HC Kriens-Luzern gewinnt gegen Bern-Muri

Durch eine Leistungssteigerung nach der Pause hat der HCK den BSV Bern-Muri mit 27:24 bezwungen. Das Heimteam spielte seine Trumpfkarten geschickt aus und glänzte mit mehr taktischen Finessen.

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HCK-Spieler Daniel Baverud am Wurf. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

HCK-Spieler Daniel Baverud am Wurf. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Dabei hatte der HC Kriens-Luzern gegen die Berner zu beissen. Nach 7 Minuten bereits deponierte HCK-Coach Torben Winther die grüne Time Out-Karte am Zeitnehmertisch. Das war der finale Weckruf für ein Team, das bisher in der Deckung noch nicht wirklich angekommen war. 1:5 führte der Gast unter der Leituhg von Mittelmann Tobias Baumgartner und schien sich so richtig warm zu spielen.

Der Weckruf nützte. In der Folge war zwar noch längst nicht alles gut. Aber der HCK schaffte es zumindest, mit einem Deckungsverbund zu arbeiten, der diese Bezeichnung auch verdiente. Einen ganz wesentlichen Anteil an der Krienser Morgenröte hatte auch Keeper Roman Schelbert. Der Muotathaler kam nach 11 Minuten bereits für den unglücklichen Aleksejev ins Spiel – und schlug ein wie zu seinen allerbesten Zeiten. Er wehrte den Siebenmeter von Staudenmann ab (nach 17 Minuten) und liess sich in der Folge fast 15 Paraden gutschreiben in 50 Minuten. Eine starke Bilanz, mit der er verdient zum «Best Player» gewählt wurde und den J.P. Chenet Award erhielt.

Auch in der Offensive war eine Personalie letztlich spielentscheidend: HCK-Coach Torben Winther griff in die Trickkiste und ersetzte die nominellen Mittelspieler Nyffenegger und Hess durch zwei Spieler, die eigentlich als Konkurrenten auf der gleichen Position gedacht wären: Die beiden Rechtshänder Beni Steiger und Daniel Båverud. Båverud spielte in der Mitte und erzeugte jenen Zug Richtung Tor, den seine Nebenspieler brauchten. Und auch dieser Trumpf stach.

Die beiden kamen auf eine starke Quote und erzielten zusammen 10 Tore aus dem Spiel. So hatte Kriens nach 35 Minuten den Ausgleich erzielt (16:16). Und nach 39 Minuten war die Führung erstmals überhaupt auf 2 Tore angewachsen. Die Berner liefen auf dem Zahnfleisch durch die Halle und liessen sich von Hexer Schelbert den Zahn endgültig ziehen. Unfähig zu einer Reaktion schlitterten sie ins Verderben.

Benedikt Anderes

HC Kriens-Luzern – BSV Bern-Muri 27:24 (13:14)
Krauerhalle, 800 Zuschauer. SR Meyer/Buaché
Spielverlauf: 0:1, 1:1, 1:5, 4:5, 6:7, 6:10, 8:11, 9:12, 12:14, 13:14; 16:16 (35.), 17:16, 18:18, 20:19, 20:20, 24:20, 26:22, 27:24.
HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (ab 11.); Fellmann, Willisch (1), Schmid (1), Båverud (4), Steiger (6), Raemy (3), Beljanski (4), Nyffenegger (1), Baviera, Hess, Stankovic (7/3), Petrig.
BSV Bern-Muri: Portner/Marjanac (ab 48.); Staudenmann (1), Heer (1), Baumagartner (4/1), Prachar, Bovey, Tarhai (6), Räz, Hofstetter (4), Schwander (2), Furer, Reber (6).
Bemerkungen: Schelbert hält Penalties von Staudenmann nach 17 Minuten (6:10) und Baumgartner nach 47 Minuten (23:20). BSV Bern ohne Striffeler, Kaufmann, Milosevic. Cvetkovic (nicht einsatzfähig) nur auf der Bank, setzt den Alt-Internationalen Furer nicht ein. Strafen: HCK 2, BSV Bern 4 x 2 Minuten. J.P. Chenet Best Player award: Roman Schebert (HC Kriens-Luzern) und Manuel Reber (BSV Bern).