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HANDBALL: Nottwil erzittert sich Punkt gegen LK Zug

Hochspannung im Derby zwischen den Spono Eagles und dem LK Zug. Nach dem 29:29-Remis bleibt der Zentralschweizer Zweikampf um den Playoff-Final offen.
Sponos Noëlle Frey (rechts) versucht, an Zugs Lynn Schwander vorbeizukommen. (Bild Corinne Glanzmann)

Sponos Noëlle Frey (rechts) versucht, an Zugs Lynn Schwander vorbeizukommen. (Bild Corinne Glanzmann)

Stephan Santschi

Nicht schon wieder. Die Fans der Spono Eagles gerieten gestern Abend an den Rand der Verzweiflung. Wie vor einer Woche hatte ihr Team in der Schlussphase einen komfortablen Vorsprung preisgegeben. War es Brühl St. Gallen, das am letzten Sonntag beim 25:22-Sieg zwei Punkte aus der SPZ-Halle entführte, so war es diesmal der LK Zug, der die Luzernerinnen bangen liess. Zehn Sekunden waren noch zu spielen, als sich die Zugerinnen beim Stand von 29:29 in personeller Überzahl auf den Weg machten, um den Lucky-Punch zu realisieren. Doch der letzte Abschluss landete im Block, und Nottwil sicherte sich vor 800 Zuschauern wenigstens einen Punkt. Zufrieden war am Ende in den Reihen der Gastgeber trotzdem niemand. «Das war ein verlorener Punkt», haderte Spono-Kreisläuferin Noëlle Frey.

Sponos Noelle Frey in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann)Sponos Noelle Frey in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann)
Spono-Topskorerin Lisa Frey (links) gegen die Zugerinnen Ariane Geissmann (mitte) und Stefanie Javet. (Bild: Corinne Glanzmann)Spono-Topskorerin Lisa Frey (links) gegen die Zugerinnen Ariane Geissmann (mitte) und Stefanie Javet. (Bild: Corinne Glanzmann)
Spono-Topskorerin Lisa Frey erzielte 10 Tore, fünf auf Penalty. (Bild: Corinne Glanzmann)Spono-Topskorerin Lisa Frey erzielte 10 Tore, fünf auf Penalty. (Bild: Corinne Glanzmann)
Sponos Ivana Ljubas (mitte) gegen die Zugerinnen Ria Estermann (links) und Lynn Schwander. (Bild: Corinne Glanzmann)Sponos Ivana Ljubas (mitte) gegen die Zugerinnen Ria Estermann (links) und Lynn Schwander. (Bild: Corinne Glanzmann)
Sponos Noëlle Frey (rechts) versucht, an Zugs Lynn Schwander vorbeizukommen. (Bild: Corinne Glanzmann)Sponos Noëlle Frey (rechts) versucht, an Zugs Lynn Schwander vorbeizukommen. (Bild: Corinne Glanzmann)
Sponos Noelle Frey in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann)Sponos Noelle Frey in Aktion. (Bild: Corinne Glanzmann)
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Spono Eagles - LK Zug 29:29

Nottwil ist auf der Siegesstrasse ...

Grund für diese Gemütslage war der Spielverlauf. Nachdem sich die beiden Teams zu Beginn ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatten, sicherte sich Nottwil ab der 20. Minute leichte Vorteile. «Hinten haben wir gefightet und Emotionen gezeigt, vorne liessen wir den Ball laufen. Wir zeigten Freude am Handball», stellte Frey fest. Die Bosnierin Ivana Ljubas kurbelte das Angriffsspiel an, Lisa Frey erzielte Tor um Tor, das Kreisanspiel funktionierte, und Goalie Fabienne Huber gelangen einige spektakuläre Paraden. Zur Pause lagen die Eagles mit 15:13 vorne, nach 45 Minuten gar mit 24:19 und auch sieben Minuten vor Schluss immer noch mit 28:24.

... und gerät ins Stocken

Dann aber schlich sich die in engen Momenten altbekannte Verunsicherung ins Spiel der Nottwilerinnen. Der LK Zug stellte Nina Van Polanen als Spezialbewacherin für Ljubas ab, woraufhin «unser Spiel ins Stocken geriet», wie Noëlle Frey feststellte. Chancen, um den Sieg ins Trockene zu bringen, hatten die Einheimischen aber immer noch genug. Lisa Frey scheiterte nun aber mit einem Penalty an Laura Innes, Rahel Furrer traf nur den Pfosten, die Deckung bröckelte, Goalie Hubers Widerstand war gebrochen, ein Anspielfehler führte zu einem frühen Zeitspiel, und Ljubas handelte sich zehn Sekunden vor Schluss die dritte Zweiminutenstrafe und damit die rote Karte ein.

Kurz: Am Ende schien alles schiefzulaufen, was schieflaufen konnte. Vor allem auch, weil der Kontrahent kein Geringerer als der Meister der letzten drei Saisons war. «Wir haben mit unserem Glauben schon viele Spiele gewonnen. Wir wissen, dass es sich lohnt, bis zum Schluss zu kämpfen», sagte Zugs Rückraumspielerin Ivana Ravlic.

Ravlic: «Wir waren recht cool»

Die Gäste näherten sich so Tor um Tor, hatten mit Topskorerin Sibylle Scherer (11 Tore) und dem schnellen Anspiel nach einem Gegentreffer zwei Offensivmittel, gegen das Nottwil kein Mittel fand. 54 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Zug der 29:29-Ausgleich. «Wir waren recht cool. Obwohl wir schnelle Abschlüsse brauchten, agierten wir nicht überhastet», analysierte Ravlic. Zwar wäre in den letzten Sekunden, wie eingangs erwähnt, sogar noch der Siegtreffer möglich gewesen. Das änderte bei Ravlic aber nichts an der Einschätzung, dass «wir von einem gewonnenen Punkt sprechen können». Das Rennen um den zweiten Platz im Playoff-Final der SPL 1 zwischen Nottwil und Zug bleibt damit offen. Vier Spieltage vor Schluss liegen die Eagles einen Zähler vor Zug. «Ich gehe davon aus, dass es bis zum letzten Finalrundenspiel spannend bleiben wird», vermutete Noëlle Frey. «Wir befinden uns auf Augenhöhe», fand Ravlic. Fortsetzung folgt ...

Premium League. Frauen. 2. Finalrunde: Spono Nottwil - Zug 29:29. – Samstag: Brühl St. Gallen - Rotweiss Thun 32:25. – Rangliste: 1. Brühl St. Gallen 23/42. 2. Spono Nottwil 23/36. 3. Zug 23/35. 4. Rotweiss Thun 23/22.

Spono Eagles - LK Zug 29:29 (15:13)

SPZ-Halle. – 800 Zuschauer. – SR Sager/Styger. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Spono plus rote Karte gegen Ljubas (60./3-mal 2 Minuten), 2-mal 2 Minuten gegen Zug. – Spono: Huber/Troxler (für 1 Penalty); Hodel (2), Furrer (5), Ljubas (4), Lisa Frey (10/5), Arnet (2), Noëlle Frey (5); Matter, Wyder (1), Ramseier, Willimann. – Zug: Innes/Betschart (40. bis 46.); Josefiak, Schwander (5), Estermann (2), Scherer (11/3), Javet (2), Geissmann (4); Traber, Van Polanen (1), Ganz, Ravlic (3), Müller (1). – Bemerkung: Innes pariert Penalty von Lisa Frey (57./29:27).

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