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HANDBALL: Präsident des BSV Stans: «Wir wecken wieder positive Emotionen»

Die Frauen des BSV Stans empfangen heute Brühl St. Gallen zum Cup-Viertelfinal. Präsident Philipp Bühlmann spricht vorher über einen ärgerlichen Forfait-Entscheid und das eigene Engagement für den Verein.
Stephan Santschi
Die Stanserin Nadja Fellmann (am Ball) findet zurück zu alter Stärke. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 8. Oktober 2017))

Die Stanserin Nadja Fellmann (am Ball) findet zurück zu alter Stärke. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 8. Oktober 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Es ist eine unglückliche Anekdote: Den Frauen des BSV Stans droht der 27:18-Sieg bei den Spono Eagles II vom letzten Wochenende in eine Forfait-Niederlage umgewandelt zu werden. Der Grund: Mit Jana Hurschler figurierte auf dem Matchblatt eine nicht spielberechtigte Akteurin. «Jana ist verletzt, sie hat gar nicht gespielt, wollte einfach das Team auf der Bank unterstützen», berichtet Philipp Bühlmann, der Präsident des BSV Stans. Trainer Vicente «Ike» Cotrina Cabal notierte den Namen der Spielerin fälschlicherweise bei der Mannschaft und nicht im Betreuerstaff. Laut Reglement des Schweizerischen Handballverbands zieht das Aufgebot einer Spielerin mit inaktivem Status eine kampflose Niederlage nach sich. «Das ist extrem schade», sagt Bühlmann, der gegen den Entscheid rekurriert hat und nächste Woche eine definitive Antwort erwartet. Verlieren die Stanserinnen dieses Spiel nachträglich, rutschen sie wieder auf den letzten Platz der SPL 2 und werden die Abstiegsrunde in einer Woche mit zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer in Angriff nehmen.

Es ist ein Rückschlag in einer Phase, in welcher es beim BSV Stans als Ganzes kontinuierlich nach oben geht. Die Querelen der letzten Saison mit dem Rücktritt von Präsident Jürg Spieler und dem am Ende auf drei Personen reduzierten Vorstand gehören der Vergangenheit an. «Wir haben bei vielen Personen, die uns gegenüber zurückhaltend waren, wieder positive Emotionen wecken können», erzählt Bühlmann. Der 49-jährige Stanser hat sich im letzten Juni an der Generalversammlung zum Präsidenten wählen lassen, weil der Verein für ihn eine Herzensangelegenheit ist. «Der BSV Stans ist mehr als ein Verein, er ist Tradition und Geschichte.» Bereits als E-Junior trat er bei, später war er unter der Federführung von Andy Studer einer der Mitbegründer der 3. Mannschaft, zudem trainierte er Inter-Juniorinnen und die zweite Frauenequipe.

Ausländische Spieler arbeiteten in seiner Firma

Noch prägender trat Bühlmann als Sponsor in Erscheinung. Mit seiner unweit der Eichlihalle gelegenen Firma Bachmann Mo­bile Kommunikation AG, die er mittlerweile verkauft hat, ermöglichte er es dem Verein immer wieder, ausländische Spieler zu verpflichten, indem er ihnen neben dem Handball eine Anstellung anbot. Einer der ersten war der Slowake Michal Baran nach der Jahrtausendwende, ein aktueller ist Florian Henrich aus der jetzigen NLB-Mannschaft. Vor seinem Wechsel ins Amt des Vereinspräsidenten stand er der Gönnervereinigung «Club 101» vor. «Es ist wie im Beruf. Wenn man etwas gerne tut, wenn man morgens mit Freude aufsteht, gibt man es nicht einfach so verloren. Ich finde den Sport generell ungemein spannend», erklärt Bühlmann seine Leidenschaft für den BSV Stans, bei dem seine Söhne Timo und Ulisse als Junioren spielen.

Zum Aufschwung im Verein gehören nach jeweils schwierigen Saisonstarts auch die Leistungen der beiden Fanionteams. Die NLB-Männer von Andy Gubler realisierten zuletzt drei Siege in Serie, wehren sich mit Vehemenz gegen den Abstieg und treffen heute auf den verlustpunktlosen Leader RTV Basel (15.30 Uhr, Eichli). Die Frauen, ungeachtet der möglichen Forfaitniederlage, schafften ebenfalls drei Vollerfolge in Serie und präsentieren sich im Relegationskampf mit neuer Energie. Bühlmann hat sich im Verlauf der Saison sowohl bei den Männern (Nikola Perovic, Fernando Skrebsky Dutra) wie auch bei den Frauen (Lara Ernst) für Zuzüge aus dem Ausland starkgemacht. «Das Ziel im Vorstand haben wir klar formuliert: Wir wollen auch nächste Saison mit beiden Teams in den zweithöchsten Ligen präsent sein.»

«Simpelste Mittel sind oft am effektivsten»

Ob den Stanser Frauen heute im Cup-Viertelfinal gegen Brühl (17.30 Uhr, Eichli) eine Überraschung gelingen wird, ist unwahrscheinlich, zu gross ist wohl der Klassenunterschied zum Rekordmeister und Rekordcupsieger aus St. Gallen. Für die Nidwaldnerinnen kommt die spezielle Affiche aber zu einem guten Zeitpunkt, sie treten weitaus unbeschwerter und zielstrebiger auf als noch in der ersten Saisonhälfte. «In der Wirtschaft und im Sport ist mit Psychologie viel machbar, und oft sind die simpelsten Mittel am effektivsten», erklärt Bühlmann die Leistungssteigerung und konkretisiert: «Offizielle Meetings mit allen Involvierten, gute Gespräche, ein Commitment für die Werte des Teams.» Da soll auch eine allfällige Forfaitniederlage die Aufbruchstimmung nicht trüben können.

Aktuelle Spiele

Heute (Sporthalle Eichli, Stans). Männer, NLB: Stans – RTV Basel (15.30).

Frauen, Schweizer Cup. Viertelfinal: Stans – Brühl St. Gallen (17.30).

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