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HANDBALL: Sie strahlt Sicherheit aus

Die Stanserinnen bleiben in der SPL 1. Mit der letzten Parade des Spiels sichert Goalie Daniela Kaiser ihrem Team den nötigen Punkt gegen Basel.
Daniela Kaiser (27) ist zur Stelle: Auch dank ihren Interventionen hat der BSV Stans den Ligaerhalt geschafft. (Bild Boris Bürgisser)

Daniela Kaiser (27) ist zur Stelle: Auch dank ihren Interventionen hat der BSV Stans den Ligaerhalt geschafft. (Bild Boris Bürgisser)

stephan Santschi

Vier Sekunden vor Schluss fand Anja Scherb nochmals eine Lücke im Defensivverbund der Stanserinnen. Doch die Flügelspielerin aus Basel scheiterte mit ihrem Versuch an Goalie Daniela Kaiser. Dann war Schluss, die Partie endete 21:21, und der direkte Ligaerhalt des BSV Stans in der SPL 1 stand fest. «Im ersten Moment ärgerten wir uns noch, dass wir nicht gewonnen hatten. Dann aber realisierten wir, dass ja auch ein Punkt reichte», resümierte Kaiser, die sich trotz fehlendem Sieg als Matchwinner feiern lassen konnte. Hätten die Nidwaldnerinnen gegen den ATV/KV Basel verloren, wären sie vor dem letzten Spieltag am nächsten Samstag in Winterthur noch nicht durch gewesen.

Peter Lang «emanzipiert» Goalies

Dass Stans in dieser Abstiegsrunde über sich hinauswuchs, hat es zu einem wesentlichen Teil Daniela Kaiser zu verdanken. Die 27-jährige Primarlehrerin aus Ennetbürgen avancierte zum grossen Rückhalt ihres Teams und brachte die Konkurrenz in Zusammenarbeit mit einer sehr stabilen Deckung regelmässig zur Verzweiflung. Nach dem Ausrutscher zum Auftakt im Heimspiel gegen GC Amicitia Zürich (13:23) blieben sie in den folgenden vier Partien ohne Niederlage und kassierten dabei im Schnitt weniger als 18 Tore pro Spiel. Kaiser spielt womöglich sogar die bisher beste Saison ihrer Karriere. «Ich habe mich in diesem Jahr sehr stark weiterentwickeln können», hält sie fest. Und führt dies auf einen Mann zurück: Peter Lang.

Er, der ehemalige NLA-Keeper des HC Emmenstrand und von Borba Luzern, fungiert in Stans seit dem letzten Sommer als Torhütertrainer. «In dieser Zeit hat sich Daniela als Goalie emanzipiert», sagt Lang, lächelt selber über seine Wortwahl und konkretisiert: «Sie ist der ruhende Pol, hat an Selbstvertrauen zugelegt, an Ausstrahlung gewonnen. Nach einer erfolgreichen Parade kommt auch mal die Faust.» Kaiser selber formuliert es so: «Ich spiele im Tor offensiver, gehe der Angreiferin beim Abschluss vom Kreis oder am Flügel entgegen. Es ist nicht mehr nur ein Reagieren.» Auch den Gegenstoss löse sie nun spontan aus, ohne sich Gedanken über einen möglichen Fehlpass zu machen. Alles in allem hält sie fest: «Ich habe an meiner Position viel Neues, Interessantes entdeckt. Ich habe nun richtig Freude daran gefunden.»

Tor war nicht Wunschposten

Nicht, dass sie es widerwillig getan hätte. Doch seit sie als 13-Jährige beim BSV Stans erstmals zwischen die Pfosten gestanden ist, weil sie jene war, die am wenigsten Angst vor dem Ball hatte, spielte Kaiser stets mit dem Gedanken, dass sie eigentlich lieber auf dem Feld herumrennen würde. Ihre Leistungen, der Teamgeist und der Erfolg waren aber dafür ausschlaggebend, dass sich ihre Funktion nicht mehr verändern sollte. Seit der Steigerungslauf der Mannschaft in der 3. Liga begonnen hat, zählt sie zum Kader, vier Aufstiege gestaltete sie mit und nun hat sie sich mit Stans bereits in der zweiten Saison auf höchster Stufe etabliert. «Das alles ging sehr schnell. Der Kopf brauchte etwas länger, um zu realisieren, dass wir nun in der SPL 1 spielen», fasst sie den mühevollen Anpassungsprozess des gesamten Teams zusammen. Letzte Saison wären die Nidwaldnerinnen ja abgestiegen, hätte sich Zofingen nicht freiwillig aus der SPL 1 zurückgezogen.

Diesmal schafft Stans den Ligaerhalt also direkt, vorzeitig und aus eigener Kraft, es wird die Saison mindestens als Nummer sechs der Schweiz abschliessen. Das Ende der Fahnenstange sei damit aber weiterhin nicht erreicht, da ist sich Daniela Kaiser sicher. «Wir alle haben noch sehr viel Potenzial», sagt sie. Und freut sich persönlich schon auf eine harte Vorbereitung für die nächste Saison. «Peter ist in allen Belangen sehr kompetent und fordert viel. In jedem Training gibt es neue Inputs. Wenn ich mit ihm so weiterarbeite, kann ich an mein Optimum gelangen.»

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