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Harziger Auftakt für die Handballer von Kriens-Luzern

Kriens-Luzern gewinnt im ersten Spiel der NLA-Saison bei Aufsteiger Endingen mit 28:25. Mehr als ein Pflichtsieg war es für die Luzerner Handballer allerdings nicht.
Stephan Santschi
Jernej Papez vom HC Kriens-Luzern setzt sich gegen Endingens Leonard Pejkovic durch. (Bild: Dominik Wunderli (Würenlingen, 31. August 2019))

Jernej Papez vom HC Kriens-Luzern setzt sich gegen Endingens Leonard Pejkovic durch. (Bild: Dominik Wunderli (Würenlingen, 31. August 2019))

«Druck ist ein Privileg.» Diesen Satz hat der Krienser Geschäftsführer Nick Christen am Tennisturnier der US Open aufgeschnappt, das aktuell in New York stattfindet. Die Bühne, die sein HC Kriens-Luzern am Samstag betrat, war zwar weitaus kleiner, doch auch die NLA-Handballer kamen bei ihrer Saisonpremiere in den Genuss von nervlicher Belastung. Beim Aufsteiger TV Endingen mit dem Ex-Krienser Claudio Vögtli am rechten Flügel wurde vom HCK nur eines erwartet – ein Pflichtsieg. Und den haben sie letztlich mit dem Skore von 28:25 auch eingespielt.

Eine Angelegenheit für Ästheten war es nicht, das darf zu einem so frühen Zeitpunkt auch nicht erwartet werden. «Solche Partien sind immer harzig, es gibt nie wunderbaren Handball zu sehen», sagte Trainer Goran Perkovac und hielt fest: «Am Ende zählen nur die Punkte.»

Starkes Comeback von Goalie Paul Bar

Ernsthaft in Gefahr, gegen den Abstiegskandidaten Nummer eins Federn zu lassen, geriet Kriens-Luzern nicht. Die Aargauer führten während des gesamten Spiels nicht ein einziges Mal, zu limitiert waren ihre Möglichkeiten in der Offensive, sieht man einmal vom Durchsetzungsvermögen ihres Kreisläufers Leonard Pejkovic ab.

Kriens-Luzern freute sich über ein starkes Comeback von Goalie Paul Bar (43 Prozent Abwehrquote), über eine weitgehend solide Defensive und über einen Rückraum, der – wenn er seine Muskeln spielen liess – meistens auch die Lücke fand. Jernej Papez, Tom Hofstetter, Hleb Harbuz – von rechts nach links trafen alle Aufbauer jeweils sechs Mal ins gegnerische Netz. «Der Wille war da, dieses Spiel zu gewinnen, und wir behielten in den entscheidenden Momenten einen kühlen Kopf», freute sich Perkovac.

Müdigkeit aus Vorbereitung noch spürbar

Doch da waren eben auch einige Minuspunkte zu konstatieren, angefangen beim Versäumnis, sich diesen hartnäckigen Gegner frühzeitig vom Hals zu schaffen. Zwar lagen die Luzerner meistens in Front, mehr als drei Tore waren es aber bis zur 54. Minute (25:21) nicht. Immer dann, wenn sie hätten wegziehen können, machten sie sich mit Eigenfehlern das Leben selber schwer.

Symptomatisch hierfür waren die drei Pässe von Spielmacher Hofstetter, die nicht in die Hände des Adressaten, sondern über die Seitenlinie flogen. «Die Müdigkeit war noch etwas spürbar, wir haben zuletzt ein hartes Turnier mit starken Gegnern und einer langen Reise ­bestritten. Das waren sich die Spieler nicht gewohnt», bemerkte Perkovac. Vom 20. bis 25. August weilte sein Team am «Tournament of Champions» in Doboj, Bosnien-Herzegowina.

Nun kommt der RTV Basel mit zwei Ex-Kriensern

Müde Beine hin, Startspiel her – der HCK hätte die bescheidenen Endinger durchaus etwas höher schlagen dürfen. Bereits für das Heimspiel gegen den RTV Basel (Samstag, 18 Uhr, Krauerhalle) müssen sie sich gegen den zweiten Abstiegskandidaten mit den Ex-Kriensern Luca Engler und André Willimann steigern. «Basel ist stärker als Endingen. Wir brauchen eine bessere Deckung, weil die Basler aus neun, zehn Metern Tore werfen können. Und vorne ist mehr Bewegung gefragt, um deren Zweimeter-Hünen in der Abwehr zu überwinden», fordert Perkovac.

Auch er selber hat seine Lehren gezogen und wird das Trainingsprogramm etwas reduzieren, der Regeneration und anschliessend der Spritzigkeit mehr Gewicht schenken. «Wir arbeiten weiter und können alle noch besser werden.»

Männer, NLA. 1. Runde: Endingen – Kriens-Luzern 25:28 (12:14). Pfadi Winterthur – BSV Bern 31:31 (15:16). RTV Basel – St.Otmar St.Gallen 27:36 (16:16). Kadetten Schaffhausen – Wacker Thun 36:30 (20:14). GC Amicitia Zürich – Suhr 18:23 (9:11).

Endingen – Kriens-Luzern 25:28 (12:14)

GoEasy Arena, Würenlingen. – 425 Zuschauer. – SR Abalo/Maurer. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Endingen, 4-mal 2 Minuten gegen Kriens.

Endingen: Schams/Grana (ab 21.); Vögtli (5/4), Sudzum (3), Christian Riechsteiner, Huesmann (4), Grau (2), Pejkovic (7), Lukas Riechsteiner (1); Wittlin, Mauron (1), Schafroth (2).

Kriens-Luzern: Bar/Eicher (ab 48.); Ramseier (1), Papez (6), Hofstetter (6), Harbuz (6/2), Schlumpf (3), Gavranovic (1), Lavric (1); Oertli (2), Delchiappo, Blättler, Idrizi (2).

Bemerkung: Kriens-Luzern ohne Tim Rellstab (mit B-Ligist Wädenswil/Horgen im Einsatz).

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