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HANDBALL: Stanser NLB-Comeback mit schmalem Kader

Stans startet am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Stäfa in die NLB-Saison. Der neue Trainer Andy Gubler erklärt, wie er den Ligaerhalt sichern will.
Gianluca Lima (am Ball) steht den Stansern nicht mehr zur Verfügung. (Bild: Roger Grütter (25. Februar 2017))

Gianluca Lima (am Ball) steht den Stansern nicht mehr zur Verfügung. (Bild: Roger Grütter (25. Februar 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Spielertrainer Thomas Mohenski schaffte mit dem BSV Stans im Frühling den Aufstieg in die NLB, entschied sich im Anschluss aber, sportlich kürzerzutreten. Die Sicherung des Ligaerhalts ist deshalb seinem Nachfolger vorbehalten, Andy Gubler mit Namen, ein Altbekannter in der Eichlihalle. Während seiner Aktivzeit trug der Abwehrspezialist während vieler Jahre das Dress der Nidwaldner, zwischen 2009 bis 2011 war er überdies bereits zweieinhalb Jahre lang deren Trainer. In der Saison 2010/11 erreichte er in der NLB Rang 5, was bis anhin der besten Platzierung des BSV Stans seit dem finanziellen Kollaps des HC Zentralschweiz im Jahr 2006 gleichkommt. «Ich brauchte keine grosse Angewöhnungszeit», sagte Gubler bei seinem Comeback.

In den letzten vier Jahren coachte er gemeinsam mit Tom Helfenstein die SG Pilatus. 2015 stieg er mit den Luzernern in die NLB auf, nur ein Jahr später ging es aber wieder zurück in die 1. Liga. «Damals», so erinnert sich Gubler, «holten wir in der Vorrunde zu wenig Punkte. Das müssen wir in Stans besser machen.» Der Grund, weshalb er die Nachwuchsorganisation des HC Kriens-Luzern verliess, war der generelle Umbruch. Helfenstein hat aufgehört, ebenso wie Geschäftsführer Roger Felder, zudem traten Spieler zurück oder wechselten den Verein. Im Sinne eines Neuanfangs habe deshalb auch er seinen Platz geräumt.

Gianluca Lima wieder mit einer Auszeit

Nach Stans hat er gleich vier ehemalige Akteure der SG Pilatus mitgenommen: Roger Scherer (Rückraum), David Wenger (Tor), David Riederer (Kreis) und Alain Schumacher (Flügel rechts). «Die Mannschaft ist sehr lernwillig, die Trainingsqualität ist hoch. Das wusste ich von früher», sagt Gubler nach den ersten Wochen mit der Mannschaft. Der Fokus lag auf der Athletik, das Handballerische sei bisher noch etwas zu kurz gekommen. Das liegt auch an der personellen Situation, die sich vor dem Saisonstart am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Stäfa (17.30 Uhr, Eichli) schwierig gestaltet.

Gianluca Lima, der ebenso talentierte wie unstete Linkshänder, scheint wie schon öfters in der Vergangenheit, die Lust auf Handball verloren zu haben und steht nicht zur Verfügung. «Wir geben ihm diese Auszeit», sagt Gubler, der die Launen von Lima aus Kriens kennt, wo er im Frühjahr 2015 als NLA-Kadermitglied vorzeitig ausstieg.

«Nicht gleich zu Beginn kaputtmachen lassen»

Noch nicht fit nach Kreuzbandverletzungen sind der ungarische Rückraumspieler Balazs Pozsgai und Lars Amrein. Auch Linkshänder Pascal Achermann war angeschlagen und hat den Trainingsbetrieb erst gerade wieder aufgenommen. Riederer befindet sich noch für einen Monat in einem Sprachaufenthalt in Kuba, Goalie Christian Arnosti wird bald auf eine Weltreise gehen, dazu gesellen sich Trainingsabsenzen wegen der Rekrutenschule. Resümierend hält Gubler fest: «Unser Kader ist schmal, vor allem im Rückraum.»

Der Start in die Saison könnte demnach holprig ausfallen, zumal mit Stäfa und Basel gleich zwei Hochkaräter auf die Nidwaldner warten. «Wir müssen die Moral hochhalten und dürfen uns nicht gleich zu Beginn kaputtmachen lassen», mahnt Gubler und fügt an: «Wenn wir komplett sind, haben wir eine Chance auf den Ligaerhalt.» Er freut sich über Roger Scherer, der nach langwierigen Verletzungssorgen in der Vergangenheit nun in guter Verfassung ist. Gemeinsam mit Florian Henrich soll er die Geschicke im Angriff leiten. Gubler ist auch von der Qualität am Kreis mit Nando Kuster, Dario Wanner und Mario Christen sehr angetan. «Viel verändern möchte ich eigentlich nicht, schliesslich hat diese Mannschaft in den letzten beiden Jahren fast ausschliesslich gewonnen.»

Sein Augenmerk wird Gubler auf eine starke Defensive sowie ein schnelles und attraktives Offensivspiel setzen. «Die Spieler betreiben einen grossen Aufwand für ihr Hobby und sollen mit Freude ans Werk gehen.» Auch wenn er noch nicht aus dem Vollen schöpfen kann, so blickt er der Saison doch mit Zuversicht entgegen: «Jene, die da sind, werden parat sein.»

Premiere mit neuem Trainer

Frauen Die Stanserinnen bestreiten am Sonntag (15.30 Uhr, Eichli) ebenfalls den ersten Ernstkampf. Das verjüngte und neu vom Spanier Vicente «Ike» Cotrina Cabal trainierte Team trifft in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups auf die zweite Auswahl der Spono Eagles. Beide Mannschaften werden sich auch in der SPL2-Meisterschaft wieder begegnen. Die erste Partie in der Liga bestreiten die Nidwaldnerinnen am Samstag, 16. September, auswärts gegen Brühl II. (ss)

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