Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HANDBALL: Stanser wollen in die Top 5 der NLB

Die Männer und Frauen des BSV Stans werden auch nächste Saison in der zweithöchsten Liga des Landes spielen. Präsident Philipp Bühlmann kämpft im Rahmen der Vorwärtsstrategie für bessere Rahmenbedingungen.
Der Stanser Nikola Perovic (links) gegen Badens Torhüter Marco Wyss. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 14. April 2018))

Der Stanser Nikola Perovic (links) gegen Badens Torhüter Marco Wyss. (Bild: Philipp Schmidli (Stans, 14. April 2018))

Sie ist vergleichbar, die Entwicklung der beiden Stanser Fanionteams. Sowohl die Männer als auch die Frauen starteten miserabel in die Saison, traten auf wie Abstiegskandidaten. Beide schafften allerdings die Wende und sicherten sich die Zugehörigkeit zur zweithöchsten Spielklasse letztlich souverän. «Zu Beginn war der Wurm drin, jetzt aber können wir festhalten: Ziele erreicht», fasst Philipp Bühlmann, der Präsident des BSV Stans, die Ereignisse der letzten Monate zusammen. Am Samstag ging die Saison mit zwei Unentschieden zu Ende, die Nidwaldner holten sich in Möhlin ein 27:27 und stehen auf dem zehnten NLB-Schlussrang, die Nidwaldnerinnen klassieren sich nach dem 21:21 in Basel auf Platz drei der SPL2-Abstiegsrunde.

Die positive Entwicklung im Verein, die jüngst auch die Vertragsverlängerung mit dem Hauptsponsor Nidwaldner Kantonalbank um drei Jahre zeitigte, ist in erster Linie auf Philipp Bühlmann zurückzuführen. Der Unternehmer sorgte mit seinen Macherqualitäten, seiner motivierenden und dynamischen Art für neuen Schwung. Der Erfolg gibt nun wiederum ihm Kraft in einer Zeit, in der er einen ungleich bedeutungsvolleren Kampf auszutragen hat. Im März erkrankte er an Lymphknotenkrebs, Mitte Mai startet die vierte Phase der Chemo­therapie. Der bisherige Verlauf ist viel versprechend, der Tumor ist massiv zurückgegangen. «Meine Familie und ich sind einfach glücklich!»

Skrebsky Dutra verlängert, Perovic muss gehen

Zurück zum Sportlichen: Die Männer wollen sich in der zweiten Saison nach dem Aufstieg nach vorne orientieren, Präsident Bühlmann sagt sogar: «Wir setzen uns einen Platz in den Top 5 zum Ziel. Unser NLB-Team ist das Aushängeschild des Vereins, es bringt 500 bis 700 Leute in die Halle, wenn es gut läuft.» Dafür werde das Budget erhöht, näher auf die finanziellen Aufwendungen eingehen, mag er aber nicht.

Konkreter wird Bühlmann mit Blick auf die Kaderzusammenstellung. Im Zentrum standen zuletzt die auslaufenden Verträge der beiden Profi-Ausländer Fernando Skrebsky Dutra und Nikola Perovic, die massgeblichen Anteil am Aufwärtstrend hatten. Während der brasilianische Spielmacher seinen Vertrag nun um zwei Jahre verlängert hat und in der Animation bei den Jüngsten auch Ausbildungsfunktion übernehmen wird, muss der Serbe den Verein verlassen. «Nikola ist ein feiner Mensch, wir haben uns aus sportlichen Gründen aber gegen ihn entschieden.» Im linken Aufbau steht mit dem Ungar Balázs Pozsgai bereits ein Ausländer unter Vertrag, nach dem Kreuzbandriss im Herbst 2016 soll er endlich das Comeback schaffen. «Balázs ist ein wunderbarer Handballer. Im Kopf hat er seine Verletzung aber noch nicht ganz verarbeitet.» Zurück nach Kreuzbandriss ist zudem auch Silvan Niederberger.

Spielerassistenztrainer soll Andy Gubler unterstützen

Neben den bereits kommunizierten Abgängen von Florian Henrich (zu Altdorf), Alain Schumacher und Patrick Odermatt (treten sportlich kürzer), muss Stans vorderhand auf Livio Wanner verzichten, der Linkshänder wird sich einer Schulteroperation unterziehen. Neu in die Eichlihalle kommen definitiv Yves Mühlebach und Manuel Gautschi von der SG Pilatus, bei Goalie Kayoum Eicher sind noch Details zu regeln.

Handlungsbedarf besteht auch auf dem bisher nicht besetzten Posten des Coaches, Cheftrainer Andy Gubler soll Unterstützung erhalten. Am liebsten wäre Bühlmann ein Spieler-Assistenztrainer, der auf dem Platz und in der Trainingsgestaltung Akzente setzen könnte.

Verstärkt ein «Wirbelwind» das Frauenteam?

Die Frauen, die in praktisch unveränderter Zusammensetzung in die Zukunft gehen, werden weiterhin von Vicente «Ike» Cotrina Cabal betreut, fortan aber im Einzelmandat und nicht mehr parallel zur Beschäftigung als Männertrainer in Lyss. «Ike wird neben dem SPL2-Team auch die U18-Juniorinnen ausbilden und zudem Stützpunkttrainings leiten», berichtet Bühlmann.

Lara Ernst, die Deutsche im Rückraum, die zuletzt wegen Rückenproblemen nicht mehr eingesetzt worden war, soll derweil auf dem Platz eine Leaderrolle einnehmen. «Daneben sind wir auf der Suche nach einer weiteren Ausländerin», so Bühlmann. Am Dienstag im Abschlusstraining sei eine deutsche Spielerin zu Gast, «ein Wirbelwind für den Rückraum und den Flügel». Als Ziel setzen sich die Stanserinnen nächste Saison einen soliden Mittelfeldplatz ohne Abstiegssorgen.

BSV Stans kämpft für eigene Trainingshalle

Bleibt die Lösung der Hallenproblematik als letzte Pendenz. «Die Situation ist prekär, oft müssen unsere Teams in andere Hallen ausweichen, wo allerdings meistens ein Harzverbot gilt», erklärt Bühlmann. Der BSV Stans kämpft deshalb für ein Provisorium im Eichli, «eine 20 mal 40 Meter grosse Halle nur für unseren Verein». Mit der Gemeinde und der als Landbesitzerin auftretenden Korporation werden derzeit intensive Gespräche geführt.

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.