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HANDBALL: Nottwil zieht wieder an Zug vorbei

Trotz der 22:32-Schlappe gegen Nottwil: Stans befindet sich seit dem Trainerwechsel im Aufwärtstrend. Die Eagles haben derweil aufgrund der Personalprobleme ihr Spielkonzept umgestellt.
Stephan Santschi
Zeigt eine sehenswerte Flugeinlage: die zweifache Stanser Torschützin Melanie Achermann. (Bild: Nadia Schärli (Stans, 1. April 2017))

Zeigt eine sehenswerte Flugeinlage: die zweifache Stanser Torschützin Melanie Achermann. (Bild: Nadia Schärli (Stans, 1. April 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Der letzte Spieltag der SPL1-Qualifikation war ein guter Abschluss für die Spono Eagles: Sie gewannen in Stans mit 32:22 und vernahmen anschliessend von der Niederlage der Zugerinnen in Winterthur (22:29). Damit rücken die Adlerinnen aus Nottwil wieder auf Platz 2 vor – mit zwei Punkten und 17 Toren Vorsprung auf den LKZ.

«Diese Platzierung kann noch wichtig werden», sagte Spono-Trainer Urs Mühlethaler mit Blick auf die Ausgangslage im Kampf um den Playoff-Final. Seine Mannschaft hat in den letzten Wochen die Favoritenrolle im Meisterrennen abtreten müssen. «Wir haben nichts mehr zu verlieren. Vielleicht nimmt das bei einigen jungen Spielerinnen 10 bis 15 Prozent an Druck», hofft Urs Mühlethaler. Bekanntlich fallen die beiden Teamstützen Lisa Frey und Ivana Ljubas bis Ende Saison aus.

Pascale Wyder spielte herausragend

Am Samstag in Stans liess Mühlethaler seine Auswahl an einem neuen Konzept arbeiten. «Ohne die Robustheit von Lisa Frey und Ivana Ljubas spielen wir wieder schneller. Ich habe viel Gutes gesehen.» Herausragend war Rückraumspielerin Pascale Wyder, die sich 14 Treffer gutschreiben lassen konnte. Mühlethaler hat die 21-Jährige in diesem Jahr zur Penaltyschützin erkoren, um ihr mehr Verantwortung und Sicherheit zu geben. Die zweite erwähnenswerte Personalie betrifft die Torhüterposition. Dort gab Fabi­enne Huber ihr Comeback.

Der Meistergoalie trat in dieser Saison kürzer, kam in der zweiten Equipe in der SPL2 zum Einsatz, könnte fortan aber abwechslungsweise mit Talent Kris­tina Ukaj wieder regelmässiger im Aufgebot stehen, weil Stammkeeperin Tamara Aegerter noch immer an einer Hirnerschütterung laboriert.

Stans führte sogar nach 25 Minuten

Für die Stanserinnen kam die Höhe der Niederlage in den letzten 15 Minuten zu Stande, als die Kräfte zu schwinden begannen. Davor hatten sie gegen den Favoriten vorzüglich mitgehalten, nach 25 Minuten lagen sie sogar in Führung (12:11), bis zur 45. Minute blieben sie im Spiel (18:21). «Die Spielerinnen glauben an sich und verfügen über eine tolle Moral», hielt Beat Fellmann fest. Bei ihm laufen die Fäden der derzeit etwas chaotisch anmutenden Trainersituation zusammen.

Mitte Februar ist Chefcoach Ralf Stojan nach sechs Niederlagen in Serie freigestellt worden, weil er, so ist zu vernehmen, im Abstiegskampf die Härte im Training vermissen liess. Seither teilen sich vereinsintern mehrere Personen die Trainerrolle. «Aufgrund meiner beruflichen Belastung bin ich nicht in den Trainingsbetrieb integriert, mache aber die Spielvorbereitung und das Coaching. Als graue Eminenz versuche ich Ruhe reinzubringen», berichtet Fellmann, der einst Borba Luzern in der NLA trainierte und sich aktuell als Trainerinstruktor und Schiedsrichter im Handball engagiert.

Direkte Relegation nicht mehr möglich

Zu Stans fand er, weil dort seine Tochter Nadja spielt, Ende Saison wird er sich wieder zurückziehen. Seine Mission ist der Ligaerhalt, und diese hat sich sehr gut angelassen. Vor der Niederlage gegen Spono Nottwil holte Stans in drei Spielen fünf Punkte, darunter ein 19:19-Remis in Thun. «Wir wissen, dass es nun an uns liegt», erklärt Rückraumspielerin Gina Perlangeli den Aufwärtstrend, der das Team zumindest von den Sorgen einer direkten Relegation befreite. Nun folgen drei Wochen Pause, ehe der Start in die Final- und Abstiegsrunde mit jeweils sechs Spieltagen erfolgt.

Handball, Frauen, SPL1

21. und letzte Runde: Stans – Spono Eagles 22:32. Kreuzlingen – Rotweiss Thun 24:24. ATV/KV Basel – Brühl St. Gallen 16:32. Yellow Winterthur – Zug 29:22.

Rangliste (alle 21 Spiele): 1. Brühl St. Gallen 36. 2. Spono Eagles 34. 3. LK Zug 32. 4. Rotweiss Thun 24. 5. Yellow Winterthur 17. 6. BSV Stans 11. 7. Kreuzlingen 10. 8. ATV/KV Basel 4.

BSV Stans – Spono Eagles 22:32 (12:15)

Eichli. – 240 Zuschauer. – SR Christinet/Makhlouf. – Strafen: Je 4-mal 2 Minuten. – Stans: Kaiser/Hofstetter; Kretz (1), Schiffmann (3), Seerup (4), Fellmann (3), Kuster (7), Achermann (2); Grandjean, Odermatt, Perlangeli (2). – Spono Eaglse: Troxler/Huber; Spaar, Hodel (2), Matter (6), Wyder (14/5), Arnet (4), Frey (1); Ramseier, Egli (5), Calchini. – Bemerkung: Wyder wirft Penalty über das Tor (13./5:8).

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