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HANDBALL: Stans eliminiert die Null

Die Stanser stehen auch nach neun Runden auf dem letzten Platz der NLB. Doch endlich ist es da, das erste Erfolgserlebnis: Zu Hause gegen Steffisburg gewinnen sie auf dramatische Weise mit 26:25.
Stephan Santschi
Die Stanser (am Ball Nando Kuster) erzwingen gegen Steffisburg den ersten Sieg. (Bild: Nadia Schärli (Stans, 18. November 2017))

Die Stanser (am Ball Nando Kuster) erzwingen gegen Steffisburg den ersten Sieg. (Bild: Nadia Schärli (Stans, 18. November 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Noch einmal hielten sie in der Eichlihalle den Atem an: Die letzten Sekunden im Spiel zwischen Stans und Steffisburg liefen, der Gastgeber führte mit 26:25, befand sich wegen einer Zweiminutenstrafe aber mit einem Mann weniger auf dem Platz und hatte den Ballbesitz gerade mit einem Fehlpass hergeschenkt. Die Berner Oberländer nahmen ein Time­-out, besprachen den letzten Angriff, ersetzten den Goalie durch einen Feldspieler und generierten so für die finalen Momente sogar eine personelle 7:5-Überzahl. Prompt brachten sie einen der Ihren noch in Abschlussposition, Serafin Baumgartner mit Namen, der linke Flügel, der während der gesamten Partie keinen Fehlschuss zu verzeichnen gehabt hatte.

Doch ausgerechnet seinen letzten Versuch parierte der Stanser Goalie Stipan Maric. Daraufhin brachen alle Dämme. «Es war sehr emotional», sagte der Stanser Trainer Andy Gubler, «ich erhielt auch viele Gratulationen per SMS von ehemaligen Weggefährten.» Allen war die Bedeutung dieses Erfolgserlebnisses bewusst, schliesslich brachte es im neunten NLB-Spiel die ersten Punkte für die Nidwaldner.

Diesmal nicht vom Druck zermürbt

Die Mannschaft war damit erstmals in dieser Saison fähig, mit dem Druck gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf umzugehen. Zwei andere Heimspiele mit ähnlicher Ausgangslage, gegen Mitaufsteiger Biel (19:29) und gegen das auf dem zweitletzten Platz klassierte Altdorf (21:30), waren davor völlig missglückt. «Steffisburg hat sehr junge Spieler. Das machte sich am Ende bemerkbar, sie begingen viele Fehler», hielt Gubler fest. Da aber auch seine Auswahl nicht über ein gut sitzendes Nervenkostüm verfügte, hatte sich von Beginn weg ein hart umkämpftes Spiel entwickelt. Einmal lag Stans vorne, dann wieder Steffisburg, mehr als zwei Treffer betrug die Differenz nie. Nach einer Viertelstunde stand es 6:5, zur Pause 16:15, 15 Minuten vor Schluss 20:22.

Die Stanser kämpften leidenschaftlich, verteidigten unter der Führung des Innenblocks Roger Scherer/Nando Kuster solid und zeigten sich auch in der Offensive etwas verbessert. Trotzdem fielen sie zwischendurch wieder in alte Fehlermuster zurück. «Wir schlossen einige Angriffe zu früh oder unvorbereitet ab.» Letztlich erzwangen die Nidwaldner aber das Glück – nicht zuletzt dank ihrem Goalie, auf den in den wichtigen Momenten Verlass war. «Das fühlt sich wie eine ­Befreiung an und nimmt etwas Druck. Vielleicht können wir nun etwas lockerer an die nächsten Spiele herangehen», hofft Gub­ler, nachdem die Null auf dem Punktekontostand eliminiert und der Anschluss ans rettende Ufer auf zwei Zähler verkürzt werden konnte.

Stanser suchen neue Kräfte für den Rückraum

Am kommenden Samstag steht der schwierige Gang zum angriffsstarken STV Baden auf dem Programm, dann folgen bis Jahresende die Heimspiele gegen Solothurn, GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen und Möhlin – alles Gegner, die aktuell in den Top 5 der NLB stehen.

Neben der Arbeit auf dem Platz versucht der Trainer sein Team auch mit Transfers zu stärken. Derzeit ist Gubler auf der Suche nach Rückraumspielern, weil die Stanser in diesem Bereich dünn besetzt sind. Der vormalige Topskorer Balazs Pozsgai wird nach einer Knieverletzung erst im Februar zurückerwartet, die Linkshänder Gianluca Lima und Pascal Achermann haben sich vor beziehungsweise während der Saison durch die Hintertür verabschiedet, und dann hat sich Silvan Niederberger vor kurzem auch noch einen Kreuzbandriss zugezogen. «Wir hoffen, nächste Woche neue Leute präsentieren zu können», sagt Gubler. Damit man nicht wieder neun Spiele auf den nächsten Punktgewinn warten muss.

Männer, NLB

Rangliste: 1. Basel 8/16. 2. Möhlin 9/16. 3. Baden 8/12. 4. Solothurn 9/12. 5. GS/Kadetten Espoirs SH 9/11. 6. Lakers Stäfa 9/10. 7. Biel 9/9. 8. Birsfelden 9/8 (–6). 9. Yellow/Pfadi Espoirs 9/8 (-28). 10. Siggenthal/Vom Stein Baden 9/7. 11. Horgen 9/6. 12. Steffisburg 9/4. 13. Altdorf 9/3. 14. Stans 9/2.

Stans – Steffisburg 26:25 (16:15)

Eichli. – 212 Zuschauer. – SR Andreoli/Leu. – Strafen: je 3-mal 2 Minuten. – Stans: Maric; Amrein, Schumacher (3), Odermatt (2), Imfeld (2), Lussi (4/3), Christen, Dario Wanner (1), Kuster (3), Scherer (7), Riederer, Henrich (4). – Bemerkungen: Maric pariert Penalties von Manse (2./1:0) und Sorgen (30./16:15). Henrich verwirft Penalty (3./1:0).

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