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HANDBALL: Nottwils neues Gesicht gefällt

Favorit sind andere? Von wegen. Die Spono Eagles melden sich erstarkt aus der Meisterschaftspause zurück und schlagen Leader Brühl auf beeindruckende Weise mit 28:24.
Stephan Santschi
Feiern einen Nottwiler Treffer: Pascale Wyder (rechts) und Sabrina Amrein. (Bild: Philipp Schmidli (Nottwil, 23. April 2017))

Feiern einen Nottwiler Treffer: Pascale Wyder (rechts) und Sabrina Amrein. (Bild: Philipp Schmidli (Nottwil, 23. April 2017))

Stephan Santschi

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Drei Wochen ist es her, seit die Spono Eagles in Stans mit 32:22 siegten und trotz des klaren Ergebnisses nicht überzeugten. Froh um die Pause sei er, meinte Trainer Urs Mühlethaler damals. Weil es ihm und seinem Team Zeit gab, das neue Spielsystem einzuüben, das aufgrund der langfristigen Ausfälle der Leistungsträgerinnen Lisa Frey und Ivana Ljubas nötig geworden war.

Gestern nun, zum Auftakt in die Finalrunde, meldeten sich die Luzernerinnen auf eindrückliche Art und Weise aus dem Trainingsbetrieb zurück. 28:24 bezwangen sie den Leader aus St. Gallen, womit sie selbst ihren Trainer verblüfften: «Damit habe ich nicht gerechnet, schliesslich haben wir hinten und vorne ein neues Spiel erfinden müssen.»

Und das sah so aus: In der Abwehr leisteten die Eagles permanente Störarbeit, gingen Brühl in dessen Angriff immer wieder aggressiv an. «Konsequentes Pressen», nennt Mühlethaler dies, «damit haben wir dem Gegner Probleme gemacht.» In der Offensive lief derweil mehr über den Kreis als in der Vergangenheit, generell schien das Spiel ohne die wurfgewaltigen, aber eher statischen Frey und Ljubas schneller und etwas unberechenbarer. Nicht weniger als neun Mal kam eine Brühlerin zu spät und verursachte damit einen Penalty.

Huber und Wyder mit überragenden Leistungen

Brühl erwischte zwar den besseren Start, führte nach einer Viertelstunde mit 6:3, weil ihr Goalie Sladana Dokovic Parade an Parade reihte. Doch dann fanden die Adler vom Sempachersee immer besser in die Partie. «Wir waren zunächst etwas ängstlich, haben dann aber mutiger und mit mehr Risiko gespielt», stellte Mühle­thaler fest. In der 21. Minute hatte Spono die Partie wieder ausgeglichen (7:7), zur Pause führten sie mit 13:11. Richtig stark wurde der Auftritt aber erst nach dem Seitenwechsel, als Brühl den Faden vorübergehend völlig verlor. Zwischen der 35. und der 43. Minute erhöhte Nottwil das Skore von 15:12 auf 22:12 und entschied das Kräftemessen frühzeitig.

Aus dem geschlossenen Kollektiv ragten dabei zwei Spielerinnen noch heraus: einerseits Goalie Fabienne Huber, die es nach dem Meistertitel der letzten Saison eigentlich ruhiger angehen wollte und bis im März ausschliesslich in der zweiten Equipe im Einsatz stand. Gestern wurde sie in der 19. Minute eingewechselt, am Ende hatte sie eine ­hervorragende Abwehrquote von 44 Prozent auf dem Konto.

Am Mittwoch kommt der LK Zug nach Nottwil

Andererseits gefiel Pascale Wyder: Sie traf 13 Mal, versenkte acht von neun Siebenmetern. «Ich lobe mich selten selber, hier habe ich aber zwei ganz gescheite Entscheidungen getroffen: Erstens machte ich Pascale zur Penaltyschützin, um ihr Selbstvertrauen zu stärken. Und ich beorderte sie von der Mitte auf Rückraum links – so muss sie sich nicht auch noch mit der Spielsteuerung belasten. Für Pascale ist das voll aufgegangen», resümierte Mühlethaler.

Dass die Eagles diese starke Phase nicht bis zum Ende durchziehen konnten, verrät das Ergebnis, näher als auf vier Tore kam Brühl aber nicht mehr heran. Ist Spono, das aufgrund des Verletzungspechs die Favoritenrolle an Brühl und Zug abgetreten hatte, nun zurück im Meisterrennen? «Wir schenken es auf jeden Fall nicht ab», betonte Mühlethaler. Und richtete den Blick bereits auf den nächsten Mittwoch, wenn der LK Zug zur nächsten Schlüsselpartie in Nottwil gastiert.

Frauen, SLP1, Finalrunde

1. Runde: Spono Eagles – Brühl 28:24. – Samstag: LK Zug – Thun 29:23 (18:10). – Rangliste (alle 22 Spiele): 1. Brühl St. Gallen 36 (+197). 2. Spono Nottwil 36 (+194). 3. LK Zug 34 (+178). 4. Rotweiss Thun 24 (+30).

Spono Eagles – Brühl 28:24 (13:11)

SPZ, Nottwil. – 550 Zuschauer. – SR Capoccia/Jucker. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Spono; 3-mal 2 Minuten gegen Brühl. – Spono: Aegerter/Huber (ab 19.); Egli (4), Hodel (3), Matter (2), Wyder (13/8), Amrein (3), Frey (2), Ramseier (1); Arnet, Spaar. – Brühl: Dokovic/Fabia Schlachter (ab 43.); Rebecca Kündig (2), Fudge (9), Kerstin Kündig (2), Haag (3), Murer (2), Oberli; Mustafoska (4/3), Özcelik, Wenger, Fink, Marina Schlachter, Ussia (2).

Hinweis

Mittwoch: Spono Eagles – LK Zug (19.30, SPZ, Nottwil).

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