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HANDBALL: SG Pilatus stösst «den Bock» um

Es war wieder intensiv und hitzig, das Derby zwischen der SG Pilatus und dem KTV Muotathal. Erstmals beanspruchten die Luzerner mit einem 33:26-Sieg das bessere Ende für sich.
Stephan Santschi
Basil Gnos (am Ball) trägt fünf Tore zum Sieg der SG Pilatus gegen Muotathal (rechts Jan Roos) bei. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 3. März 2018))

Basil Gnos (am Ball) trägt fünf Tore zum Sieg der SG Pilatus gegen Muotathal (rechts Jan Roos) bei. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 3. März 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Das letzte Aufeinandertreffen zum Start der 1.-Liga-Finalrunde war noch in guter Erinnerung. Mitte Januar war es, als Muotathal in der Mehrzweckhalle zum Derby bat und die SG Pilatus mit 24:21 besiegte. Die hitzige Atmosphäre mündete in der Schlussminute in ein Rencontre zwischen Micha Schelbert und Milan Korac, worauf der Muotathaler wegen einer angeblichen Tätlichkeit des Feldes verwiesen wurde.

Die Neuauflage dieses Duells am letzten Samstag in der Luzerner Maihofhalle zeitigte zwar keine rote Karte, temperamentvoll aber war es erneut. Als Micha Schelbert praktisch mit dem Pausenpfiff einen Freiwurf an die Brust von Gino Delchiappo donnerte, kam es zu verbalen Meinungsverschiedenheiten, die in Halbzeit zwei in Form von hart geführten Zweikämpfen ihre Fortsetzung fanden. Neun der insgesamt elf Zweiminutenstrafen sprachen die Schiedsrichter nach dem Seitenwechsel aus. «Obwohl wir relativ weit voneinander zu Hause sind, haben diese Spiele richtigen Derby-Charakter. Auf beiden Seiten hat es ein paar Heisssporne dabei», sagte Ralf Stojan. Hinter seinem eindrücklichen Vollbart war das Schmunzeln unübersehbar. Er, der Trainer der SG Pilatus, freute sich nämlich über den ersten Sieg im vierten Anlauf gegen Muotathal. «Schon während der ganzen Woche waren wir heiss drauf.»

Muotathal gibt den Kampf um Platz zwei auf

Der Spannungsgehalt der Partie mochte allerdings nicht mit der Emotionalität mitzuhalten. Die Gäste aus dem Kanton Schwyz waren wegen mehrerer personeller Absenzen zu wenig breit aufgestellt, um dem Kontrahenten bis zum Schluss Paroli bieten zu können. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (15:13) schufen die Luzerner bis zur 42. Minute eine vorentscheidende Differenz (22:17) – am Ende stand ein klarer 33:26-Erfolg zu Buche. «Wir verteidigten nicht gut. Und wir verpassten es, neben Micha Schelbert weitere Spieler in gute Abschlusspositionen zu bringen», monierte Muotathal-Trainer Hubert Gwerder. Die 13 Treffer des kräftigen Rotschopfs im Rückraum reichten am Ende bei weitem nicht zu einem positiven Resultat. «Für uns ist der Kampf um Platz zwei damit beendet», sagte Gwerder, dessen Team in der Vorwoche mit dem Heimsieg gegen Leader Chênois Genève nochmals Hoffnungen auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde aufleben liess.

Rang zwei steht auch nicht im Fokus der SG Pilatus, dort hat man mit dem Erreichen der Finalrunde nach dem Umbruch im letzten Sommer das Saisonziel bereits erreicht. «Ich bin froh, dass wir endlich diesen Bock umgestossen und Muotathal bezwungen haben. In der Vergangenheit bezahlten wir Lehrgeld, nun haben wir offensichtlich etwas gelernt», sagte Stojan, dessen Hauptaugenmerk auf der Weiterentwicklung der Luzerner Talente liegt.

Perkovac fordert mehr «Body» von Basil Gnos

Zwei davon sind die Brüder Flavio (20) und Basil Gnos (18) aus Stans, die im Rückraum der SG Pilatus eine immer tragendere Rolle einnehmen. Basil ist bereits Teil der NLA-Equipe von Kriens-Luzern, hat dort ein paar Teileinsätze absolviert und steht dort in im linken Aufbau hinter Peter Schramm und Luca Spengler an dritter Stelle der Hierarchie. «Ich habe jetzt mehr Selbstvertrauen. Als Nächstes möchte ich in der NLA regelmässig zum Einsatz kommen», erklärte der 1,94 Meter grosse Rückraumspieler. Mit seiner Sprungkraft, den wuchtigen Abschlüssen und fünf Treffern bewies der 18-jährige Nidwaldner auch gegen Muotathal seine Qualitäten.

In acht wöchentlichen Trainings rüstet sich der Absolvent der Sportkanti Alpenquai in Luzern für grössere Aufgaben. Goran Perkovac, der künftige Trainer von Kriens-Luzern, der sich das Spiel der SG Pilatus am letzten Samstag angeschaut hat, anerkennt das Talent von Basil Gnos, sagt aber auch: «In Sachen Body muss er zulegen. Und er sollte nicht am Flügel, sondern im Zentrum verteidigen.»

Männer, 1. Liga

Finalrunde, Gruppe 2: Bern Muri – Emmen 19:32 (13:14). SG Pilatus – Muotathal 33:26 (15:13). Yverdon – Chênois 24:30 (13:13). Visp – SG Olten 24:23 (13:14).

Rangliste: 1. Chênois Genève 8/11. 2. Yverdon 8/10. SG Olten 6/7. 4. Emmen 7/7. 5. Visp 8/7, 6. SG Pilatus 8/6. 7. Bern Muri II 6/5. 8. Muotathal 7/5.

SG Pilatus – Muotathal 33:26 (15:13)

Maihof, Luzern. – 180 Zuschauer. – SR Eberhard/Lanz. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen SG Pilatus, 5-mal 2 Minuten gegen Muotathal. – SG Pilatus: Schnyder/Eicher (für 2 Penalties); Burch (5), Mühlebach (6/4), Flavio Gnos (3), Basil Gnos (5), Hermann (1), Stadelmann (2), Ehrler (2); Korac, Delchiappo (1), Studer (4), Gautschi (2), Bühler (2). – Muotathal: Yves Imhof/Oechslin (31. bis 47.); Silvano Gwerder, Nick Imhof (2), Viktor Betschart (4), Micha Schelbert (13/6), Matteo Schelbert (2), Elias Betschart; Föhn, Ablondi (3), Roos, Kurti (2), Fabian Gwerder. – Bemerkung: Eicher hält Penalty von Micha Schelbert (21./13:10).

Männer, 1. Liga, Abstieg, Gruppe 2: Nyon – Dagmersellen 29:26 (16:14). Wacker Thun – Leimental 25:23 (12:12). Lyss – Pratteln 22:31 (9:12). West – Nyon 26:28 (13:15). Dagmersellen – Herzogenbuchsee 20:28 (11:14). – Rangliste: 1. Nyon 7/12. 2. Herzogenbuchsee 7/9. 3. Leimental 6/8. 4. Pratteln 8/6. 5. Wacker Thun II 7/6. 6. HBC West 7/6. 7. Lyss 8/5. 8. Dagmersellen 6/4.

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