HANDBALL: Zwei sehr unterschiedliche Gesichter des LK Zug

Der Challenge-Cup ist für die Zugerinnen vorbei. Sie scheiden gegen den holländischen Vertreter Virto-Quintos nach einer miserablen Leistung im ersten Aufeinandertreffen diskussionslos aus.

Drucken
Teilen
Die Zugerinnen (Ivana Ravlic, blaues Trikot) sind gescheitert. Bild: Werner Schelbert (25. Februar 2017)

Die Zugerinnen (Ivana Ravlic, blaues Trikot) sind gescheitert. Bild: Werner Schelbert (25. Februar 2017)

Die Entscheidung im Viertelfinal des Challenge-Cups war schon nach dem ersten Spiel gefallen. Die Holländerinnen von Virto-Quintos deklassierten den LKZ im ersten Duell gleich mit 35:12. Bereits zur Pause lag das Team von Trainer Damian Gwerder und Peter Stutz mit 7:16 in Rücklage. Erfolgreichste Werferin bei den Holländerinnen vor 400 Fans war Daisy Hage mit sieben Treffern. Bei den Zugerinnen traf Sibylle Scherer fünfmal.

Eine schwer enttäuschte LKZ-Spielerin Daphne Gautschi (16, Rückraum) sagte nach dem ersten Auftritt: «Wir haben uns sehr schlecht verkauft. Die Niederlage ist niederschmetternd. Unser Spiel war von sehr vielen technischen Fehlern geprägt. Offensiv haben wir sehr schlecht abgeschlossen, und in defensiver Hinsicht kam der Gegner sehr leicht zu seinen Treffern. Im Rückspiel müssen wir eine Reaktion zeigen und uns besser verkaufen.» Im zweiten Duell, das 23 Stunden später angepfiffen wurde, ging es um Wiedergutmachung und den Stolz. Tatsächlich zeigten die Zugerinnen dann auch ein anderes Gesicht. Zur Pause führten die Schweizerinnen mit 17:16. Auch nach dem Seitenwechsel blieben sie dran und führten lang, ehe die Holländerinnen in den Schlussminuten die Partie drehten und mit 34:29 gewannen. Mit dem Gesamt­skore von 41:69 schieden die Zugerinnen aus.

Nach dem Aus im europäischen Wettbewerb konzentriert sich der LKZ wieder ganz auf die nationale Meisterschaft der SPL 1. In dieser wartet in der laufenden Woche ein gedrängtes Programm: Am Donnerstag gastiert Thun in der Zuger Sporthalle (20.15), am Samstag geht es nach Brühl (17.30, Kreuzbleiche). Gegen die Berner Oberländerinnen ist ein Sieg Pflicht, in der Ostschweiz versucht der LKZ eine Überraschung zu schaffen. Die Brühlerinnen sind nach dem 26:23-Sieg im Spitzenkampf gegen die Spono Eagles vom letzten Samstag auf Playoff-Finalkurs und Leader.

 

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

 

Virto-Quintos – Zug 35:12 (16:7)

Kwintsheul. – 400 Zuschauer. – SR Sniurevicius, Grigalions (Litauen). – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Virto-Quintos; 5-mal 2 Minuten gegen Zug. – Zug: Betschart/Innes; Scherer (5), Gautschi (2), Smitran (2), Estermann (1), Masset (1), Ravlic (1), Gwerder, Javet, Kägi, Müller, Traber, Van Polanen.

Zug – Virto-Quintos 29:34 (17:16)

Kwintsheul. – 400 Zuschauer. – SR Sniurevicius, Grigalions (Litauen). – Strafen: Je 7-mal 2 Minuten. – Zug: Betschart/ Innes; Scherer (10), Gautschi (2), Smitran (6), Estermann (5), Masset, Ravlic, Gwerder, Javet (1), Kägi, Müller, Traber (1), van Polanen (4).