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«Handschlag-Typ» Häberli sieht kurze Vertragsdauer als gutes Omen

Der Vertrag mit FCL-Trainer Thomas Häberli bis zum Saisonende ist aussergewöhnlich, vor allem weil er beim FC Basel noch bis 2020 Lohn erhalten hätte. «Entweder sind wir beide überzeugt, oder sonst trennen wir uns», sagt Häberli.
Raphael Gutzwiller

Es ist eine grosse Kehrtwende, die Sportchef Remo Meyer vollzieht. Nachdem im letzten Sommer René Weiler als Trainer einen Dreijahresvertrag erhielt, muss sich dessen Nachfolger Thomas Häberli mit einem Kontrakt bis im Sommer begnügen – und zwar ohne Option. Sieht dies nach grossem Vertrauen in den neuen Trainer aus? «Klar ist das Vertrauen in den Trainer gross», sagte Meyer bei Häberlis Vorstellung. «Die Vertragsdauer ist derzeit aber nicht entscheidend. Zunächst geht es einfach um die 15 Spiele, die wir in dieser Saison noch haben. Selbstverständlich ist es unser Ziel, längerfristig mit Thomas Häberli zu arbeiten.»

Sowohl er selber als auch Häberli seien «Handschlag-Typen», so Meyer. Das heisst: «Wenn es für beide passt, werden wir rasch den Vertrag verlängern können.» Häberli verzichtet für den Trainerposten beim FCL womöglich auf viel Geld, sollte die Zusammenarbeit im Sommer nicht weitergehen. Vom FC Basel stünde dem ehemaligen Assistenztrainer noch Salär bis im Sommer 2020 zu.

Dazu sagt der neue FCL-Cheftrainer selber: «Ich nehme es als gutes Omen. Als ich damals als Spieler zum FC Basel wechselte, habe ich statt einen Vertrag über 2,5 Jahren auch nur einen über sechs Monate unterschrieben. Ich habe mir gesagt: Im Sommer sage ich dann, wie es weitergeht.» Würde eine Option bei einem Ligaerhalt nicht eine gute Absicherung für ihn sein? Dazu sagt Häberli:

«Das brauche ich nicht. Entweder sind wir beide überzeugt und dann geht es weiter oder wir trennen uns. Dann nützt mir auch die Klausel nichts.»

FCL-Sportchef Meyer hat derweil keine Angst, dass Häberli abspringen könnte, weil er eine zu erfolgreiche Rückrunde hinlegt. Genau das war vor einem Jahr mit Gerardo Seoane geschehen, der trotz Vertrag zu Meister YB wechselte. Diesmal gäbe es nicht mal eine Ablösesumme. «Ein Trainer kann auch gehen, wenn er einen Vertrag besitzt, das haben wir bei Gerardo gesehen. Deshalb beschäftige ich mich damit gar nicht. Jetzt geht es erst mal einfach darum, die nächsten Spiele erfolgreich zu gestalten», sagt Meyer.

Co-Trainer bleiben, Schmidt arbeitet wieder mit dem Team

Klarheit besteht in Bezug auf die beiden Assistenztrainer. Die Co-Trainer von Vorgänger Weiler, Thomas Binggeli und Manuel Klökler, bleiben im Staff. Zudem rückt Konditionstrainer Christian Schmidt wieder näher an die Mannschaft heran. «Wir müssen alle Ressourcen nützen, dabei hilft sicher auch die grosse Erfahrung von Christian», begründet Häberli. Schmidt arbeitete seit der Verpflichtung von Weiler nicht mehr im täglichen Trainingsbetrieb mit, sondern kümmerte sich mehrheitlich um die verletzten Spielern.

Der «Blick» behauptete, dass sich nicht alle FCL-Verwaltungsratsmitglieder einig gewesen seien bei der Wahl von Häberli. Dies verneint Meyer vehement. «Der Entscheid ist einstimmig gefallen. Wir sind alle überzeugt, dass die Wahl von Häberli richtig ist.»

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