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HANDBALL: Playoff-Start für den HCK – Blättler und die spezielle Jahreszeit

Für den HC Kriens-Luzern beginnt am Donnerstag (19.45 Uhr) das Playoff-Abenteuer. Er scheint im Viertelfinal gegen Bern Muri nur Aussenseiter zu sein. Topskorer Adi Blättler widerspricht vehement.
Roland Bucher
Schuss und Tor: Adi Blättler. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 18. Februar 2018))

Schuss und Tor: Adi Blättler. (Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 18. Februar 2018))

Die Saison der Krienser war bisher eine Berg-und-Tal-Fahrt. Mehr runter indes als rauf. Eine Sturzfahrt? «Nein, das war sie nicht», sagt Adi Blättler (23) unmissverständlich. «Wir hatten eine durchaus akzeptable Qualifikation. Und wir hatten in der Finalrunde starke Auftritte, in welchen wir bewiesen haben, dass Substanz in unserer Mannschaft steckt.» Die abzurufen sich ab Donnerstagabend in der ersten Playoff-Viertelfinalpartie gegen Bern Muri (Gümligen, 19.45) definitiv lohnt. Die Playoffs mit dieser geballten Ladung an Emotionen und Entscheidungsrasanz sei, so erklärt Blättler, eine «ganz spezielle Jahreszeit. Jetzt geht’s so richtig los, auf diesen Saison­höhepunkt haben wir hingearbeitet.» Und eines wolle er versprechen: «Wir Krienser sind parat. Das spüre ich.»

Adi Blättler hat ein gutes Gespür für die mannschaftsinterne Befindlichkeit. Seit 13 Jahren wirkt er im Verein, er, der alles andere als Gardemasse für den körperbetonten Handball ins Felde führt: 172 Zentimeter ist er klein, 74 Kilogramm leicht. Aber nie als zu leicht befunden worden: «Er hat ein Kämpferherz wie kein anderer», sagte beispielsweise Heiko Grimm, der Ex-Trainer und grösste Förderer des Linksflügels.

Inzwischen ist Blättler in die internationale Güteklasse aufgestiegen, hat Länderspiele bestritten und Tore für die Schweiz geworfen: «Ich bin stolz, wenn ich das Nationalmannschaftsdress überstreife», gesteht der Gegenstossspezialist, dann schlage sein Herz noch höher.

Weit oben in der Krienser Team-Hierarchie

Bei Kriens ist Adi Blättler, der ­abschlussstarke Flügelmann und Penaltyschütze, auf und neben dem Spielfeld zu einem Team­leader aufgestiegen. «Das wage ich zu behaupten», meint das bis im Sommer 2019 vertraglich an Kriens gebundene Eigen­gewächs, das habe aber nichts ­damit zu tun, dass er jetzt etwas Besseres sei, sondern: «Vor vier Jahren war ich noch der Stift in der Mannschaft. War um jeden Tipp, um jeden Ratschlag froh, den mir die bestandenen Leute gesteckt haben. Jetzt liegt es auch an mir, Verantwortung zu übernehmen und den jungen Leuten mal höflich beizubringen, wo’s langgeht.» Aber wenn einer wie zum Beispiel Dani Fellmann das Wort erhebe, der Erfahrenste mit der eindrücklichsten Karriere, ­relativiert Blättler, «dann hat das nach wie vor ungleich mehr Gewicht und Wirkung».

Was nichts daran ändert: Blättler hat auf die Überholspur geschwenkt. Keiner im Team ist so abschlussstark wie er, Blättler ist auf dieser seiner Flügelposition auch national der Aufsteiger des Jahres. «Ich habe mich gesteigert», sagt er bescheiden, sein Fleiss und seine Beharrlichkeit begännen sich auszuzahlen. 102 Tore hat er in dieser Meisterschaft bereits geworfen, ist auf Rang acht im Skorer-Ranking platziert. «Alles das ist gar nichts», betont die Krienser Identifikationsfigur, «wenn wir als Team scheitern.» Das hat der Spezialist für die spektakulären Tore aus spitzem Winkel indes überhaupt nicht im Sinn: «Wir können das packen, wir haben diese Saison gezeigt, dass Bern und wir sehr nahe beieinander sind.» Zur Beweisführung wird Adi Blättler einiges beitragen müssen.

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

NLA, Playoffs

Viertelfinals (best of 5). 1. Runde: Wacker Thun (1. Finalrunde) – Gossau (8.) 27:21 (11:12). – Heute. 19.45 Uhr: BSV Bern Muri (4.) – Kriens-Luzern (5.). – 20.30 Uhr: Kadetten Schaffhausen (3.) – Suhr Aarau (6.). – Freitag, 19.30 Uhr: Pfadi Winterthur (2.) – St. Otmar St. Gallen (7.).

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