HC Kriens-Luzern scheidet aus Cup aus: Am Schluss fehlte die Kraft

Fast 45 Minuten lang hielt Kriens mit, dann ging der Saft aus: 23:32-Niederlage im Cup-Viertelfinal bei Schaffhausen.

Roland Bucher
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Kein Durchkommen für den Krienser Tomas Piroch (am Ball) gegen die Kadetten-Abwehr.Bild: Michael Kessler (Schaffhausen, 20. November 2019)

Kein Durchkommen für den Krienser Tomas Piroch (am Ball) gegen die Kadetten-Abwehr.Bild: Michael Kessler (Schaffhausen, 20. November 2019)

Man will nicht daran denken, was möglich gewesen wäre, wenn verletzte Stammkräfte wie Captain und Relaisstation Hofstetter, Schütze Papez oder Rechtsflügel Ramseier mittun hätten können – doch ­diese hypothetischen Gedanken werden der Leistung, welche Kriens am Mittwoch beim hohen Favoriten Schaffhausen ablieferte, nicht ganz gerecht. Solange die Kräfte reichten, war das junge, dezimierte Team von Goran Perkovac ein ebenbürtiger Widersacher, der den Ligadominator kräftig ärgerte und bis zur 43. Minute (20:20) eine starke Leistung ablieferte.

Doch das war’s dann: Die Kadetten legten ihre Flausen zur Seite, bündelten die Kräfte: Topskorer Gabor Csaszar (12 Anläufe, 10 Tore) und Dimitrij Küttel (9/7) kannten keine Gnade und rannten in der Endphase zusammen mit Ex-HCK-Flügel Nik Tominec die Innerschweizer in den Abgrund. Wesentlichen Anteil daran, dass die Krienser am Schluss eine Niederlage in einer Grössenordnung kassierten, die der überwiegend mehr als ordentlichen Leistung spottet, hatte nicht zuletzt Vaskevicius: der Goalie-Methusalem, inzwischen 46 Jahre alt, verzeichnete 37 Abwehrprozente!

Perkovac lobt sein Team

Schaffhausen fand früh ein probates Mittel, HCK-Topskorer Hleb Harbuz mehr oder weniger aus dem Verkehr zu nehmen. Der Weissrusse verletzte sich Mitte der zweiten Halbzeit am Fuss, gab aber Entwarnung: «Das Gelenk ist leicht überdreht, doch am Samstag bin ich dabei.» In den Vordergrund spielte sich bei den Kriensern erneut der tschechische Internationale Tomas Piroch, der sich bis am Schluss gegen die Niederlage stemmte, sieben Tore warf und mit Gavranovic und Oertli aus einem Team herausstach, welches – betonte Perkovac – «mir durchaus Freude bereitet hat. Doch in den entscheidenden Momenten waren wir überhastet. Da haben wir noch einiges zu lernen.» Als die Kräfte bei Kriens zu lahmen begannen, häuften sich die Fahrlässigkeiten, Schaffhausen machte sich einen Spass daraus, den Gegner doch noch zu demolieren: «Es ist ärgerlich, dass unsere gute Leistung so schlecht belohnt wurde», meinte der Trainer, der dar­auf hinwies, «viel Gutes» in seiner Equipe entdeckt zu haben.

Der Pokal fehlt in den Vitrinen

So bleibt der Traum vom Pokal, der in den Vitrinen des HC Kriens-Luzern nach wie vor fehlt, ein Wunschdenken; höchste Konzentration gelte nun der Meisterschaft, betont Perkovac, der darauf hofft, dass Routinier Severin Ramseier am Samstag im Heimspiel gegen Amicitia (18.00) wieder in die Mannschaft zurückkehrt. «Wir müssen bis zur Weihnachtspause unsere Kräfte gut einteilen», sagt der Trainer, «und versuchen, trotz des Verletzungspechs das Beste aus dieser Situa­tion herauszuquetschen.»