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Handballparty auf dem Weg zum Pokal: HC Kriens steht im Cup-Halbfinal

Grosser Sieg der Krienser Handballer: das Team von Goran Perkovac bodigte im Cup-Viertelfinal Aarau mit 30:27, lieferte das stärkste Saisonsiel ab. Und träumt jetzt vom Pokal.
Roland Bucher
Mit acht Toren bester Krienser Torschütze: Marcel Lengacher. Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 8. September 2018)

Mit acht Toren bester Krienser Torschütze: Marcel Lengacher. Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 8. September 2018)

Es hatte in den letzten Wochen viel Schelte gegeben für Kriens. Goran Perkovac, der Trainer, hatte stets Ruhe und Contenance bewahrt, darauf hingewiesen, dass der eingeschlagene Weg Zeit, Geduld brauche. Gestern machte sein Team einen Quantensprung: beim 30:27-Sieg zauberte der HCK vor 555 Fans eine Stimmung in die Krauerhalle, die in dieser Saison bisher so arg vermisst worden war: «Heute war Party, heute hat es wieder einmal so richtig Spass gemacht. Dafür leben wir Handballer», dankte Perkovac auch den Zuschauern, welche sich in den Schlussminuten für den grossen Auftritt auf der Tribüne eine Standing ovation, ein warmes Dankeschön spendeten.

Starke Flügelzange

Goran Perkovac hatte darauf spekuliert, dass seine Flügelzange ähnlich energisch knipsen würde wie am Sonntag in Gossau. Marcel Lengacher (8) und Severin Ramseier (6) enttäuschten den Chef nicht. Warfen neun der insgesamt 14 Tore zur Krienser Pausenführung. «Diese erste Halbzeit war sensationell gut», befand Lengacher, «wir haben bewiesen, welch Potenzial wir in unserer Mannschaft tragen.»

Lengacher, zum besten Spieler der Partie gekürt, war ein klingender Krienser Name auf dem Weg in den Halbfinal, doch der Triumph hatte viele Väter. Zum Beispiel Luca Spengler. Der 2-Meter-Mann liess nicht nur in der Defensive resolut seine Muskeln spielen, sondern war auch der Initiant vieler spielerischer Winkelzüge in der Offensive, wo Spengler mit vielen Finten Lengacher immer wieder in Abschlussposition brachte – und selber ebenfalls fünf wichtige Tore warf. Das Selbstvertrauen des Rückkehrers, der lange mit einer Knieverletzung so sehr gefehlt hatte, wirkte sich vor allem auch positiv auf Mittelmann Thomas Hofstetter aus, der diesmal die richtige Balance fand. «Zusammen sind wir stark», betonte Lengacher, «es war ein Sieg einer äusserst entschlossenen Mannschaft.» Zu welchem mehr als bruchstückweise auch Goalie-Kücken Kayoum Eicher beitrug. Der kam in der 45. Minute, als Kriens kurz wankte, glänzte mit einigen fabulösen Paraden und schwärmte: «Es war mein bisher schönstes Spieler als Handballer. Vor dieser grossartigen Kulisse spielen zu dürfen, zu gewinnen und in den Halbfinal einzuziehen…» - das sei fast ein bisschen Weihnachten am Samichlaus-Tag.

Stimmt: Kriens darf weiter vom Pokal träumen, es wäre der erste höchster Güte in der Vitrine. «Wir haben grossartig gekämpft», lobte Perkovac, und wiederholte: «Heute habe ich in dieser Halle endlich Handballfieber gespürt.» So soll es jetzt weiter gehen.

Jetzt der Quali-Endspurt

Die Leistung frischt den Mut auf, dass Kriens auch in der Qualifikation nochmals über sich hinaus und – trotz heiklem Restprogramm – in die Finalrunde wächst. «Ich glaube nach wie vor an unsere Chance. Aber wir nehmen Spiel für Spiel», sagte Lengacher. Nimmt man die Leistung der gestrigen Partie zum Massstab, darf der HCK nicht nur vom Pokal – sondern durchaus auch von einem Finalrunden-Happyend träumen.

HC Kriens-Luzern - HSC Suhr Aarau 30:27 (14:12)
Krauerhalle - 555 Zuschauer - SR Jucker/Capoccia/Knabenhans (Del.)
HC Kriens-Luzern: Willimann, Eicher; Lengacher (8), Engler, Spengler (5), Vögtli, Gavranovic (6), Yousefinezhad, Oertli (1), Ramseier (6), Radovanovic (1), Gnos, Delchiappo, Hofstetter (3/C). Strafen: 4x2/7x2
Bemerkungen: HC Kriens-Luzern ohne Bar und Blättler (beide verletzt/rekonvaleszent), Platzverweis (3x2) Ramseier (17:59), Platzverweis (3x2) Isailovic (19:04)

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