HC KRIENS-LUZERN: 28:24-Sieg der Krienser Handballer über GC Amicitia

Die Krienser NLA-Handballer haben es geschafft, sich für die Lehrstunde gegen Meister Wacker Tthun zu rehabilitieren. In einem spannenden Spiel sicherten sich die Zentralschweizer bei GC Amicitia Zürich mit einem 28:24-Auswärtserfolg zwei weitere, sehr wichtige Auswärtspunkte.

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Die Krienser Handballer haben GC Amicitia Zürich besiegt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die Krienser Handballer haben GC Amicitia Zürich besiegt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Eigentlich waren es erst die Tore von Raemy (sein 2. und 3. im Spiel in den letzten 40 Sekunden) und Spengler (1.30 vor Schluss), welche die Partie zwischen dem HC Kriens-Luzern und GC Amicitia Zürich endgültig entschieden. Davor lieferten sich die beiden Teams einen Fight auf Augenhöhe. Augenhöhe allerdings deshalb, weil der HCK noch immer leicht verunsichert ans Werk ging nach der Niederlage in Thun und sich den einen oder anderen Fehler zu viel erlaubte.

Zwar fehlte Fellmann noch immer als Defensiv-Ankermann. Dennoch fand der HCK in der Defensive eher zu seinem Spiel. Die Zürcher agierten zwar mit einem völlig anderen Spielkonzept als die Thuner. Aber mit Ausnahme von Bogunovic (am Schluss 10 Tore) wurde im Ami-Angriff niemand wirklich gefährlich, um das Spiel entscheidend prägen zu können.

Das Problem lag diesmal eher in der Offensive, wo die Fehlerquote des HCK noch immer hoch war. So blieben zahlreiche beste Chancen ungenutzt. Oder ein Angriff blieb nach einem Fehler stecken.
Das war auch der Grund, weshalb GC Amicitia Zürich dem Gast aus der Zentralschweiz lange Zeit eben auf Augenhöhe begegnete. Immer wieder verpasste es der HCK, den Sack nach einer Führung entscheidend zuzumachen. Paradebeispiel war die Situation direkt vor der Pause, als der HCK dank einer Doublette von Baviera und Hofstetter erstmals mit 12:10 in Front lag. Aber statt den vorentscheidenden 13. Treffer zu makrieren, blieb der HCK in der Ami-Abwehr stecken. Die Zürcher nahmen das Geschenk an und glichen bis zur Pause auf 12:12 aus.

Den wirklichen Knackpunkt zugunsten der Krienser musste man deshalb erst in der Schlussphase suchen. Als bei Amicitia Zürich, das aufgrund der Verletztenliste mit einer Schmalvariante auf der Bank Vorlieb nehmen musste, die Luft ausging, setzte der HCK nach. Spengler glich nach 53 Minuten erstmals wieder aus zum 21:21. Hofstetter (2) und Blättler sorgten für den etwas entstressenden 25:22-Vorsprung. Weil bei GC Amicitia jetzt fast nur noch Bogunovic zu den Aktivposten zählte, reichte das nicht mehr, um wirklich für Beunruhigung zu sorgen.

Am Schluss war es Raemys Doublette und Spenglers Wurf, die den 28:24-Sieg auch rein rechnerisch sicherstellten. Der Gastgeber war durch Fehler der Zentralschweizer lange im Spiel gehalten worden. Letztlich aber hatte sich der HCK über kämpferische Qualitäten auf die Siegesstrasse gekämpft. Die Zentralschweizer sind damit vorübergehend auf Rang 2 - als Co-Leader mit Pfadi (dank einem Spiel mehr). Vorallem aber ist der HC Kriens-Luzern dank Kampf, Engagement und Siegeswillen wieder auf der Siegesstrasse und bleibt so im Spitzenduo der Liga. 7 Spiele - 11 Punkte: Kompliment, das hat Hand und Fuss. Und das gibt Sicherheit, die kommenden Spiele gegen Gegner von grösserem Kaliber (Kadetten Schaffhausen, BSV Bern Muri) mit Zuversicht anzugehen.

GC Amicitia Zürich - HC Kriens-Luzern 24:28 (12:12)

Widen Brukertsmatt, SR Baumann/Cristallo.

Strafen: GC Ami 3, Kriens-Luzern 1x2 Minuten.

Spielverlauf: 0:2, 1:3, 3:3, 4:3, 6:6, 9:7, 9:9, 10:10, 10:12, 12:12; 13:13, 15:14, 16:15, 16:17 (41.), 19:19, 21:21, 21:23, 22:25, 24:26, 24:28.

GC Amicitia: Schubiger/Bringolf; Egger (1), Sidorowicz (6), Ginders, Kraucevicius (1), Grundböck, Bajramovic (1), Oberli, Jelinic (3), Wittlin (2), Bogunovic (10/2)

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Ineichen; Mühlebach, Raemy (3), Blättler (3), Spengler (4), Delhees, Buholzer, Baviera (2), Hess, Stankovic (5/1), Baumgarner (1), Schramm (3), Hofstetter (7).

Bemerkungen: Kriens ohne Fellmann (krank), Portmann und Stojanovic. GC Ami ohne Ursic und Malovic.