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HANDBALL: «Mit Zug ist wieder zu rechnen»

Der LK Zug gewinnt in Nottwil mit 30:28 und macht die Meisterschaft wieder spannend. Die Spono Eagles haben ihre Dominanz verloren.
Stephan Santschi
Gekonnte Flugeinlage der LK-Zug-Spielerin Daphne Gautschi: Die 16-Jährige ragte im Zentralschweizer Derby gegen Nottwil aus dem Kollektiv heraus, erzielte sechs Treffer. Bild: Roger Grütter (Nottwil, 19. Februar 2017)

Gekonnte Flugeinlage der LK-Zug-Spielerin Daphne Gautschi: Die 16-Jährige ragte im Zentralschweizer Derby gegen Nottwil aus dem Kollektiv heraus, erzielte sechs Treffer. Bild: Roger Grütter (Nottwil, 19. Februar 2017)

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Im sechsten Anlauf hat es aus Zuger Sicht endlich geklappt, erstmals schlug man in dieser Saison einen der Top-2-Klubs – bisher sind nämlich sämtliche Duelle gegen die Spono Eagles oder den LC Brühl verloren gegangen. «Wir können nicht nur immer sagen, dass wir nahe dran sind und Fortschritte machen. Wir hätten Brühl bereits im Cup schlagen können. Diesmal waren wir nun einen Tick besser», freute sich LKZ-Trainer Damian Gwerder über den 30:28-Sieg in Nottwil. Damit melden sie sich im Kampf um einen Platz im Playoff-Final zurück, der Rückstand auf Platz zwei beträgt aktuell vier Punkte. Doch dazu später mehr.

Die Zugerinnen starteten besser ins Spiel. Ihre Beine waren schneller und beweglicher, ihre Köpfe wirkten frischer und unbeschwerter. Ab der 10. Minute schlug sich diese Überlegenheit auch im Resultat nieder, und als die Gäste dank eines Zwischenspurts das Skore bis zur 26. Minute sogar auf 16:10 stellten, schien das dritte Derby der Saison früh entschieden zu sein. Doch dann nahm Nottwils Trainer Urs Mühlethaler die richtigen Umstellungen vor, formierte die Abwehr neu in ein 5:1-System, zog Linkshänderin Xenia Hodel vom Flügel in den Rückraum und nahm erfreut zur Kenntnis, dass sich sein Team bis zur Pause (15:17) ins Spiel zurückgekämpft hatte.

Nottwils dritte Niederlage innert 40 Tagen

Nach dem Seitenwechsel hielt der Aufwärtstrend der Nottwilerinnen vorerst an, in der 40. Minute gingen sie erstmals in Führung (21:20). Doch ausgerechnet in jener Phase, in der sie die Wende zu erzwingen schienen, machten sie jene technischen Fehler, die Mühlethaler später sagen liessen: «Das war nicht clever, uns fehlt derzeit etwas die Sicherheit.» Zug drehte die Partie in der letzten Viertelstunde wieder, «wir haben immer daran geglaubt, liessen uns nicht irritieren», resümierte Trainer Gwerder zufrieden.

Die Spono Eagles sind aktuell nicht mehr in jener Verfassung, die ihnen im Mai die Meisterschaft, im September den Super-Cup und eine zehnmonatige Ungeschlagenheit eingebracht hatte. Sie wirken nervös, hadern zu stark mit den (am Sonntag nicht überzeugenden) Schiedsrichtern. Innerhalb von 40 Tagen verloren sie drei Spiele, darunter den Cup-Halbfinal gegen Thun. Das Team nagt am Ausfall von Lisa Frey, der in Abwehr und Angriff das Einüben neuer Automatismen erfordert. Es verfügt nach den Abgängen im Sommer auch nicht mehr über jene Breite im Kader, «die uns vor einem Jahr noch ausgezeichnet hatte», wie Mühlethaler festhielt. «Vorne und hinten läuft unser Spiel nicht zu 100 Prozent. Unsere Dominanz ist weg, zumindest für den Moment. Nun gilt es, hart weiterzuarbeiten.»

Bei Zug hängt nicht mehr alles an Scherer

So wird eine Meisterschaft, die früh auf den Playoff-Final zwischen den Spono Eagles und dem LC Brühl hinauszulaufen schien, doch noch spannend. Fünf Spieltage stehen in der Hauptrunde noch aus, dann folgen die sechs Spieltage der Finalrunde. Der LKZ hat also noch elf Partien Zeit, um die vier Punkte Rückstand auf Platz zwei wettzumachen und in den Playoff-Final einzuziehen. «Wenn wir als Team gut funktionieren, können wir mit jedem Gegner mithalten. Dazu brauchen wir auch nicht immer eine perfekt spielende Sibylle Scherer», bemerkte Gwerder. Am Sonntag ragte die erst 16-jährige Daphne Gautschi aus dem Kollektiv heraus, daneben scheint Ivana Ravlic ihre langwierigen Knieprobleme definitiv überwunden zu haben. Für den Trainer steht deshalb fest: «Mit uns ist wieder zu rechnen.»

Frauen. Premium League. 16. Runde:Spono Nottwil - Zug 28:30.
Rangliste (alle 16 Spiele):1. Spono Nottwil 28. 2. Brühl St. Gallen 28. 3. Zug 24. 4. Rotweiss Thun 18. 5. Yellow Winterthur 11. 6. Kreuzlingen 9. 7. Stans 6. 8. ATV/KV Basel 4.

Spono Nottwil - Zug 28:30 (15:17)
SPZ. – 450 Zuschauer. – SR Capoccia/Jucker. – Strafen:6-mal 2 gegen Spono Eagles plus rote Karte gegen Frey (3-mal 2 Minuten), 4-mal 2 Minuten gegen Zug. –Spono Eagles:Aegerter/Troxler; Hodel (7), Matter (1), Wyder (10/5), Ljubas (6), Wick, Frey (1), Ramseier; Heini (1), Spaar (2). –Zug: Betschart/Innes; Van Polanen (2), Gwerder (5/2), Estermann (1), Scherer (5/3), Traber (2), Smitran (3); Ravlic (2), Müller, Gautschi (6), Javet (4), Masset. – Bemerkungen: Troxler hält Penalty von Scherer (22./9:12). Betschart hält Penalty von Wyder (24./10:14). Aegerter hält Penaltys von Gwerder (54./24:27) und Gautschi (56./25:27).

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