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HANDBALL: «Schaffhausen? Warum nicht!»

Kriens-Luzern klopft heute (20.15 Uhr) mit viel Selbstvertrauen bei Titelfavorit Schaffhausen an. Der Krienser Co-Trainer Urs Schärer, ein Ex-Kadette, glaubt durchaus an eine Überraschung.
«Wir haben gar nichts zu verlieren», sagt Urs Schärer, Co-Trainer Kriens-Luzern. (Bild: Ralph Ribi)

«Wir haben gar nichts zu verlieren», sagt Urs Schärer, Co-Trainer Kriens-Luzern. (Bild: Ralph Ribi)

Die Finalrunden-Ausbeute für Kriens ist, gutmütig ausgedrückt, karg – provozierend interpretiert gar kläglich. Fünf Spiele, 1 Pünktchen. Und heute: ausgerechnet die Kadetten Schaffhausen, der Krösus, der unter Arno Ehret die Ärmel hochgekrempelt hat und wieder eine Macht ist. Der richtige Gegner, um die Forderung von Interimstrainer Nick Christen zu erfüllen? «Ich habe genug von Komplimenten, jetzt wollen wir Lohn. Punkte», betont der Chef.

Zur Seite steht Christen seit Januar Ex-Kadette Urs Schärer, eine Handball-Legende mit 177 Länderspielen, ein schlauer Fuchs. Schärer sagt entwaffnend deutlich: «Ein Sieg in Schaffhausen? Warum nicht!» Seine scharfe Waffe der Argumentation: «Die Kadetten stehen im Kampf um Rang 1 enorm unter Druck. Wir, die kleinen Krienser, haben aber gar nichts zu verlieren.» Dies sei die klassische Konstellation für eine unverhoffte Positivmeldung.

Schärer, der in seinem Portefeuille Handball nur noch als Hobby führt, ist als erfolgreicher Versicherungsbroker einer, der viel mit Menschen zu tun hat. Und der schnell ins Innenleben dieses HCK-Verbundes, der die Weiterreise von Ex-Trainer Heiko Grimm nicht so leicht verdaute, blicken konnte. «Man hat kolportiert, dass die Stimmung im Team nicht gut gewesen sei. Stimmt nicht. Es war einfach eine gewisse Unsicherheit.» Und heute? ­«Jeder weiss, dass wir hohe Ziele haben. Ich traue dieser Mannschaft zu, dass sie am Schluss die Playoff-Halbfinals erreicht.»

Ende Saison ist bereits wieder Schluss für Urs Schärer, Kriens war ein Intermezzo. «Das ist mehr oder weniger definitiv», sagt der Mann, der zusammen mit Christen den HCK durch die Finalrunde führt. Aber im Herzen habe er sich Kriens doch erheblich angenähert: «Es beeindruckt mich, wie gradlinig und souverän Nick Christen den Handball in der Region positionieren will. Das hat Stil. Und Zukunft.»

Ein Iraner für den HCK?

Apropos Zukunft: Bei den Kriensern hat dieser Tage ein junger Linksaufbauer aus dem Iran Probetrainings absolviert. Es ist nach erstem Empfinden davon auszugehen, dass der 1,92-Meter-Hüne den Zuschlag erhält und nächste Saison für den HCK Tore wirft. Für Goran Perkovac, der ab Sommer 2018 den Kriensern als Cheftrainer zu neuen handballerischen Höhenflügen verhelfen soll, wäre der Proband «ein Glücksfall». Er besitze alle Fähigkeiten, die einen Mann auf dieser wichtigen Rückraumstelle auszeichnen: «Er ist ein guter Schütze, hat ein starkes Auge fürs Spiel, ist geschmeidig. Ich hätte ihn gerne in meinem Team.»

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

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