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HANDBALL: SG Pilatus: Showdown erkämpft

Die SG Pilatus gewinnt das 1.-Liga-Derby gegen Emmen mit 23:22 und kann sich weiterhin Hoffnungen auf die Finalrunde machen. Der Gegner hat nicht nur das Spiel, sondern auch einen Leistungsträger verloren.
Stephan Santschi
War mit fünf Treffern der abschlussstärkste Akteur bei der SG Pilatus: der 25-jährige Sebastian Hermann, hier beim Sprungwurf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 9. Dezember 2017))

War mit fünf Treffern der abschlussstärkste Akteur bei der SG Pilatus: der 25-jährige Sebastian Hermann, hier beim Sprungwurf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 9. Dezember 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Heinz Fuhrimanns Analyse fiel kurz und bündig aus: «Wir haben in den letzten drei Minuten den Kopf verloren. Wir hatten zu wenig Geduld, begingen zwei technische Fehler, eine einfache Geschichte also. Das darf nicht passieren, ist aber auch kein Beinbruch.» Mit 22:23 waren seine Emmer am Samstag bei der SG Pilatus unterlegen, der Siegtreffer durch Basil Gnos war bereits rund drei Minuten vor Schluss gefallen.

So eng das Ergebnis es ausdrückt, so umkämpft war es auch gewesen, dieses Luzerner Derby. Beide Teams verfügten über eine starke Abwehr und gute Goalies (Kayoum Eicher und Severin Winiger), beide setzten sich vorübergehend mit drei Toren ab, die SG Pilatus in der Startphase (12./8:5), die Emmer im letzten Viertel der Partie (48./16:19). Meistens aber bewegten sie sich auch resultatmässig auf Augenhöhe, schenkten sich gegenseitig nichts. «Es war intensiv und hat Spass gemacht», resümierte Fuhrimann, dessen zweitklassiertes Team schon vor dieser Partie die Qualifikation für die Finalrunde (Top 4) geschafft hatte.

Stojan: «Meine Mannschaft ist bei 70 Prozent»

Anders die SG Pilatus. Die Luzerner brauchten die beiden Punkte ganz dringend, um sich noch eine rechnerische Chance auf Platz vier zu bewahren. Aktuell an sechster Stelle rangiert, kann die SG Pilatus es in der Schlussrunde vom nächsten Samstag aber nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Ein Sieg im Heimspiel gegen Pratteln vorausgesetzt, brauchen die Stadtluzerner auch noch die Schützenhilfe von Muotathal (gegen Olten) oder Herzogenbuchsee (gegen Dagmersellen). «Wir wollen dieses letzte Spiel mit aller Macht gewinnen und dann schauen wir, was dabei herauskommt. Für die Entwicklung der Mannschaft wäre das Erreichen der Finalrunde eine schöne Sache», hält Trainer Ralf Stojan fest.

Von der Leistung gegen Emmen war er sehr angetan. «In der Deckung probierten wir einiges aus, vom 5:1- über das spanische 4:2- bis zum 6:0-System. Wir stellten den Gegner vor verschiedene Aufgaben.» Und im Angriff hätten sie einige schöne Spielzüge gezeigt, «allerdings auch einige offene Chancen verballert». Stojan, der den Job an der Seitenlinie bei der SG Pilatus Anfang dieser Saison antrat und dabei einen Umbruch im Kader zu bewältigen hatte, ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: «Die Mannschaft begreift meine Ideen, noch mangelt es in der Umsetzung aber am Timing. Wir sind bei 70 Prozent, jeder hat noch Luft nach oben.»

«Der NLB-Aufstieg? Das ist ein Hirngespinst!»

Ihr Potenzial haben auch die Emmer noch nicht ausgeschöpft. Wie Stojan hat auch Fuhrimann seit dem letzten Sommer das Sagen. Er stärkte mittlerweile die Physis und die Defensivarbeit, «der Rest kommt von alleine. Auf diesem Niveau braucht es kein spezifisches Angriffstraining und auch keine Taktikschulung», erzählt Fuhrimann. Trotz der Fortschritte bleibt er auf dem Boden der Tatsachen: «Ich weiss, dass jetzt einige bereits von der NLB zu träumen beginnen, doch das ist ein Hirngespinst. Zuerst müssen wir wie eine NLB-Mannschaft trainieren, bevor wir an einen Aufstieg denken.» Er will die 1.-Liga-Finalrunde im nächsten Frühjahr deshalb bereits als Vorbereitung auf die nächste Saison nutzen. Und er plädiert für die Einführung einer Krafteinheit als Ergänzung zu den drei Hallentrainings.

Weniger erfreulich für die Emmer ist der sofortige Abgang von Goran Djuricin. Der 31-jährige Serbo-Ungar hatte seinen Vertrag letzte Woche aus persönlichen Gründen per sofort aufgelöst. «Über die genauen Gründe wissen wir nicht Bescheid. Für uns ist das ein Schock, er war ein Leistungsträger», sagt Fuhrimann.

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