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HC Kriens-Luzern siegt mit Wucht und Solidarität

Mit dem 32:25-Heimsieg gegen Basel hat Kriens-Luzern nach zwei Runden das Punktemaximum ergattert.
Stephan Santschi
Der Krienser Topskorer Tom Hofstetter beeindruckt mit seiner Wurfstärke. (Bild: Pius Amrein, Kriens, 7. September 2019)

Der Krienser Topskorer Tom Hofstetter beeindruckt mit seiner Wurfstärke. (Bild: Pius Amrein, Kriens, 7. September 2019)

Geschenke verteilte Kriens-Luzern nur vor dem Spiel. André Willimann und Luca Engler, die im Sommer beide zum RTV Basel wechselten, wurden bei ihrer Rückkehr als Konkurrenten vom Gastgeber beschenkt und mit warmen Applaus verabschiedet. «Dieses Spiel war für mich speziell, ich war auch speziell motiviert», sollte Goalie Willimann später sagen.

Die Krienser machten allerdings auch schnell klar, was sie an diesem Abend für sich selber einforderten: einen klaren Sieg im ersten NLA-Heimspiel der Saison. Bemerkenswert: Hätte man in den ersten zehn Minuten wie im Fussball eine Statistik für den Ballbesitz abrufen können, sie hätte ein klares Plus von 70 bis 80 Prozent für die Basler offenbart. Die Gäste zogen ihre Angriffe geduldig, zuweilen langatmig auf, derweil die Krienser nach der Eroberung des Spielgeräts ruckzuck die Vorwärtsbewegung suchten und genau so schnell in den Abschluss fanden. Die Belohnung für den forschen und frechen Beginn war eine frühe 9:4-Führung (11.).

Krienser starten gut, bauen aber jeweils ab

Die Krienser vermochten die hohe Pace und vor allem die Kaltschnäuzigkeit in der Chancenverwertung aber nicht durchzuziehen. Fehlwürfe und Abspielfehler schlichen sich wie schon beim 28:25-Auftaktsieg in Endingen in ihr Spiel ein, sodass beim Pausenstand von 16:12 noch alles offen war.

Nach dem Seitenwechsel dann das gleiche Bild: Vehement markierten die Krienser ihr Revier, nach 40 Minuten lagen sie mit 22:15 vorne. Und wieder fehlte ihnen im Anschluss der Killerinstinkt, um den Gegner vorentscheidend in die Schranken zu weisen. Sinnbildlich für diese Phasen der Unkonzentriertheiten war die Nonchalance von Kreisläufer Filip Gavranovic, der zweimal aus guter Abschlussposition den Ball genau auf den Körper von Goalie Willimann warf. Bis zur 53. Minute kamen die Basler wieder auf drei Treffer heran (26:23).

Wie schon Endingen gelangte aber auch der zweite Abstiegskandidat nie in die Reichweite eines Punktgewinns. Kriens-Luzern hatte schlichtweg mehr Klasse als Basel, daran vermochte auch Willimann nichts zu ändern, der besser spielte als seine beiden Antipoden Paul Bar und Kayoum Eicher.

Simples Erfolgsrezept von Hofstetter

Stark war bei Kriens vor allem der neunfache Torschütze Tom Hofstetter auf der Spielmacherposition. Mit seiner für ihn typischen Urgewalt fand der 29-Jährige immer wieder den Weg an seinem ehemaligen Teamkollegen Willimann vorbei. «Klar kennt Andy mein Wurfbild ganz genau, doch über solche Dinge darf man während des Spiels gar nicht nachdenken. Am besten ist es, wenn man einfach Handball spielt», erläuterte Hofstetter sein Erfolgsrezept.

Eindrücklich waren darüber hinaus die Sprung- und Wurfkraft des linken Aufbauers Hleb Harbuz, die kompromisslose Arbeit von Jernej Papez in Abwehr und Angriff, sowie ganz generell das solidarische Teamwork. «Im Vergleich zur Partie gegen Endingen war dies eine Leistungssteigerung. Unser Spiel war entspannter, die Auftaktnervosität war weg», stellte Hofstetter fest.

Dieses Team hat das Potenzial, um zu begeistern

Am Ende gewann Kriens-Luzern gegen den RTV Basel diskussionslos mit 32:25 und steht damit nach zwei Spieltagen mit weisser Weste da. Trainer Goran Perkovac freute sich über die gute Deckungsarbeit («wenn einer einen Zweikampf verliert, schliesst sein Nebenmann die Lücke») und die Durchschlagskraft im Angriff («wir produzieren viel Dampf»).

Zwar besteht zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch einiges an Steigerungspotenzial, vor allem die fahrigen Momente dürften von stärkeren Gegnern rigoros bestraft werden. Doch der HC Kriens-Luzern der Ausgabe 2019/20 hat zweifellos das Potenzial, um zu begeistern. Und das macht Lust auf mehr.

Kriens-Luzern - RTV Basel 32:25 (16:12)

Krauerhalle. – 450 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern, 2-mal 2 Minuten gegen Basel.

Kriens-Luzern: Bar/Eicher (19. bis 43.); Ramseier (5), Papez (6), Hofstetter (9), Harbuz (6/2), Blättler (2), Gavranovic (1), Lavric (1); Oertli, Delchiappo, Schlumpf (1), Idrizi (1/1), Wipf.

Basel: Willimann; Attenhofer (3/1), Engler (3), Jurjevic (9), Krause (2), Berger (2), Skusa; Buob (3), Ahmetasevic (1), Steiner, Ebi, Basler (1), Voskamp (1), Langhein. – Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Rellstab (mit B-Ligist Wädenswil/Horgen im Einsatz). Eicher pariert Penalty von Attenhofer (10./8:4).

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