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HC Kriens gegen Winterthur: Tapfer – aber ohne Sieg

Die Krienser Handballer verlieren auch das dritte Playoff-Viertelfinalspiel bei Pfadi Winterthur mit 23:30. Damit geht die Saison zu Ende – Aufarbeitung ist angesagt.
Roland Bucher
Enttäuscht: Für die Krienser Handballer ist die Saison zu Ende. (Bild: Martin Deuring, Winterthur, 20. April 2019)

Enttäuscht: Für die Krienser Handballer ist die Saison zu Ende. (Bild: Martin Deuring, Winterthur, 20. April 2019)

Die Aufgabe für Kriens-Luzern, doch noch das Minibreak zu schaffen und ein zweites Heimspiel zu erzwingen, war noch heikler geworden: Die Verletzung an der Schulter, die sich Luca Spengler (26) am Donnerstag bei der 27:29-Niederlage in der Verlängerung zugezogen hatte, erwies sich als hartnäckiger als gedacht. Der Linksaufbauer, der in diesen Tagen seine letzten Bälle wirft und dann in den Vorruhestand tritt, sass lediglich als Maskottchen auf der Bank.

Der HCK liess sich wenig anmerken, steckte auch dieses Pech weg. 9:6 lag das Team von Goran Perkovac nach einer Viertelstunde vorne – und hatte Winterthur wieder einmal tüchtig geärgert. Mehr lag gestern nicht drin. Es war schnell zu sehen: Die Kräfte würden nie und nimmer für ganze 60 Minuten reichen. «Wir wollen uns nicht beklagen», betonte HCK-Chefstratege Nick Christen, «doch wer mit einem ohnehin eher schmalen Kader in den Playoffs gleich noch einmal so gewichtige Ausfälle zu beklagen hat, der hat es gegen einen Widersacher von Format Winterthurs schwer. Aber wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten drei gute Partien abgeliefert.»

Pfadis Tempohandball

Was indes nichts am Verdikt änderte. Pfadi zog, nach der Pause mit einem Zwischenspurt auf 16:12 davongeeilt, schliesslich resolut seine Kreise, profitierte von der individuellen Klasse seiner Schlüsselakteure wie Einfädler Jud, Tynowski, Maros und auch Schramm. Der Ex-Krienser war ganz besonders motiviert, profitierte in der Schlussphase aber auch davon, dass Perkovacs Truppe auf dem Zahnfleisch lief. Pfadi drückte vehement aufs Tempo und machte seinen Halbfinaleinzug früh perfekt.

Das Team habe alles gegeben, betonte Christen, aber das sei klar zu wenig gewesen: «Es hätte alles zusammenpassen müssen, um die Überraschung schaffen zu können. Einerseits bin ich enttäuscht, dass die Serie bereits nach drei Partien beendet ist. Andrerseits ist das auch Realität.» Bei Kriens gab es auch in der Niederlage Lichtblicke, Hleb Harbuz beispielsweise, der andeutete, dass er in der nächsten Saison eine wichtige Waffe werden kann. Moritz Oertli auch, der 18-Jährige, der viel Verantwortung übernahm, stark dirigierte, mit Einzeldurchbrüchen beeindruckte.

Tatsache aber ist auch: Vier Krienser sagten gestern definitiv Tschüss: Goalie Willimann, Lengacher, Spengler und Vögtli (Endingen?). Aufbruchstimmung bei Kriens. «Wir werden in den nächsten Tagen diese Meisterschaft», die nicht alle Erwartungen erfüllt habe, «aufarbeiten», erklärte Christen, «dann schauen wir in die Zukunft.» Die Zielsetzung ist klar: erfolgreicherer Handball als diese Saison. «Wir haben ein gutes Kader», sagt Christen, »wir werde wieder angreifen.» Das tat Kriens gestern auch – aber nur eine Halbzeit lang. Das war zu wenig.

NLA, Playoffs Viertelfinals (best of 5), 3. Runde: Kadetten Schaffhausen (1.) – RTV Basel (8.) 35:21; Stand 2:1. Pfadi Winterthur (2.) – Kriens-Luzern (7.) 30:23; 3:0. Suhr Aarau (3.) – Wacker Thun (6.), heute (16.00 Uhr); 1:1. BSV Bern (4.) – St. Otmar St. Gallen (5.) 35:31.
Winterthur – Kriens-Luzern 30:23 (12:11) 1318 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Pfadi Winterthur, 6-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation (Vögtli) gegen Kriens-Luzern. Pfadi Winterthur: Schelling/Schulz (Staub); Quni (1), Maros (4), Tynowski (4), Pecoraro (3/1), Dangers (5), Lier (3), Heer, Jud (5/1), Bräm (1), Freivogel, Svajlen, Schramm (4). Kriens-Luzern: Willimann/Eicher; Lengacher (2), Harbuz (2/1), Blättler (4/1), Vögtli (1), Gavranovic (3), Oertli (6), Ramseier (5), Delchiappo.

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