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HC KRIENS-LUZERN: Am Schluss war der Tank leer

Der HC Kriens-Luzern verliert die Finalrundenpartie in Winterthur mit 22:30. Dabei fiel das Ergebnis zu krass aus, gemessen am Auftritt der Zentralschweizer. Diese kämpften eine Halbzeit lang sehr gut, blieben dann 20 Minuten dran - brachen am aber Schluss ein.
Peter Schramm, hier im Spiel gegen Wacker Thun vom letzten September, erzielte am Sonntag acht Tore für den HC Kriens-Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / LZ (Kriens, 10. September 2016))

Peter Schramm, hier im Spiel gegen Wacker Thun vom letzten September, erzielte am Sonntag acht Tore für den HC Kriens-Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / LZ (Kriens, 10. September 2016))

Für das Team des HC Kriens-Luzern bleibt die positive Erkenntnis, dass die Mannschaft mit viel Disziplin in einem neuen, offensiveren Defensivsystem Erstaunliches leistete, am Schluss aber angesichts des ausgedünnten Kaders mit neun nicht eingesetzten oder verletzten Spielern schlicht platt war.

Der HC Kriens-Luzern lieferte ein weiteres Spiel ab in der Finalrunde, in dem er den Beweis erbrachte, dass auch eine episch lange Verletztenliste nicht als Vorwand gelten darf, sich widerstandlos in die Niederlage zu schicken. Tatsächlich war die Bank der Zentralschweizer bedrohlich ausgedünnt: Hofstetter, Nyffenegger, Ramseier und Vögtli waren die Namen der Langzeitverletzten. Portmann, Spengler und Baviera waren zwar mit dabei, wurden aber mit Blick auf die nahenden Playoffs nicht eingesetzt und geschont. Nimmt man da Mühlebach und Ineichen dazu, wären das neun nicht eingesetzte Spieler aus dem Kader, das anfangs die Saison in Angriff nahm.

Taktische Herangehensweise

Nun, das Spiel hatte auch nicht mehr jene Bedeutung, die es erforderlich gemacht hätte, personell ans Limit zu gehen. Vielmehr läuft aktuell bereits die Vorbereitung der Playoffs. Und da kann der eine oder andere Ruhetag mehr für einzelne Spieler viel wert sein. Und trotzdem gelang dem HC Kriens-Luzern in Winterthur ein sehr vernünftiger, bemerkenswerter Auftritt. Gegen ein sehr stilsicheres Pfadi Winterthur, das nicht nur von der breiteren Bank, sondern auch vom Nimbus profitierte, so etwas wie der Angstgegner der Zentralschweizer zu sein.

Der Gast aus der Innerschweiz ging die Partie trotz langer Verletztenliste mit viel Mumm an. Und mit einer taktischen Überraschung: Linkshänder Radovanovic agierte defensiv weit vorgestellt im Raum und störte den Winterthurer Spielaufbau. Der Rest der Deckung agierte mit genauem Plan und schaffte es so, eine frühere Vorentscheidung durch den Hausherr zu verhindern. Mehr noch: Um ein Haar wäre ihnen sogar zur Pause der Ausgleich gelungen. Aber Schramms Gegenstosstor nach 30 Minuten zählte nicht- die Zeit war abgelaufen. Vielleicht war diese Szene auch symptomatisch, dass den tapfer kämpfenden Zentralschweizern an diesem Abend das letzte Quäntchen Glück fehlte, um eine aufopferungsvolle Leistung zu belohnen. Ein anderes Beispiel wäre der eine oder andere Wurf, der sein Ziel nur haarscharf verfehlte.


Energie fehlt wegen Verletzten und Strafen

Denn während Pfadi in Halbzeit 2 mit dem Fuss auf dem Gaspedal durch die Halbzeit raste und ordentlich Druck aufbaute, schwanden beim Gast aus der Innerschweiz immer mehr die Kräfte. Verständlich bei faktisch einem Auswechselspieler. Verständlich aber auch bei sieben Zeitstrafen, die immer noch zusätzlich Kraft kosteten. Die halt aber auch die Risiko-Komponente darstellen einer offensiven Deckungsvariante.

Pfadi nahm diese Offerte an und walzte den HC Kriens-Luzern in den letzten 10 Minuten förmlich nieder. Der 30:22-Erfolg der Winterthurer geht zwar in Ordnung, fiel aber doch um das eine oder andere Tor zu hoch aus.

Trainer ist generell zufrieden

HCK-Coach Heiko Grimm war nach dem Spiel zwar unzufrieden mit dem krassen Ergebnis, nicht aber mit dem Auftritt seines Teams: «Wir haben mit Blick auf die Zukunft in diesem Spiel eine neue taktische Variante wettkampfmässig geübt, an der wir im Training seit Wochen arbeiten.» Vom defensiven Konzept mit einem offensiven Radovanovic war Grimm denn auch angetan: «Wir haben gezeigt, zu was wir als Team mit Disziplin in einem abgesprochenen System fähig sind.» 30 Minuten hätte sein Team eine gute Figur gemacht, danach kräftemässig Tribut gezollt. «Und wir haben dann wohl auch den einen oder anderen individuellen Fehler zu viel gemacht,» sagte Grimm.

Der Coach war insgesamt aber zufrieden mit seinem Team. Wohlwissend, dass Ende Saison nicht in erster Linie das Ergebnis dieser Partie zählt, sondern das Abschneiden in den Playoffs. Und für diese läuft aktuell teamintern der Countdown.

Gegner noch nicht fix

Wer dann der Gegner sein wird, steht noch immer nicht abschliessend fest. Denn weil auch Thun seine Partie gegen Schaffhausen verlor, bleiben die Berner Oberländer einen Punkt vor den Zentralschweizern. Fest steht einzig, dass der HC Kriens-Luzern sein (erstes) Heimspiel am Ostermontag in der Maihofhalle Luzern austragen wird. Denn Leader Kadetten und Pfadi Winterthur haben sich mit den heutigen Siegen das Playoff-Heimrecht definitiv gesichert.


Pfadi Winterthur - HC Kriens-Luzern 30:22 (11:10)
Eulachhalle, 430 Zuschauer. SR Brunner/Salah
Spielverlauf: 1:0, 1:1, 1:2, 5:6, 7:7, 9:7, 9:9, 11:9, 11:10; 11:11, 14:12, 16:13, 18:14, 20:15, 21:17, 23:20 (51.), 28:20 (58.), 30:22
Strafen: Pfadi Winterthur 5x2 Minuten. HC Kriens-Luzern 7x2 Minuten mit roter Karte gegen Schramm (55., 3x2)
Pfadi Winterthur: Vaskevicius/Schulz; Ott, Maros (5), Tynowsky J., Hess (6), Pecoraro, Langerhus (5/2), Sidorowicz (5), Lier (1), Kuduz (7), Kid (1), Scheuner, Freivogel, Svajlen
HC Kriens-Luzern: Bar/Portmann; Fellmann (1), Wipf, Blättler (5), Spengler, Alili (2), Delchiappo, Baviera, Brücker (2), Stankovic, Radovanovic (4), Schramm (8).
Bemerkungen: Kriens ohne Nyffenegger, Hofstetter, Vögtli, Mühlebach und Ramseier. Setzt Portmann, Baviera, Spengler und Delchiappo nicht ein. Siebenmeter: HC Kriens-Luzern vergibt drei Siebenmeter: 17. Stankovic verschiesst (5:6); 41. Fellmann verschiesst gegen Schulz (18:14); 44. Blättler verschiesst gegen Schulz (20:15)

Benedikt Anderes

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