HC Kriens-Luzern bleibt im Playoff-Geschäft

Der HC Kriens-Luzern gewinnt seine so wichtige Partie gegen St. Otmar St. Gallen mit 30:29. Nach einer starken ersten Halbzeit mussten die Krienser noch um den Sieg zittern.

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Daniel Baverud - hier gegen Wacker Thun - erzielte gegen St. Otmar St. Gallen zehn Treffer. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Daniel Baverud - hier gegen Wacker Thun - erzielte gegen St. Otmar St. Gallen zehn Treffer. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Das waren wie so oft schon in dieser Saison zwei völlig verschiedene Gesichter, welche der HCK gegen St. Otmar zeigte. In Halbzeit 1 spielten die Innerschweizer stark auf. Ausgehend von einer sattelfesten Deckung mit einem starken Keeper Schelbert als Rückhalt konnte der HCK schon frühzeitig Distanz zwischen sich und den Gegner legen. Vom 8:6 gings zum 13:6 – St. Otmar taumelte. Das lag zum einen an einer guten Deckung, zum anderen aber auch an einer soliden Angriffsleistung.

Bei 18:10 wurden die Seiten gewechselt. Und wohl niemand in der Halle hätte da noch darauf gesetzt, dass Otmar an diesem Abend noch um die Punktevergabe mitreden würde. Die Ostschweizer aber zeigten trotz personeller Sorgen Charakter, kämpften weiter – und wurden dafür am Schluss fast noch belohnt. Denn die Einheimischen zehrten lange Zeit von einer starken ersten Hälfte und liessen den Gast Tor um Tor aufholen. «Liessen» ist dabei durchaus treffend. Denn die unzähligen Fehler in der Offensive konnten vom Gast geradezu als Einladung verstanden werden, wieder ins Spiel zurückzufinden.

So kam es zu einer letztlich fast schon dramatischen Schlussphase. Der HCK behielt dabei zwar stets die Oberhand und gab die Führung nie mehr aus Hand. Aber St. Otmar kam mehr als einmal zurück, profitierte vom 2. oder gar 3. Leben. Deshalb wird sich der HC Kriens-Luzern jetzt am Positiven aufbauen. Ein Sieg fürs Punktkonto in der Mission Meister-Playoff (zumal der BSV Bern Muri verlor). Es war aber auch ein Sieg für die Moral mit Blick auf Sonntag. Dann gastiert der griechische Tabellenelader in der Krauerhalle. Wenn dem HCK dann «zwei erste Halbzeiten» aus dem Otmar-Spiel gelingen, dann könnte sogar international eine weitere Runde möglich werden.

Beim HCK wussten Goalie Roman Schelbert (11 Paraden) zu gefallen. Gut war auch Daniel Båverud mit 10 und Nicolas Raemy mit 8 Treffern. Ferner hatte Bojan Beljanski eine starke 1. Hälfte. Beim Rest des Teams wechselten Licht und Schatten oft. Und man muss hoffen, dass alle angeschlagenen Spieler (Beljanski, Willisch) bis Sonntag wieder fit sind.

Benedikt Anderes/HCK/zim

HC Kriens-Luzern - TSV St. Otmar St. Gallen

30:29 (18:10) Krauerhalle Kriens, 250 Zuschauer. SR Meyer/Buaché Spielverlauf: 0:1, 3:1, 3:2, 6:3, 7:4, 8:6, 13:6, 14:7, 16:8, 17:10, 18:10; 18:13, 19:13, 21:15, 21:18, 22:19, 24:20, 24:23, 26:25, 28:25, 29:26, 29:28, 30:28, 30:29.

HC Kriens-Luzern: Schelbert (11 Paraden)/Aleksejev (1 Penalty); Lengacher, Willisch (1), Hedin, Schmid (1), Båverud (10), Steiger (1), Raemy (8), Beljanski (4), Nyffenegger (1), Baviera, Hess, Stankovic (4). TSV

St. Otmar St. Gallen: Isenrich/Kindler; Pendic, Christ (5), Brücker, Fröhlich (2), Wild (7), Keller, Liniger, Maier, Usik (8), Parolo (3/2), Hojc, Filip.

Bemerkungen: Kriens ohne Fellmann und Petrig. Penalties: 15. Schelbert hält Penalty Liniger (8:5); 49. Aleksejev wehrt Penalty Usik ab, im Nachschuss verwertet. Strafen: Otmar 2, HCK 3 x 2 Minuten. J.P. Chenet Best Player Award: Daniel Båverud (HCK), Aliaksei Usik (Otmar)