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HANDBALL: Pfadi Winterthur beendet Cup-Traum des KTV Altdorf

Im Cup-Viertelfinal heizt der KTV Altdorf dem A-Ligisten Pfadi Winterthur tüchtig ein. Doch nach der Pause war der Schwung weg – 19:28-Niederlage.
Urs Hanhart
Hatte zu Beginn des Spiels Mühe, Winterthur-Keeper Matias Schulz zu überwinden: der vierfache Altdorfer Torschütze Pascal Aschwanden (am Ball). (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 18. Oktober 2017))

Hatte zu Beginn des Spiels Mühe, Winterthur-Keeper Matias Schulz zu überwinden: der vierfache Altdorfer Torschütze Pascal Aschwanden (am Ball). (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 18. Oktober 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Die Altdorfer waren in der heimischen Feldli-Arena näher an der erhofften Cup-Sensation dran, als es das klare Schlussresultat (19:28) vermuten lässt. Zwar verzeichneten die Gastgeber einen denkbar schlechten Start gegen den vermeintlichen Goliath, der zurzeit in der obersten ­Spielklasse die zweite Position einnimmt. Den nervös und überhastet agierenden Urnern unterliefen zunächst viele Fehlpässe, technische Fehler und auch Fehlwürfe. Zudem fanden sie zunächst kein Konzept, um die aggressive Gästeabwehr auszuhebeln.

Erst nach zwölf Minuten gelang Rechtsaussen Fabian auf der Maur der erste Treffer. Bis dahin hatten die Zürcher bereits fünfmal getroffen. Als der Bann endlich gebrochen war, legten die Urner deutlich zu. Sie arbeiteten sich kontinuierlich immer näher heran und verkürzten den Abstand bis zur 20. Minute auf drei Längen (6:9). Ab Mitte der ersten Halbzeit war die KTV-Truppe vor­übergehend sogar das bessere Team. Mit dem Drei-Tore-Rückstand ging es dann auch in die Pause (Halbzeitstand 9:12).

Durch eine Strafen-Serie ausgebremst

Nach dem Wiederanpfiff war der frech und erfrischend aufspielende Underdog drauf und dran, die Pfader ins Wanken zu bringen. Linksaussen Pascal Aschwanden verkürzte auf 10:12, Marius Kasmauskas gelang kurz darauf beinahe der erstmalige Anschlusstreffer. Sein Gewaltswurf aus dem Rückraum knallte jedoch an die Lattenunterkante und sprang von dort ins Feld zurück. Ab der 36. Minute, beim Spielstand von 11:13, wurden die Urschweizer dann durch eine ganze Serie von Zwei-Minuten-Strafen richtiggehend ausgebremst.

Altdorf musste fast pausenlos in Unterzahl spielen, wodurch der nach dem Seitenwechsel aufgenommene Schwung völlig verloren ging. Winterthur hatte nun leichtes Spiel und zog immer weiter davon. Mitte der zweiten Halbzeit betrug der Abstand bereits acht Längen (13:21), womit die Partie entschieden war. ­Immerhin schafften es die bis ­zum Schluss tapfer kämpfenden Urner, in der letzten Viertelstunde den Rückstand zu stabilisieren und so eine Kanterniederlage mit zweistelligem Abstand zu verhindern.

Mit unterschiedlichen Ellen gemessen

Altdorfs Spielertrainer Mario Obad haderte nach dem Schlusspfiff mit der Leistung der Schiedsrichter. «Wir sind eindeutig benachteiligt worden, haben doch die Schiedsrichter mit unterschiedlichen Ellen gemessen und beim Gegner viel mehr toleriert. In den langen Unterzahlphasen konnten wir somit nicht mehr viel ausrichten. Das ist sehr schade.» Unter dem Strich war Obad aber mit der Vorstellung seines Teams zufrieden: «Wir haben respektlos und ohne Angst gespielt. Die Einstellung hat gestimmt, und wir haben vollen Einsatz gezeigt.»

Der Spielertrainer agierte wie gewohnt als Lenker und Denker. Er war mit sieben Torerfolgen auch der beste Altdorfer Torschütze. Offensiv vermochten sich auch Samuel Wyss (5 Tore) und Linksaussen Pascal Aschwan­den (4) gut in Szene zu setzen. Letzterer scheiterte in der Startphase gleich viermal am über­ragenden Pfadi-Keeper Matias Schulz, der übers ganze Match fast 40 Prozent aller Würfe parierte und damit den Grundstein für den Halbfinaleinzug seines Teams legte. Im Verlaufe der Partie fand Aschwanden dann doch noch ein Rezept, um den Ball am überragenden Schlussmann vorbeizuzirkeln.

Der KTV Altdorf kann nun eine rund zweiwöchige Meisterschaftspause geniessen. Am Samstag, 4. November, startet dann der Meisterschaftsbetrieb mit dem mit Spannung erwarteten Derby gegen Stans. In diesem Kellerduell der beiden NLB-Tabellenletzten wollen beide Teams endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Wer verliert, fasst die rote Laterne. Die Ausgangslage für dieses Derby könnte kaum brisanter sein.

Cup, Viertelfinal

Altdorf – Pfadi Winterthur 19:28 (9:12)

Feldli. – 500 Zuschauer. – SR Cappoccia, Jucker. – Altdorf: Amrein, Dittli, Arnold; Kasmaukas, Baumann, Inderbitzin, Aschwanden (4), Wyss (5), Ledermann, Auf der Maur (1), Gwerder, Obad (7), Munzert (1), Betschart (1).

Winterthur: Schulz, Vaskevicius; Bräm (3), Ott (1), Hess (7), Pecoraro, Kasapidis (1), Langerhuss (3), Vernier (4), Lier (6), Heer (1), Jud (1), Svajlen (1).

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