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HANDBALL: Radovanovic erwartet Hexenkessel

Kriens hat im Kampf um den Finaleinzug den letzten Zwick an der Geissel: Heute (17.00) muss gegen Pfadi Winterthur ein Sieg her. Alexander Radovanovic sagt, wie das zu bewerkstelligen ist.
Auf seine Qualitäten sind die Krienser heute angewiesen: Alexander Radovanovic (Zweiter von rechts). (Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 5. April 2017))

Auf seine Qualitäten sind die Krienser heute angewiesen: Alexander Radovanovic (Zweiter von rechts). (Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 5. April 2017))

Roland Bucher
sport@luzernerzeitung.ch

Es war ein bitteres Finale am Freitag in Winterthur. Kriens hatte sich die Lungen aus dem Leib gerannt, Kriens hatte in heroischer Art und Weise eine Sechstore-Hypothek getilgt, Kriens hatte begeistert, Kriens hatte fast alles richtig gemacht. Nur – verloren. Der tragische Held in diesem Handball-Drama war Alexander Radovanovic (22). Der Serbe traf neun Mal für sein Team und verwertete die ersten vier Strafwürfe vom Siebenmeter-Punkt schon fast traumwandlerisch sicher.
Dann spielten ihm die Nerven einen Streich: Ausgerechnet jene beiden Penaltys, die den HCK in der Schlussphase definitiv auf Siegkurs hätten geleiten können, landeten in den Fangarmen des überragenden Pfadi-Keepers Matias Schulz (46 Prozent Abwehrquote!; im Vergleich: Paul Bar 12, Andi Portmann 22 Prozent). «Das tut mir so leid», bedauerte der Serbe nach dem Spiel seine Fehlwürfe, «aber das ist im Sport halt so: Wer Verantwortung übernimmt, der begeht immer eine kleine Gratwanderung zwischen Held und Versager.»

Allenfalls steht er auch ins Tor

Radovanovic konnte die Tränen trotzdem nur knapp zurückhalten. «Wir waren doch so nahe dran.» Aber ins «Nichts als Pech»-Schema glitt der Rechtsaufbauer nicht: «Wir waren am Schluss genau ein Tor weniger gut – da müssen wir nicht gross darüber diskutieren, das müssen wir akzeptieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.» Wie es dem Naturell des Krienser Topskorers entspricht, schaute er bereits kurz nach der Niederlage schon wieder in die Zukunft: «Wir haben uns kurz geärgert. Aber am Sonntag gibt es eine neue Chance, wieder auf Finalkurs einzuschwenken. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es diesmal Freudentränen geben wird.»

Der am effizientesten aus der rechten Rückraumposition agierende Nachfolger von HCK-Urgestein Boris Stankovic (37) hatte in den taktischen Plänen von Trainer Heiko Grimm eine wesentliche Rolle eingenommen. Übte sich auf der linken Aufbauerposition, tobte sich am Kreis aus und wich auch in die zentrale Position aus. Ein Problem mit dieser Verzettelung stellt Radovanovic indes in Abrede: «Ich mache das, was unser Trainer von mir will und fordert. Es ist in einer solchen Serie, da sich die beiden Widersacher aufs Komma genau kennen, sehr schwierig, Überraschungsmomente zu schaffen. Deshalb ist Improvisation gefragt. Das wird auch heute so sein.» Und, falls nötig: «Wenn mich Heiko ins Tor beordert, werde ich auch diesen Job ohne Murren erledigen. Und ich würde schon auch diesen oder jenen Ball parieren …» Traut man ihm, der soeben seinen Vertrag mit Kriens um eine weitere Saison verlängert hat und in den Zukunftsplänen eine prägende Rolle spielt, durchaus zu.

Los geht es heute um 17 Uhr in der Krauerhalle, auf zum vierten Spiel, das – bei einem Sieg – Kriens sozusagen die Halbfinal-Finalissima am Mittwoch in Winterthur bescheren, indes bei einer Niederlage alle Träume zerstören würde. «Daran denken wir nicht», schwört Radovanovic, und er spüre: «Die Krauerhalle wird ein Hexenkessel sein.» Hoffentlich am Schluss mit vielen Krienser Freudentränen.

NLA, Playoff-Halbfinals
Best of 5. 4. Runde. Heute, 17.00 Uhr: Kriens-Luzern – Pfadi Winterthur (Krauerhalle). Stand 1:2.

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