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HANDBALL: Perovic schiesst den BSV Stans zum Sieg

Der BSV Stans schlägt Birsfelden 32:29 und gewinnt damit nach langer Zeit wieder gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Die Ausgangslage aber bleibt heikel.
Stephan Santschi
Nikola Perovic (am Ball) erzielt zwölf Tore für die Stanser. (Bild: Roger Grütter (Stans, 3. März 2018))

Nikola Perovic (am Ball) erzielt zwölf Tore für die Stanser. (Bild: Roger Grütter (Stans, 3. März 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

«Es wird jedes Jahr extremer», sagte Trainer Andy Gubler. «Es ist nicht lustig», fand Kreisläufer Nando Kuster. Was sie ansprachen? Die Ausgeglichenheit in der NLB. Obwohl die Stanser sechs der letzten acht Partien gewonnen haben, befinden sie sich weiterhin nur zwei Punkte über der Abstiegszone. Das Spiel am letzten Samstag vermag die umstrittene Situation am Tabellenende vorzüglich wiederzugeben. Dank dem 32:29-Heimsieg gegen Birsfelden rückten die Nidwaldner auf den neunten Rang vor. Hätten sie hingegen mit mindestens vier Toren verloren, wären sie auf den 14. und letzten Platz abgerutscht. «Wir sind zum Siegen verdammt», stellte Gubler fest.

Mit dem Auftritt seiner Mann­schaft war er zufrieden. Erstmals seit dem 26:25-Erfolg von Mitte November gegen Steffisburg hielt sie dem speziellen Druck stand und gewann ein Duell mit einem direkten Konkurrenten im Relegationskampf. Der Auftakt missriet zwar, früh lagen die Gastgeber in der stimmungsvollen Eichlihalle mit 1:3 zurück. Bald aber griff die Deckung, und im Angriff spielte sich einer hervor, der erst seit etwas mehr als drei Monaten in Stans zu Hause ist: Nikola Perovic. Der 25-jährige Serbe spielte mangels Linkshändern im rechten Aufbau und er tat dies vorzüglich. Egal, von wo und wie der 1,93-Meter grosse Aufbauer aufs Tor warf, sein Versuch sass. Am Ende hatte Perovic mit einer 100-prozentigen Abschlussquote 12-mal reüssiert. «Dank ihm kann der Gegner nicht einfach nur flach verteidigen. Das gibt auch Räume für unsere sehr guten Kreisläufer», lobte Gubler.

Stanser Regisseur spielt angeschlagen

Nach einer Viertelstunde lag der BSV Stans mit 10:6 im Vorsprung, und auch wenn er den Gast aus dem Baselland nie vorentscheidend zu distanzieren wusste, brachte er die beiden Punkte sicher ins Ziel. Bis zur 40. Minute hatte Birsfelden nochmals den Anschluss geschafft (20:19), kurz darauf waren die Nidwaldner aber wieder entrückt (45./24:19). Christian Arnosti, der bereits in Halbzeit eins den glücklosen David Wenger im Tor ersetzt hatte, trug nach dem Seitenwechsel mit sechs Paraden das Seinige zum Erfolg bei. Letztlich spielte es auch keine Rolle, dass die Stanser dem Birsfelder Mads Thomsen etwas gar viel Raum gewährten – der Linkshänder traf 10-mal, weil er zu wenig aggressiv angegangen wurde.

Erfreulich war, wie oft sich die Stanser Gegenstossgelegenheiten erspielten. Zwar verwerteten sie nicht alle, letztlich gelangen ihnen aber genügend einfache Tore, um den etwas verloren gegangenen Angriffsrhythmus in der zweiten Halbzeit zu kompensieren. Dass Spielmacher Fernando Skrebsky Dutra angeschlagen in die Partie gegangen war und die ganze Woche nicht trainiert hatte, war offensichtlich – der Brasilianer agierte ungewohnt zurückhaltend. «In unserer Halle spielen wir mit voller Leidenschaft und Emotionen», sagte Nando Kuster, der mit seinen Gesten regelmässig das Publikum zur Unterstützung aufforderte. Wie schon sein Vater Norbert ist auch Nando ein Kämpfer vor dem Herrn, dank seiner Grösse gar ein veritabler Defensivspezialist. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, gleich vier Tore nach Kontern für seine Farben zu erzielen.

Sieben Spieltage sind bis Anfang Mai noch ausstehend, nach 19 Runden stehen die Stanser auf einem einstelligen Tabellenplatz, doch eben: Der Schein trügt. Da der Vorsprung auf die Abstiegszone nur zwei Punkte beträgt, droht schon in einer Woche wieder der Fall unter den Strich. Für zusätzliche Emotionen wird der nächste Gegner sorgen – am Samstag steht das Auswärtsspiel in Altdorf auf dem Programm (18 Uhr, Feldli). Auch die Urner stecken mittendrin im sportlichen Überlebenskampf, nachdem sie in den letzten sechs Matches nur einmal gewinnen konnten.

Nationalliga B

19. Runde: Stans – Birsfelden 32:29. Altdorf – RTV Basel 25:26. Steffisburg – Möhlin 30:28. STV Baden – Kadetten Espoirs SH 31:29. Horgen – Lakers Stäfa 34:32. SG Yellow/Pfadi Winterthur – Siggenthal/Vom Stein 25:17.

Rangliste (alle 19. Runde): 1. RTV Basel 36. 2. STV Baden 32. 3. Möhlin 23. 4. Solothurn 21. 5. Kadetten Espoirs SH 21. 6. Lakers Stäfa 20. 7. HS Biel 17. 8. SG Yellow/Pfadi Winterthur 17. 9. Stans 14. 10. Steffisburg 14. 11. Altdorf 13. 12. Siggenthal/Vom Stein 13. 13. Horgen 12. 14. Birsfelden 11.

Stans – Birsfelden 32:29 (16:13)

Eichli. – 312 Zuschauer. – SR Keiser/Rottmeier. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Stans, 3-mal 2 Minuten gegen Birsfelden. – Stans: Wenger/Arnosti (ab 19.); Wanner (2), Perovic (12), Skrebsky Dutra (1), Scherer (2), Imfeld (2), Riederer (1), Kuster (4); Henrich (3/3), Christen (4), Odermatt, Lussi (1/1). – Birsfelden: Tränkner/Kühner; Müller, Thomsen (10), Stähelin, Schmid (8/2), Kähr (4), Buob (2), Dietler (1); Spänhauer, Butt (1), Sebele (3). – Bemerkungen: Kühner hält Penalty von Skrebsky Dutra (2./0:1). Tränkner hält Penalty von Henrich (23./13:10).

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