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Handballerin Susi Erni: «Unglaublich, so etwas habe ich noch nie erlebt»

Rücktritt nach 30 Jahren – am Sonntag gab Susi Erni beim 1.-Liga-Heimspiel von Malters gegen Arbon (23:17) ihren Abschied vor Heimpublikum. Für die 46-jährige Krienserin waren es Momente mit grossen Emotionen.
Susi Erni sagt dem Aktiv-Handball adieu. (Bild: PD)

Susi Erni sagt dem Aktiv-Handball adieu. (Bild: PD)

Susi Erni, in Malters wurden Sie offiziell als Goalie verabschiedet, auch als Vorstandsmitglied treten Sie nach 23 Jahren ab. Wie war es?

Unglaublich, so etwas habe ich noch nie erlebt. Zehn Minuten hielt ich keinen Ball, das war Frust pur. Am Ende kam ich dann doch noch auf eine 50-Prozent-Abwehrquote. Zwei Minuten vor Schluss wurde ich ausgewechselt, die Spielerinnen präsentierten ein T-Shirt, das sie mir widmeten, und spielten die Partie damit zu Ende. Es war mega cool.

Was folgte danach?

Der Vorstand überreichte mir ein Banner mit einem Bild von mir und dem Hinweis, dass ich die erste Legende des HC Malters sei. Zudem wurde für mich ein Spezialheft gedruckt, in dem viele Wegbegleiter etwas über mich schrieben. (Erni kann die Tränen nicht mehr zurückhalten.) Sie finden, ich hätte den Handball mitgeprägt in der Schweiz. Es war einfach schön. Wir blieben bis um Mitternacht in der Halle.

Genau 30 Jahre lang spielten Sie in Horw, Nottwil, Zug und Malters. Was bleibt in besonderer Erinnerung?

Nicht die Erfolge, ich bin wie Michael Ballack immer Zweite geworden. Ich habe nur zwei Schweizer Meisterschaften im Beachhandball gewonnen. Vom Meistertitel des LK Zug im Jahr 2010 habe ich zwar eine Medaille, doch ich fühle mich nicht als Meisterin – ich hatte in der Vorrunde nur kurz ausgeholfen. Präsenter sind die vielen Erlebnisse und Begegnungen, die Trainingslager, die Europacupreisen. Und das EM-Playoffspiel mit der Schweiz in Schweden, als nur Simone Niggli-Luder uns anfeuerte (Erni bestritt 7 Länderspiele).

Was machen Sie mit der frei werdenden Zeit?

Unter der Woche habe ich genug zu tun, ich singe im Chor, mache Line Dance und bin in einer polysportiven Gruppe engagiert. Die Wochenenden dürften aber schon ganz speziell werden – ich weiss nicht, wie es sein wird, in der Halle zu stehen und zuzuschauen. Handball zu spielen, im Tor zu stehen – das ist einfach cool, eine Leidenschaft (weint wieder).

Mit Handball bleiben Sie auf der Geschäftsstelle des Schweizerischen Handballverbands verbunden.

Richtig, dort bin ich für das Ressort Spielbetrieb und Schiedsrichter zuständig. Nach der Umstrukturierung wechselte mein Arbeitsplatz von Rothenburg nach Olten. Aus etwa 25 Vereinen während meiner Tätigkeit beim Innerschweizer Handballverband sind nun auf nationaler Ebene 230 geworden.

Zum Schluss, Hand aufs Herz. War das wirklich der definitive Abschied als Spielerin?

Ich würde ja spinnen, wenn ich nach so einer Feier nochmals zurückkommen würde. Sollten nächste Saison beide Goalies verletzt sein, lasse ich das Team sicher nicht hängen. Aber grundsätzlich mache ich keinen Rücktritt vom Rücktritt.

Interview Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

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