HC KRIENS-LUZERN - RTV 1879 BASEL: Kriens schlägt den RTV Basel verdient mit 31:22

Es war das erwartet harte Stück Arbeit gegen den RTV Basel - am Schluss aber war der HC Kriens-Luzern seiner Favoritenrolle gerecht geworden und kürte eine insgesamt gute Leistung mit einem attraktiven Fliegertor.

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Andraz Podvrsic vom HC Kriens. (Bild Nadia Schärli / Neue LZ)

Andraz Podvrsic vom HC Kriens. (Bild Nadia Schärli / Neue LZ)

Das 31:22 (Willisch überliess Stankovic den Torschuss) markierte einen erfolgreichen Abend und einen hochverdienten Sieg dazu. Es war die verdiente Kerze auf dem Geburtstagskuchen von Assistenztrainer Feri Panczel - und für den HC Kriens ein wichtiger Schritt hin in Richtung der eigenen Ambitionen.

Gegen den RTV Basel kehrten Dani Schmid und Nicolas Raemy ins Kader zurück - und schon hatte der Coach die entscheidenden Varianten zur Hand. Dass noch nicht alles perfekt war, ist verständlich. Immerhin aber zeigten die Gastgeber, dass sie auf bestem Weg sind, die Vorgaben des Trainers in Sachen attraktivem Tempohandball umzusetzen.

Zwar brauchte der HC Kriens-Luzern auch diesmal noch einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Bis zum 5:6 aus Basler Sicht lag der Gast vorne - das war nach 11 Minuten. Dann aber fand sich die Krienser Deckung und kehrte das Resultat vom 5:6 auf 9:6. Während die Einheimischen weiter dran blieben, fand der Gast aus Basel auch mangels Möglichkeiten kein vernünftiges Mittel mehr, um den Gastgeber zu fordern. Hätten die Krienser nicht phasenweise grobfahrlässig Chancen versiebt, das Spiel wäre schon sehr früh in sehr klare Bahnen gekommen.

Masstab für Konsequenz und Effizienz waren letztlich die beiden Kreisläufer des HCK - und Beni Steiger. Die beiden Kreisläufer hatten je eine Halbzeit Spielanteile und waren mit 8 Toren beteiligt. Steiger schliesslich zeigte eine Klasseleistung. Fast immer gelang es ihm, zwischen eigenem Torschuss und Pass zum Mitspieler den richtigen Entscheid zu fällen. Auch seine Entwicklung ist sehr vielversprechend.

Defensiv bildeten die beiden Torhüter Schelbert und Aleksejev einen guten Rückhalt. Zusammen mit der Abwehr zogen sie dem Basler Angriff schnell einmal den Zahn: 7 Tore erzielten die Basler noch in der zweiten Hälfte. Das ist ein Kompliment an die Krienser Abwehr. Und hatten die Krienser einmal den Ball, gings im «Danish»-Tempo Richtung Basler Tor. Mit dieser attraktiven Spielweise verdienten sich die Krienser die Standing Ovation der letzten zwei Minuten.

Benedikt Anderes

HC Kriens-Luzern - RTV 1879 Basel 31:22 (14:11) Krauerhalle Kriens, 500 Zuschauer. SR Sager/Styger.

Torfolge: 0:1, 1:2, 2:3, 5:6, 9:6, 10:7, 10:9, 12:9, 13:11, 14:11; 17:11, 19:12, 21:12, 21:16, 24:16, 27:17, 28:18, 29:20, 31:22.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev (ab 31.); Willisch (1), Schmid (1), Steiger (7), Raemy, Schlegel (4), Hess, Stankovic (6/2), Zimmermann (1), Vukelic (2), Podvrsic (4), Hofstetter (5).

RTV Basel: Stauber/Rudi (ab 54.); Gulbicki (3), Martinez, Stamenov (1), Hofstetter (5), Kuppelwieser (3), Golubovic (2), Schelbert (2), Strübin (1), Sladoljev (5), Studerus.

Strafen: 4x2 Minuten plus rote Karte (24.33, Raemy) gegen Kriens, 5x2 Minuten gegen RTV Basel.

Penalties: 25. Stamenov schiesst Penalty an den Pfosten (12:9).

J.P. Chenet Best Player Award: Michael Schlegel (HC Kriens-Luzern) und Mischa Hofstetter (RTV Basel)