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HANDBALL: Spono Eagles werfen zähes Zug aus dem Cup

Die Spono Eagles schlagen den LK Zug mit 35:30 und ziehen in den Cup-Halbfinal ein. Dort wartet Ende März der RW Thun, mit dem die Nottwilerinnen noch eine Rechnung offen haben.
Stephan Santschi
Findet die Lücke in der Zuger Abwehr: Judith Matter (am Ball), hier gestört von Soka Smitran (23). (Bild: Corinne Glanzmann (Nottwil, 4. Februar 2018))

Findet die Lücke in der Zuger Abwehr: Judith Matter (am Ball), hier gestört von Soka Smitran (23). (Bild: Corinne Glanzmann (Nottwil, 4. Februar 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Der Cup-Viertelfinal zwischen den Spono Eagles und dem LK Zug war bereits seit einigen Minuten zu Ende, als nochmals Jubel durch die SPZ-Halle brandete. Auch Urs Wey, der Präsident der Spono Eagles, ballte die Faust und stiess einen Freudenschrei aus. Auslöser der positiven Emotionen war die Ziehung der Halbfinal-Paarungen, die unmittelbar nach Spielschluss auf dem Platz durchgeführt wurden.

Fabienne Huber, die ehemalige SPL 1-Torhüterin der Nottwilerinnen, amtete als Glücksfee und sie machte das ganz im Sinne ihres Vereins. Am Mittwoch, 28. März, kommen sie in der Vorschlussrunde des Schweizer Cups gegen RW Thun wieder in den Genuss eines Heimspiels. «Ein sehr gutes Los», sagte Wey, der vor allem froh ist, dass seinem Team die Fahrt zum grossen Rivalen Brühl erspart bleibt. Die St. Gallerinnen messen sich im anderen Halbfinal mit Kreuzlingen.

«Das sind Wadenbeisser, diese Zugerinnen»

Bevor sich Spono gespannt der Auslosung widmen konnte, hatten sie Schwerarbeit zu verrichten – der LK Zug war der erwartet zähe Gegner. «Wir wussten, dass es keine klare Sache wird. Ich bin kaputt. Das sind Wadenbeisser, diese Zugerinnen», sagte Nottwils Rückraumspielerin Lisa Frey und lächelte. Nachdem die erste Phase bis zur 20. Minute (10:10) äusserst ausgeglichen verlaufen war, setzte das Heimteam zum Zwischenspurt an und distanzierte den LKZ bis zur Pause auf 20:14. «Eine Machtdemonstration», stellte einer der 400 Zuschauer fest und traf damit den Nagel auf den Kopf. Die Wucht und die Variabilität des Nottwiler Angriffs waren beeindruckend, die Zugerinnen wurden vorübergehend überrollt.

Aber eben: Zug ist kein Team, das sich durch einen solchen Rückstand den Mut nehmen lässt. Nach dem Seitenwechsel wuchs der Rückstand zwar mehrmals auf sieben Einheiten an, doch jede Schwächephase der Nottwilerinnen wussten die Gäste sofort auszunutzen. Näher als auf drei Treffer (33:30) kamen sie aber nicht mehr heran, zu abhängig waren sie im Angriff von Topskorerin Sibylle Scherer, und deshalb dominierte am Ende die Enttäuschung. «Wir wollten an die Leistung des Brühl-Spiels anknüpfen. Wir haben aber nicht genügend Druck auf das gegnerische Tor entwickeln können», erklärte Catherine Csebits.

Sie, die Spielmacherin, die am Samstag ihren 19. Geburtstag feierte, könnte dies in naher Zukunft ändern. Von einem Ermüdungsbruch im rechten Fuss genesen, hat sie in diesem Jahr die ersten Einsätze für Zug absolvieren können. Zu lange hatte sie die Symptome im Fuss ignoriert, «weil ich nach meinem Wechsel nach Zug Leistung bringen und auf Titeljagd gehen wollte», wie sie sagt. In der Vorbereitung im August wurde dann aber klar, dass eine Pause unumgänglich ist. Csebits, die vor ihrem Engagement in Zug ein Ausbildungsjahr in einer dänischen Handball-Akademie verbrachte, kann mit ihrem Tempo und ihrem Spielwitz die offensive Unberechenbarkeit der Zugerinnen steigern.

Der Fokus des LK Zug gilt nun der Meisterschaft (SPL 1). In der am nächsten Wochenende beginnenden Finalrunde möchten die Zugerinnen die Playoff-Finals erreichen – vier Punkte beträgt der Rückstand auf den finalberechtigten Platz zwei. Die Spono Eagles können derweil weiterhin vom Double träumen, es wäre das zweite in der Vereinsgeschichte nach jenem im Jahr 2001.

Auf dem Weg in den Cupfinal gilt es als nächstes, den Rotweiss Thun auszuschalten. «Zu Hause sind wir nochmals eine Klasse besser», freut sich Lisa Frey auf das Highlight von Ende März. Auch dann dürften die Spono Eagles wieder auf einen unangenehmen Aussenseiter treffen. Die Berner Oberländerinnen, seit Jahren die Nummer vier der Schweiz, schlugen vor exakt einem Jahr die Nottwilerinnen im Cup-Halbfinal in Olten überraschenderweise mit 25:19.

Frauen, Schweizer Cup

Viertelfinals: Spono Eagles – LK Zug 35:30 (20:14). Leimental (NLB) – Kreuzlingen (NLA) 31:32 (17:17). Stans (NLB) – Brühl St. Gallen (NLA) 25:55 (9:29). GC Amicitia Zürich (NLA) – Rotweiss Thun (NLA) 21:23 (11:13) – Halbfinals (Mittwoch 28. März): Spono Eagles – RW Thun. LC Brühl – Kreuzlingen.

Spono Eagles – LK Zug 35:30 (20:14)

SPZ, Nottwil. – 400 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Spono; 3-mal 2 Minuten gegen Zug. – Spono Eagles: Schüpbach/Troxler (31. bis 44.); Irman (3), Matter (3), Wyder (7), Ljubas (1), Heini (2), Ramseier (4), Frey (6); Wick (6/5), Aselmeyer (2), Calchini (1), Spaar. – LK Zug: Kaiser/Betschart (ab 31.); Egli (2), Gwerder, Ravlic, Scherer (12/8), Traber (4), Smitran (5), Müller; Stutz, Kägi (2), Kähr (3), Csebits (2). – Bemerkung: Wick wirft Penalty an den Pfosten, trifft im Nachschuss (3./0:0).

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