern einen verdienten 25:24-Erfolg über seinen derzeit grössten Mitstreiter im Kampf um die Top 2. Spono verpasste den Sieg in der Schlussphase. Die Gäste lagen mit 19:16 (46.) und 23:21 (55.) in Front. Ein genervter Spono-Trainer Urs Mühlethaler sagte nach der Schlusssirene: «Wir sind selber schuld und haben den sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen gegeben. Unglaublich, dass wir diese Partie noch verlieren. Wir sündigten im Abschluss. Das waren heute zu viele Fehlschüsse, so kann man nicht gewinnen. Unsere Fehlerquote war einfach zu hoch. Das wurmt und frustriert mich.» Sein Ärger war verständlich, denn seine Akteurinnen verpassten eine gute Möglichkeit, Zug bis auf sieben Zähler zu distanzieren.

«Der Sieg beflügelt uns»

Nach diesem erfolgreichen Auftritt hat der amtierende Meister Zug nur noch drei Zähler Rückstand auf die Nottwilerinnen. Estermann: «Das ist eine Kampfansage Richtung Nottwil. Wir glaubten bis zum Schluss an den Sieg», liess sich Estermann vernehmen. Dieser Erfolg tut gut, denn zuletzt setzte es in der Meisterschaft gegen Nottwil nur Enttäuschungen ab: ein 24:24-Remis und eine deutliche 17:26-Niederlage. «Dieser Sieg beflügelt uns und gibt Schub für die nächsten Partien», sagte Estermann.

Der LKZ, der Double-Sieger der vergangenen beiden Spielzeiten, ist also noch nicht gesättigt: «Nein, das sind wir nicht. Der Ehrgeiz muss bei jeder Spielerin auch nach zwei erfolgreichen Spielzeiten vorhanden sein, wieder ganz oben stehen zu wollen. Wir hatten gute und schlechte Phasen in dieser Qualifikation. Waren einfach etwas inkonstant in den letzten Wochen, das ist sicher der Grund, dass wir nur auf Platz 3 sind.»

Spono unter Zugzwang

Für die drei noch ausstehenden Partien in der Qualifikation und die sechs Duelle in der Finalrunde ist die Spannung definitiv zurück. Der Kampf um Rang 2 ist lanciert. «Das ist sehr erfreulich, dass wir im Rennen bleiben. Die Spielerinnen haben sich diesen Sieg heute mehr als verdient», freute sich Zugs Co-Trainer Peter Stutz. Klar ist einzig, dass Leader Brühl sich die Finalteilnahme nicht mehr streitig machen lässt und von den ersten zwei Plätzen kaum mehr zu verdrängen sein wird. Estermann: «Nun muss es unser Ziel sein, diesen zweiten Platz zu holen.» Die Spono Eagles stehen nach der Derbyniederlage unter Zugzwang. Am Sonntag kommt der Leader Brühl nach Nottwil. Eine weitere Niederlage kann sich das Team am Sempachersee nicht leisten.

Michael Wyss

SPL1

18. Runde: Yellow Winterthur - ATV/KV Basel 29:24. Brühl St. Gallen - Rotweiss Thun 25:20. Stans - GC Amicitia Zürich 23:20. LK Zug - Spono Eagles 25:24. Rangliste: 1. Brühl St. Gallen 34. 2. Spono Eagles 29. 3. LK Zug 26. 4. Rotweiss Thun 19. 5. Yellow Winterthur 11. 6. Stans 10. 7. ATV/KV Basel 8. 8. GC Amicitia Zürich 7. – Rang 1 bis 4 in der Finalrunde; Rang 5–8 in der Abstiegsrunde.

Zug - Spono Eagles 25:24 (10:9)

Sporthalle. – 400 Zuschauer. – SR Bernet, Wick. Torfolge: 1:0, 4:1, 4:4, 7:7, 10:9, 12:14, 15:18, 19:19, 21:23, 23:24.– Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Zug; 1-mal 2 Minuten gegen Spono.

Zug: Betschart/Innes; Ravlic, Traber, Müller, Van Polanen, Javet (1), Scherer (10/4), Geissmann (4), Estermann (2), Masset (2), Kägi (1), Schwander (5), Josefiak. – Spono Eagles: Huber/ Troxler; Lisa Frey (8), Ramseier, Matter (2), Egli (1), Fatkic, Hodel, Furrer (5), Arnet, Noëlle Frey (1), Willimann (2), Heini, Ljubas (5).