Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HANDBALL: Zug bindet Nottwil zurück

Der LK Zug schnappt sich in Nottwil zwei wichtige Punkte im engen Kampf um den Playoff-Final. Die Spono Eagles können den starken Auftritt gegen Brühl nicht bestätigen.
Stephan Santschi
Spono-Spielerin Judith Matter (am Ball) wird von der Zugerin Ria Estermann (rechts) gestoppt. (Bild: Dominik Wunderli (Nottwil, 26. April 2017))

Spono-Spielerin Judith Matter (am Ball) wird von der Zugerin Ria Estermann (rechts) gestoppt. (Bild: Dominik Wunderli (Nottwil, 26. April 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Wie gewonnen, so zerronnen. Was am letzten Sonntag beim Heimsieg gegen Brühl (28:24) noch vorzüglich geklappt hatte, ging gestern nach hinten los: Die Spono Eagles verloren zu Hause gegen den LK Zug mit 25:26 und müssen den Zentralschweizer Konkurrenten punktemässig wieder gleichziehen lassen. Fünf Sekunden hatten die Nottwilerinnen für den letzten Angriff noch Zeit – zu wenig, um sich wenigstens noch einen Zähler krallen zu können. Zugs Goalie Marion Betschart hatte keine Mühe, den Wurf von Patrizia Ramseier aus grosser Distanz zu parieren, kurz darauf hüpften die Zugerinnen im Kreis und feierten den wertvollen Auswärtssieg an diesem zweiten Finalrundenspieltag der SPL 1. «Wir sahen zwei Teams auf Augenhöhe, am Schluss haben auch Glück und Pech entschieden», haderte Nottwils Trainer Urs Mühlethaler, derweil sein Gegenüber ­Damian Gwerder festhielt: «Obwohl wir einige Bälle verwarfen, verhielten wir uns am Ende clever und cool.»

Umkämpft war die Partie von Anfang an. Zug legte jeweils mit einem Tor vor, Nottwil glich umgehend aus, ehe sich Mühlethaler früh für eine Spezialbewachung auf Sibylle Scherer entschied. Die Zuger Topskorerin hatte sich erfrecht, in den ersten zehn Minuten gleich fünf der sechs Tore ihres Teams zu erzielen, woraufhin Judith Matter ihre Kreise einzuschränken hatte. Dies gelang derart gut, dass sich die Spono Eagles bis zur 20. Minute auf 11:7 absetzen konnten. «In dieser Phase haben wir den Ball nicht gut genug laufen lassen», stellte Gwerder fest. Den netten Vorsprung vermochte Nottwil aber nicht in die Pause (15:14) zu retten, weil sich in den letzten Minuten etwas einschlich, das sich nach dem Seitenwechsel akzentuieren sollte: die Fehleranfälligkeit im Angriff.

Nun kann es zum grossen Zusammenschluss kommen

Sinnbildlich für den Leistungsabbau der Nottwilerinnen war der Auftritt der linken Aufbauerin Pascale Wyder. In den ersten 30 Minuten setzte sie den Ball mit einer 100-prozentigen Abschlussquote sieben Mal ins Gehäuse des Gegners, in der zweiten Halbzeit traf sie überhaupt nicht mehr. «Wir haben unsere neuen Stärken etwas fahren lassen. Weshalb das so war, weiss ich nicht, das werde ich mit meinen Spielerinnen noch besprechen müssen», sagte Mühlethaler und bezog sich damit auf das mangelnde Tempo und den zu laschen Druck auf die gegnerische Abwehr.

Zug nutzte die Schwächen Nottwils, führte in der 39. Minute erstmals mit zwei Toren Differenz (17:19) und liess sich diesen Vorteil bis zum Ende nicht mehr nehmen. Gwerder freute sich über die kompakte Deckung seines Teams und konnte sich im Angriff einmal mehr auf seine Routiniers Scherer (9 Tore) und Soka Smitran (5) verlassen. Insgesamt war es aber ein Spitzenkampf auf eher bescheidenem Niveau, zu fehlerhaft agierten die Offensivreihen auf beiden Seiten.

Am Sonntag geht es bereits weiter in der Finalrunde, dann kann es zum grossen Zusammenschluss in der Tabelle kommen. Wenn Zug nämlich zu Hause gegen Brühl gewinnt und die Spono Eagles bei ihrem neuen Angstgegner Thun nach drei Niederlagen in Serie wieder erfolgreich sein sollten, hätten alle drei Topteams 38 Punkte auf ihrem Konto. Und der Kampf um die beiden Plätze im Playoff-Final wäre drei Spieltage vor Schluss definitiv lanciert.

Frauen, SPL1

Finalrunde. 2. Runde: Spono Eagles – LK Zug 25:26. Rotweiss Thun – Brühl St. Gallen 20:35. – Rangliste: 1. Brühl St. Gallen 23/38. 2. Spono Eagles 23/36. 3. Zug 23/36. 4. Rotweiss Thun 23/24.

Spono Eagles – LK Zug 25:26 (15:14)

SPZ, Nottwil. – 500 Zuschauer. – SR Castiñeiras/Zwahlen. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Spono, 4-mal 2 Minuten gegen Zug plus rote Karte gegen Gautschi (60./3-mal 2 Minuten).

Spono: Aegerter/Troxler (für 3 Penalties)/Huber (ab 31.); Egli (3), Hodel (8), Matter (4), Wyder (7/1), Amrein (2), Frey, Ramseier; Spaar (1), Wick, Arnet.

Zug: Betschart; Van Polanen (2), Gwerder (1), Estermann (1), Scherer (9/2), Traber (1), Smitran (5); Masset (2), Gautschi (2), Javet (2), Ravlic (1), Kägi.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.