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HANDBALL: Neuer Modus mit Schikanen

Kriens-Luzern strebt gegen Pfadi Winterthur (Sonntag, 17.00) Auswärtspunkte an, um in der Finalrunde nach oben zu klettern. Gesprächsstoff liefert aber vor allem der geplante neue Modus.
Aufnahme während dem Match HC Kriens Luzern vs Wacker Thun. Im Bild Aleksander Radovanovic vom HCL in Aktion. (Bild: Nadia Schärli / LZ (Kriens, 14. März 2017))

Aufnahme während dem Match HC Kriens Luzern vs Wacker Thun. Im Bild Aleksander Radovanovic vom HCL in Aktion. (Bild: Nadia Schärli / LZ (Kriens, 14. März 2017))

Bei Kriens-Luzern macht man kein Geheimnis daraus: Es wäre sicherlich vorteilhaft, in den in rund zwei Wochen beginnenden Playoffs Schaffhausen aus dem Weg zu weichen. Im Klartext: Kriens will sich noch auf Rang drei vorstemmen, um im Halbfinal auf Winterthur zu stossen.

Ob Schaffhausen, Winterthur oder sogar Thun im Playoff-Halbfinal: Das ist nicht ganz unwichtig, aber doch kein Wirbelwind. Entscheidender gibt in diesen Tagen zu reden, was es mit dem für die kommende Saison frischgeplanten Modus für die NLA auf sich hält. Kurz aufgebündelt:

  • Die zehn NLA-Teams werden in der Qualifikation in zwei Fünfergruppen aufgeteilt. Fallbeispiel: Kriens kämpft in Gruppe 1 gegen jeden der vier Widersacher zweimal, bestreitet also acht Partien. Kriens bestreitet gegen jeden Kontrahenten der anderen Gruppe je ein Spiel und ein zusätzliches gegen ein ausgelostes, um auf insgesamt 14 Begegnungen einzugeraden.
  • Jene sechs Teams, die nach dieser Vorausscheidung Punktebeste sind, bestreiten die Finalrunde, die vier Verlierer eine Abstiegsrunde.
  • Dann wird’s kompliziert. Die beiden punktemässig kräftigsten Vereine der Abstiegspoule rücken vor und qualifizieren sich quasi im Hoffnungslauf für die Playoffs. In der also neu acht Vereine buhlen und somit im Gegensatz zu heute ein Viertelfinal-Modus entsteht. Dass man mit 14 statt 18 Partien in der Qualifikation der Nationalmannschaft neuen Frei- und Spielraum schaffe, sagt HCK-Geschäftsführer Nick Christen, das sei «grundsätzlich gut». Aber: «In fast allen Ligen dieser Welt haben sich der Modus von Hin- und Rück- und Rück- und Hinspielen bewährt. Ich bin, was diese neue Modus-Auslegeordnung anbetrifft, eher skeptisch.»

Ändert nichts daran: Kriens will in Zukunft ganz nach oben. Mit einem weiteren Schrittchen am Sonntag in Winterthur. (rbu)

Kommentar

Den falschen Weg eingeschlagen

Die Absicht des nationalen Handballverbandes ist nachvollziehbar. Der neue Modus bietet grössere Zeitfenster, mehr Bewegungsspielraum und Entwicklungspotenzial für das Nationalteam. Allen, denen ein Vorwärtskommen im Schweizer Handball gelegen ist, ist klar: Um diesen Sport aufzupeppen, dazu braucht es eine starke Nationalmannschaft. Diese zu stabilisieren, zu stärken, ist höchste Pflicht. Der neue Modus, der in diesem Mosaik eine nicht unwesentliche Rolle spielt, geht in die falsche Richtung. Er ist an Kompliziertheit kaum zu übertreffen.

Der Handballverband will ein starkes Nationalteam. Es gibt nur einen Weg: Kräfte bündeln. Die Bestrebungen nach 80-Prozent-Professionalismus intensivieren. Mehr als acht Teams genügen in der Schweiz diesen Anforderungen nicht. Acht Teams mit doppelter Hin- und Rückrunde: 28 Partien. Dann ein Playoff. Kurz und bündig.


Roland Bucher
sport@luzernerzeitung.ch

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