Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HANDBALL: Stanser Fehlstart in der NLB

Übermotivierte Stanser verlieren das Aufsteigerduell gegen Biel klar mit 19:29. Nach drei Spielen steht die Mannschaft von Trainer Andy Gubler mit null Punkten da und sieht einer harten Saison entgegen.
Stephan Santschi
Der Stanser Roger Scherer (am Ball) zog wie das ganze Team gegen Biel einen schwachen Tag ein. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 24. September 2017))

Der Stanser Roger Scherer (am Ball) zog wie das ganze Team gegen Biel einen schwachen Tag ein. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 24. September 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Es sollte der erste Härtetest werden für die Stanser. Nach Niederlagen gegen die stärker eingestuften Stäfa (30:31) und Basel (25:31) gastierte am Sonntag Biel in der Eichlihalle – jenes Team also, das im Frühjahr mit den Nidwaldnern in die NLB aufgestiegen war. Die Erinnerungen an den Gegner waren gut, letzte Saison blieb man in der 1. Liga gegen die Berner Seeländer ungeschlagen (30:24, 21:21). Umso grösser war nach Spielschluss die Ernüchterung über die 19:29-Ohrfeige. «Dieses Resultat ist zu klar, wir haben uns am Ende aufgegeben. Unsere Offensivbemühungen waren schlecht vorbereitet, und hinten war jeder Angriff des Gegners ein Treffer», monierte Trainer Andy Gubler. Oder anders formuliert: Der BSV Stans zog einen Tag zum Vergessen ein.

Dabei hatte es gar nicht so schlecht begonnen. Die Abwehr war stabil, der Sturm agil und der Gegner bewegte sich auf Augenhöhe. Nach 23 Minuten war das Skore ausgeglichen (9:9) und auch zur Pause waren die Gastgeber vor 400 Zuschauern noch im Geschäft (12:14). Nach dem Seitenwechsel schwammen ihnen dann aber bald einmal die Felle davon. Gubler liess den Bieler Topskorer Benjamin Steiger fortan in Manndeckung nehmen – eine Massnahme, die nicht griff. Die Gäste nutzten die nun grösser werdenden Räume am Stanser Kreis resolut und hatten bereits nach 43 Minuten eine beruhigende Differenz zwischen sich und den Kontrahenten gelegt (20:15). Biel war auf der Goalieposition besser besetzt, und es verfügte mit dem ehemaligen NLA-Spieler Steiger (Bern Muri, Kriens-Luzern) im Rückraum sowie dem slowakischen Nationalspieler Erik Loch am Kreis über zwei überragende offensive Individualisten.

Stanser vermissen vier Leistungsträger

Stans erzielte derweil in Halbzeit zwei nur noch sieben Treffer, seine Leistungsträger zogen einen schwarzen Tag ein. Der linke Aufbauer Roger Scherer war zwar bemüht, fand aber nicht ins Spiel. Regisseur Florian Henrich wirkte ungeduldig und traf nicht einmal aus dem Spiel heraus. «Die Mannschaft war eigentlich gut drauf und hatte sich viel vorgenommen. Als es ihr dann im Spiel nicht anhängte, verlor sie den Mut», erklärte Gubler. Als er am Schluss noch den Goalie durch einen siebten Feldspieler ersetzte, um die Durchschlagskraft des Angriffs zu erhöhen, wuchs der Rückstand aufgrund zweier Gegentreffer ins leere Tor sogar auf zehn Tore an. «Ein Spiel auf diesem Niveau dauert wirklich 60 Minuten, eine Baisse verträgt es nicht», konstatierte der Trainer, der mit seinen Anweisungen an diesem Tag ähnlich glücklos agierte wie seine Spieler.

Gublers Erinnerung an den Abstieg mit der SG Pilatus

Nach drei Spielen und drei Niederlagen ist der Saisonstart missglückt. Im Vergleich zu Biel, das praktisch unverändert blieb und mit Loch sogar noch einen namhaften Zuzug tätigen konnte, ist in Stans personell nicht alles auf Rosen gebettet. Goalie Christian Arnosti hat sich auf eine Weltreise verabschiedet, Gianluca Lima die Lust auf Handball bereits wieder verloren, der Ungar Balazs Pozsgai tut sich schwer mit dem Comeback nach einem Kreuzbandriss, und der zurückgetretene Spielertrainer Thomas Mohenski steht auch auf dem Platz nicht mehr zur Verfügung.

Zu diesen vier Akteuren, die tragende Rollen einnehmen könnten, gesellen sich verletzungsbedingte Absenzen und Spieler, die verspätet in die Vorbereitung eingestiegen sind. «Wir brauchen Geduld», sagt Gubler, im Wissen, dass sie sich nicht mehr allzu lange Zeit lassen sollten mit dem Punkten. 2015 stieg er mit der SG Pilatus in die NLB auf, nur ein Jahr später ging es zurück in die 1. Liga. «Damals», so erinnert sich Gubler, «holten wir in der Vorrunde zu wenig Zähler. Das müssen wir in Stans besser machen.» Der nächste Härtetest folgt am Samstag, wenn die Nidwaldner bei der ebenfalls noch punktelosen SG Yellow/Pfadi Espoirs gastieren.

Männer

NLB, Hauptrunde: Birsfelden – Möhlin 22:28 (12:15). Altdorf – GS/Kadetten Espoirs 30:35 (13:15). Siggenthal/Vom Stein Baden – Stäfa 28:22 (16:13). Steffisburg – Baden 18:25 (8:11). Yellow/Pfadi Espoirs – Basel 23:34 (11:16). Stans – Biel 19:29 (12:14), Horgen – Solothurn 24:25 (9:13). – Rangliste: 1. Baden 3/6. 2. Basel 3/6. 3. Möhlin 3/6. 4. GS/Kadetten Espoirs Schaffhasuen 3/6. 5. Solothurn 3/5. 6. Biel 3/4. 7. Stäfa 3/4. 8. Siggenthal/Vom Stein Baden 3/2. 9. Horgen 3/2. 10. Altdorf 3/1. 11. Birsfelden 3/0. 12. Stans 3/0. 13. Steffisburg 3/0. 14. Yellow/Pfadi Espoirs 3/0.

1. Liga, Hauptrunde. Gruppe 3: Emmen –Pratteln 25:27 (10:12). Dagmersellen – Muotathal 22:26. Herzogenbuchsee – SG Pilatus 24:25 (11:15). Leimental – Olten 25:28 (13:14).

Rangliste: 1. Muotathal 3/6. 2. Olten 3/6. 3. SG Pilatus 3/4. 4. Emmen 3/4. 5. Pratteln 3/2. 6. Leimental 3/2. 7. Herzogenbuchsee 3/0. 8. Dagmersellen 3/0.

Frauen

SPL2, Hauptrunde: ATV/KV Basel – Brühl 15:35 (8:16). Spono Eagles – LK Zug 24:32 (15:15). Stans – Goldach-Rorschach 23:24 (18:15). Leimental – Yverdon/Crissier 38:27 (22:16). – Rangliste: 1. Brühl St. Gallen II 3/6. 2. Leimental 3/5. 3. LK Zug II 3/4. 4. Goldach-Rorschach 3/4. 5. Yverdon/Crissier 3/3. 6. Stans 2/0. 7. ATV/KV Basel 2/0. 8. Spono Eagles II 3/0.

1. Liga. Hauptrunde, Gruppe 2: LK Zug – Einsiedeln 35:33 (18:17). Emmen – Hochdorf 23:25 (12:14). Malters – Muotathal/Mythen-Shooters 20:29 (9:16). – Rangliste: 1. Muotathal/Mythen-Shooters 2/4. 2. Hochdorf 2/4. 3. Malters 3/3. 4. LK Zug 3/2. 5. Emmen 2/1. 6. Einsiedeln 2/0.

1. Liga. Hauptrunde, Gruppe 3: Zofingen – Leimental 20:30. Thun – Frick 16:10. Herzogenbuchsee – Willisau 20:19 (9:9). – Rangliste: 1. Leimental II 2/4. 2. Rotweiss Thun II 2/4. 3. Herzogenbuchsee II 3/4. 4. Zofingen 2/2. 5. Frick 2/0. 6. Willisau 3/0.

Alle Resultate: www.handball.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.