HANDBALL: Zugerinnen fegen Stans aus der Halle

Das SPL1-Team des LK Zug bekundete gegen Stans keine Probleme. Die Nidwaldnerinnen wurden gleich mit 43:18 deklassiert. Ein spezielles Spiel war es für die erst 17-jährige Annika Hauptlin vom LK Zug.

Michael Wyss
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Versucht sich gegen die Nidwaldnerinnen durchzukämpfen: LKZ-Spielerin Ivana Ravlic. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 25. Februar 2017))

Versucht sich gegen die Nidwaldnerinnen durchzukämpfen: LKZ-Spielerin Ivana Ravlic. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 25. Februar 2017))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

Die Anzeigetafel in der Sporthalle Zug zeigte die 24. Minute. Ein Moment, welchen Zugs Rückraumspielerin Annika Hauptlin (Jahrgang 2000; 176 Zentimeter Grösse) nicht mehr so schnell vergessen wird. «Es war mein erster Einsatz in der SPL1. Ein Gefühl, welches ich nicht beschreiben kann. Ich war schon etwas angespannt und nervös, doch meine Mitspielerinnen haben mich super aufgenommen.»

Ihre Premiere krönte sie gleich mit zwei Treffern. Damit erfüllte sich die U-18-Nationalmannschaftsspielerin einen lang ersehnten Wunsch. Erst kürzlich sagte sie gegenüber dieser Zeitung, dass es ihr grosses Ziel sei, im SPL1-Team des LK Zug zu spielen. «Noch ist die SPL1 für mich etwas weit weg, doch irgendwann dahinzukommen, ist sicher mein Ziel», sagte die Linkshänderin letzten Monat. Hauptlin, die bisher in der SPL2-Mannschaft des LKZ spielte, hatte in 16 Partien 72 Treffer erzielt. Sie ist ein Versprechen für die Zukunft.

«Konnten solide Leistung abrufen»

Es war eine starke Kollektivleistung der Zugerinnen im Zentralschweizer Derby gegen Stans. Der Sieg mit 43:18 war auch in der Höhe absolut verdient ausgefallen und widerspiegelt die Stärkeverhältnisse. Bereits zur Pause führte der Favorit mit 19:8. Die Nidwaldnerinnen hatten nicht den Hauch einer Chance in der Sporthalle vor 200 Fans. Die Nidwaldnerinnen waren von Zugs Tempo und spielerischer Qualität schlichtweg überfordert. LKZ-Spielerin Daphne Gautschi (Rückraum, Jahrgang 2000): «Das war ein guter Auftritt von uns. Wir sind zufrieden. In offensiver Hinsicht wie auch defensiv konnten wir eine solide Leistung abrufen.» Damit bleiben die Zugerinnen (26 Punkte) in Tuchfühlung mit den Topteams Spono Eagles und Brühl (je 30 Punkte), welche ihre Partien ebenfalls siegreich gestalten konnten. Die Qualifikationsphase dauert noch vier Runden, bevor dann in der Finalrunde (sechs Runden) der Kampf um den Playoff-Final (Top 2) beginnt.

Reise nach Holland steht bevor

Die jüngsten Auftritte geben viel Zuversicht für den weiteren Verlauf der Meisterschaft, aber auch für das bevorstehende Wochenende. Der LKZ reist nach Holland. Dort duelliert sich das Team von Damian Gwerder und Peter Stutz im Challenge-Cup-Viertelfinal mit dem holländischen Team Virto-Quintus. Gautschi: «Wir feierten nun in der Meisterschaft zuletzt fünf Siege in Serie. Wir gehen guten Mutes nach Holland. Auch der zuletzt errungene Sieg gegen die Spono Eagles bestärkt uns für die beiden Duelle gegen Virto-Quintus. Wir sehen durchaus Chancen und Möglichkeiten gegen diesen Gegner.» Das Hin- und Rückspiel (nach Europacup-Formel) wird am Samstag (15 Uhr) und am Sonntag (14 Uhr) in Kwintsheul (liegt bei Den Haag) gespielt.